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Das jüdische Echo · 1930-06-20 · 25 (20.6.1930) · p. Seite 353

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
17 (1930)
Issue
25 (20.6.1930)
Date
1930-06-20
Page
Seite 353 (sequence 14)
Language
German
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Nr. 25 Das Jüdische Echo 353 Jabotinsky ist die Rückkehr nach Palästina untersagt worden London, 11. Juni. (JTA.) Wladimir Jabotinsky, der Führer der Zionisten-Revisionisten, hat sofort nach seiner Rückkehr von seiner Südafrikareise von London aus ein Schreiben an das britische Kolonialamt gerichtet, in welchem er die bedingungslose Zurückziehung der Verordnung der Palästina-Regierung, in weicht das ihm bei seiner Abreise nach Palästina erteilte Wiedereinreisevisum für ungültig erklärt worden ist, verlangt. Er fordert, daß man ihm seine Rechte als ständiger Einwohner Palästinas wiedergibt, damit er sich jeder im Gesetz nicht verbotenen Tätigkeit frei widmen könne. Während die Einwanderung von Chaluzim verboten ist, wandern ägyptische Arbeiter ein Jerusalem, 10. Juni. (JTA.) Der Jüdischen Telegraphen-Agentur wurde vor einiger Zeit aus autoritativer Quelle mitgeteilt, daß fortwährend kleinere Gruppen von Ägyptern als Packer, Transportarbeiter und für ähnliche Arbeiten in Palästina einwandern. Als Sicherheit dafür, daß sie innerhalb einer gewissen Zeit nach Ägypten zurückkehren, hinterlegt jeder Arbeiter fünf Pfund; zu einem großen Teil lassen die ei.igewanderten Ägypter die Garantiesumme verfallen und verbleiben in Palästina. Außerdem werden ägyptische Arbeiter fortwährend durch den Wüstenweg nach Palästina eingeschmuggelt. Auf eine Anfrage von Captain Cazalet im englischen Unterhaus hat Dr. Drummond Shiels vor einiger Zeit erklärt, er habe keine Information über die Einwanderung ägyptischer Arbeiter. In Palästina aber ist die Tatsache der Einwanderung von Ägyptern allgemein bekannt. '200 in den Hotels beschäftigte jüdische Arbeiter haben eine Versammlung abgehalten und eine scharfe Protestresolution gegen Einwanderung ägyptischer Arbeiter bei gleichzeitiger Sperre der Einwanderung für jüdische Arbeiter gefaßt. Feierliches Abkommen zwischen Kolonisten und Arbeitern getroffen Jerusalem, 10. Juni. (JTA.) Bei der Zusammenkunft zwischen jüdischen Kolonisten und jüdischen landwirtschaftlichen Arbeitern in der Kolonie Magdiel, der seitens der Exekutive der Jewish Agency Rabbi Meir Berlin und Joseph Sprinzak sowie eine Delegation des Waad Leumi beiwohnten, wurde in feierlicher Weise ein Abkommen zwischen den Kolonisten und den Arbeitern getroffen, das geeignet ist, den Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in den Kolonien ein für allemal ein Ende zu machen. Das in Magdiel getroffene Abkommen soll als Muster für alle anderen jüdischen Kolonien gelten und auch den Konflikt zwischen Histradruth Haowdim und den Kolonisten Kfar Sabas wegen der Beschäftigung der nicht im Arbeitsamt registrierten Angehörigen des Brith Trumpeldor beendigen helfen. 90 Prozent der Ernte im Emek von Ratten aufgefressen Jerusalem, 13. Juni. (JTA.) Die jüdischen Siedlungen des Tales Esdraelon wurden in den letzten Tagen von einer katastrophalen Ratteninvasion heimgesucht. Die Ratten vernichteten 90 Prozent der Feldernte, die in diesem Jahre eine außerordentlich gute war. Der Schaden ist ungeheuer, am schwersten litten die Kolonien Nahalal und Afuleh. Die vom Landwirtschaftsdepartement der Regierung gegen die Plage angewandten Methoden haben sich als unwirksam erwiesen; die Behörden wellten nicht den jüdischen Kolonisten die Anwendung radikaler Rattenvertilgungsmaßnahmen erlauben, da sie befürchteten, daß die Brunnen, aus denen einige Araber ihren Bedarf an Trinkwasser decken, infiziert werden könnten. Die Jewish Agency for Palestine glaubt, daß es notwendig sein wird, den betroffenen Kolonien des Emek 30 000 Pfund zu bewilligen, damit sie sich von den Folgen dieser letzten Heimsuchung erholen. Der dritte Teil dieser Summe wurde bereits überwiesen. Großer Bodenerwerb der PLDC in Jerusalem Jerusalem, 11. Juni. (JTA.) Die Palestine Land Development Co. London-Jerusalem hat soeben einen wichtigen Kauf getätigt, indem sie angrenzend an das Rechawia-Viertel in Jerusalem einen Komplex von etwa 250 000 Quadratellen neu erworben hat. Diese Fläche wird den Namen „Rechawia B“ führen. Der Neuerwerb ist größer als das heutige zum größten Teil ausgebaute Rechawia, das etwa 217 000 Quadratellen umfaßt. Bekanntlich ist in Rechawia kürzlich das Bürogebäude des K.K.L. eingeweiht worden, während die Gebäude der Zionistischen Exekutive ünd des Keren Hajessod im gleichen Viertel sich im Bau befinden. Die neu erworbene Fläche wird in etwa 180 Bauplätze parzelliert werden. Es besteht heute für diese Böden bereits starkes Interesse unter den Jerusalemer Juden, die ihre bei Arabern innegehabten Wohnungen aufgeben. Es wird mit einer starken Bautätigkeit auch auf diesem Boden in nächster Zeit gerechnet. Die Hinrichtungen vollzogen — Demonstrationen verhindert Jerusalem, 17. Juni. (JTA.) Heute, den 17. Juni, morgens, wurden die drei im Zusammenhang mit den Unruhen im August 1929 zum Tode verurteilten Araber, die wegen mehrfachen Mordes in den Begnadigungsakt nicht einbezogen waren, in der Zitadelle von Akko hingerichtet. Die Muezzim auf den Minaretts der Moscheen zu Haifa und Akko riefen während der Hinrichtung die Moslems zum Gebete, auch die Glocken der katholischen Kirchen läuteten eine Viertelstunde lang. Der Polizeiinspektor Mavrogordato weilte persönlich in Akko, um den Hinrichtungsakt zu überwachen, während Major Saunders in Haifa die Vorbereitungen traf, um eventuell aufkommende Unruhe im Keime zu ersticken. In Haifa ist es zu einem Zusammenstoß zwischen Demonstranten und Polizei gekommen, in Jaffa hat die Polizei eine Araber- Demonstration gesprengt. Am Damaskustor zu Jerusalem versuchten Schulknaben zu demonstrieren, die Polizei zerstreute sie und verhaftete vier Araber, unter ihnen den als Agitator bekannten Lehrer der Saint-George-Schule. — Von den Hingerichteten waren zwei Hebron-Araber und einer aus Safed. Gemeinden-u.Verelns-Kcho München. In der Sitzung von Gemeindevertretung und Gemeindevorstand vom Mittwoch, dem 11. Juni, gedachte vor Eintritt in die Tagesordnung Herr Oberstlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer mit herzlichen Worten der soeben auf tragische Weise verschiedenen allgemein beliebten Angehörigen des Gemeindesekretariats, Helene Naß, und sprach ihren Angehörigen das Beileid der Gemeinde aus; auch Herrn Dr. Marschütz, der durch

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