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Das jüdische Echo · 1930-08-22 · 34 (22.8.1930) · p. Seite 481

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
17 (1930)
Issue
34 (22.8.1930)
Date
1930-08-22
Page
Seite 481 (sequence 16)
Language
German
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Nr. 34 Das Jüdische Echo 481 sollte der Kongreß wiederum das Schicksal des jüdischen Volkes in die Hände der für die jetzige katastrophale Lage verantwortlichen Männer legen, so überträgt die IV. Weltkonferenz dem Parteirat der Union, bzw. der revisionistischen Kongreßd'eiegation* gemeinsam mit dem Parteirat alle ihre Rechte als Weltkonferenz der Union. (Das bedeutet, daß Kongreßdelegation und Parteirat über den Austritt der Union aus der allgemeinen Zionistischen Organisation beschließen können. Anm. d. Red.) Die Erklärung zur außenpolitischen Lage enthält schärfste Ablehnung der Politik und der Methoden der Palästina-Administration, einen feierlichen Protest gegen den Bericht der Shaw-Kommission; das Bedauern über das Weißbuch vom Mai 1930, einen Protest gegen die Immigrationssperre und die Entsendung Simpsons; einen feierlichen Protest gegen das Verhalten der Mandatarmacht, die sich den ihr aus dem Mandat erwachsenen Verpflichtungen entziehen will; ferner die feierliche Erklärung vor aller Welt, daß Verwirklichung des Nationalheims die Errichtung eines jüdischen Gemeinwesens auf beiden Seiten des Jordan die Schaffung einer jüdischen Mehrheit bedeutet. Nach Annahme der Resolutionen wurden die Wahlen vorgenommen. Per Akklamation wurden Wladimir Jabotinsky zum Präsidenten, Meer Großman und Richard Lichtheim zu Vizepräsidenten der Exekutive der Union gewählt. Mitglieder der Exekutive sind ferner Angel. Schechtmann, Tiomkin, Trivüs, Machover, Rosoff. Die Exekutive hat Ko'Opta^icnsirecht. '■ Inf den. Beirrt würden, gewählt; Dr. Soskin, Dr. Brutzkus, Justizrat Bodenheimer, Dr. Schwartzmann, J. Klinoff, Dr. J. Hoffmann, Advokat Weinschall, Belilovsky, Weinstein; in das Parteigericht: Koulicher, Dr. Lachmann, Gold. Die Konferenz bereitete Jabotinsky eine große Ovation. Mit dem Absingen der Hatikwah ging die Tagung zu Ende. Aus der jüdischen Welt Ernennung Bubers zum Professor Frankfurt a. M., 15. August (JTA.) Der Lehrbeauftragte für jüdische Religionslehre und jüdische Ethik, Schriftsteller Dr. Martin Buber, ist zum Honorarprofessor in der Philosophischen Fakultät der Universität Frankfurt ernannt worden. Nationalsozialistischer Terror im befreiten Rhein- Hessen Eine jüdische Familie, die seit 36 Jahren in Dolgesheim wohnt, wird aus dem Orte hinausdrängt Darmstadt, 13. August. (JTA.) Ein Opfer des nationallsozialistischen Terrors ist in dem rheinhessischen Örtchen Dolgesheim der Führer des Reichsbanners, der Weinkommissionär Frank, geworden. Frank, der Jude ist und seit 36 Jahren in Dolgesheim wohnt, wurde in der letzten Zeit wiederholt am Leben bedroht. Am letzten Sonntag, 3 Uhr morgens, wurde Franks Haus umzingelt. Nach Abgabe eines Gewehrschusses gegen das Haus wurden Fenster und Tor zersört und das Haus gestürmt. Frank und seine Angehörigen, gegen, die Tode'sdrohungen ausgesprochen waren, mußten sich auf dem Dachboden verbarrikadieren. Die Gendarmerie war der Menge der Angreifer gegenüber ohnmächtig und mußte das Überfallkommando aus Mainz herbeirufen, um Ordnung zu schaffen. Zu gleicher Zeit trafen Beamte des Landeskriminalamtes ein und auf Grund ihrer Untersuchung wurden zwölf Nationalsozialisten verhaftet und in das Amtsgefängnis Oppenheim eingeliefert. Da die Bedrohung der Familie Frank nicht aufhörte, ließ Frank unter dem Schutz der Polizei sein Hab und Gut in einen Möbelwagen verladen und zog nach Worms. Shiels und Chancellor begeben sich nach Genf London, 15. August. (JTA.) Der Unterstaats- Gedenke der Wahlpflicht am 14. September! Deine Stimmenthaltung stärkt den Feind! Stärkt den Wahlfonds des C.-V. Wahlkampf Ausschuß 1930 des Central-Vereins in Verbindung mit anderen Organisationen Karl Adler Dr. Siegfried Keßler Bernhard Lustig R.-A. Levinger R.-A. Dr. Michael Siegel Sigmund Weil J.-R. Dr. Heilbronner Fritz Kaufmann Justin Lichten auer R.-A. Dr. Alfred Werner Max Wilmersdörfer

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