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Das jüdische Echo · 1930-05-09 · 19 (9.5.1930) · p. Seite 265

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
17 (1930)
Issue
19 (9.5.1930)
Date
1930-05-09
Page
Seite 265 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 19 Das Jüdische Echo 265 die Ureinwohner des Landes. Die jüdische Einwanderung hat nur etwas früher Schwierigkeiten an den Tag gebracht, die sich gewiß einige Jahre später allein durch den natürlichen Bevölkerungszuwachs der Araber ergeben hätten. Es ist möglich, daß verbesserte landwirtschaftliche Methoden dieses Problem lösen könnten. Viel hängt von der Möglichkeit der Einführung solcher Methoden in Palästina ab; über diese Möglichkeit sind die Meinungen in Palästina selbst geteilt. Wenn es keinen weiteren Raum für eine „dichte Ansiedlung von Juden auf dem Boden“ ohne Beeinträchtigung der Rechte und der Lage anderer Bevölkerungsteile — wie in Artikel 6 des Mandates vorgesehen — gibt, und wenn keine Wahrscheinlichkeit für Schaffung von Raum für neue Einwanderer durch eine neue landwirtschaftliche Technik besteht, dann müssen die Konsequenzen gezogen werden. Dann werden wohl das Mandat und das zionistische Programm in gleicher Weise einer Revision unterzogen werden müssen. Die Ernennung eines Experten, der in Griechisch-Mazedonien ein sehr ähnliches Problem zum Gegenstand seines speziellen Studiums gemacht hat, ist ein willkommenes Zeichen des Wunsches der Regierung, über eine Frage von großer politischer Bedeutung den besten zur Verfügung stehenden Rat einzuholen.“ Die Zahl der jüdischen Studierenden in Deutschland a) Universitäten Berlin, 2. Mai. (JTA.) Die soeben im Verlag von Struppe und Winckler, Berlin, erschienene „Deutsche Hochschulstatistik“ für das Winterhalbjahr 1929/30 enthält besondere Tabellen über die im Wintersemester 1929/30 immatrikulierten Studierenden der einzelnen Universitäten und Technischen Hochschulen nach Geschlecht und Gruppen von ^Studienfächern in Verbindung mit der religiösen Zugehörigkeit. Den Tabellen ist zu entnehmen, daß in dem erwähnten Semester an den Universitäten des Deutschen Reiches 3824 Juden (4,21% der Gesamtzahl von 90 743 Studierenden) immatrikuliert waren. Von den jüdischen Studierenden waren 2767 männlich, davon 655 Reichsausländer und 1057 weiblich, davon 199 Reichsausländer. Von der allgemeinen Zahl der Studierenden (90 743) waren 75 788 männlich, davon 729 Reichsausländer, und 14 955 weiblich, davon 149 Reichsausländer. Von den jüdischen Studierenden studierten Rechtswissenschaft 997 m., 167 w.; Volkswirtschaftslehre 141m., 60 w.; Betriebswirtschaftslehre 58 m., 14 w.; allgemeine Medizin und Zahnheilkunde 967 m., 418 w.; Tierheilkunde 1 m.; Philosophie und Pädagogik 90 m., 36 w.; alte und neue Sprachen und Germanistik 154 m., 182 w.; Geschichte und Geographie 75 m., 37 w.; Mathematik und Physik 86 m., 42 w.; Chemie 90 m., 31 w.; Landwirtschaft 16 m.; sonstige Studienfächer 92 m., 70 w. An den Preußischen Universitäten ist das Verhältnis das folgende: An der Universität Berlin studierten unter 14 126 Studierenden 1517 (10,74%) Juden, davon 1068 m., 449 w.; Bonn unter 5257 Studierenden 133 (2,53%) Juden, 96 m., 37 w.; Breslau unter 4251 Studierenden 300 (7,06%) Juden, 231 m., 69 w.; Frankfurt a. M. unter 3665 Studierenden 329 (8,98%) Juden, 242 m., 87 w.; Göttingen unter 3715 Studierenden 32 (0,86%) Juden, 23 m., 9 w.; Greifswald unter 1536 Studierenden 4 (0,26%) Juden, 3 m., 1 w.; Halle unter 2243 Studierenden 18 (0,80%) Juden, 12 m., 6 w.; Kiel unter Tennis Bekleidung und Ausrüstung Sporthaus SCHUSTER Katalog kostenlos! München, Rosenstraße 6 2120 Studierenden 9 (0,42%) Juden, 8 m-, 1 w.; Köln unter 5515 Studierenden 193 (3,50%) Juden, 157 m., 36 w.; Medizinische Akademie Düsseldorf unter 230 Studierenden 12 (5,22%) m. Juden. Königsberg unter 2681 Studierenden 83 (3,10%) Juden, 55 m., 28 w.; Marburg unter 3315 Studierenden 29 (0,87%) Juden, 22 m., 7 w.; Münster unter 3993 Studierenden 16 (0,40%) Juden, 9 m-, 7 w.; an allen preußischen Universitäten studieren demnach unter 52 883 Studierenden 2675 (5,08%) Juden. Bayern: Erlangen unter 1692 Studierenden 26 (1,54%) Juden, 20 m., 6 w.; München unter 8400 Studierenden 244 (2,84%) Juden, 174 m-, 68 w.; Wiirzburg unter 2713 Studierenden 116 (4,28%) Juden, 92 m., 24 w.; in ganz Bayern also unter 12 905 Studierenden 384 (2,98%) Juden; in Sachsen (Universität Leipzig) waren unter 6387 Studierenden 208 (3,26%) Juden, 166 m., 42 w.; in Württemberg (Tübingen) unter 3086 Studierenden 18 (0,58%) Juden, 14 m., 4 w.; Baden: Freiburg unter 3470 Studierenden 131 (3,78%) Juden, 78 m., 53 w.; Heidelberg unter 2999 Studierenden 182 (6,07%) Juden, 119 m., 63 w.; Thüringen (Jena) unter 2789 Studierenden 27 (0,97%) Juden, 23 m-, 4 w.; Hessen (Gießen) unter 1686 Studierenden 42 (2,49%) Juden, 35 m., 7 w.; Hamburg unter 3364 Studierenden 145 (4,31%) Juden, 99 m., 46 w.; Mecklenburg-Schwerin (Rostock) unter 1374 Studierenden 12 (0,87%) Juden, 9 m., 3 w. b) Technische Hochschulen An den Technischen Hochschulen des Deutschen Reiches studierten insgesamt 22 650 Personen (21 992 m., 658 w.). unter ihnen 547 (2.42%) Juden (520 m., 27 w.). Auf Preußen entfielen unter 8595 Studierenden 350 (4,07%) Juden, 338 m., 12 w.; davon Aachen unter 1027 Studierenden 16 (1,6%) m. Juden; Berlin unter 5041 Studierenden 300 (5,95%) Juden, 291 m., 9 w.; Breslau unter 622 Studierenden 23 (3,70%) Juden, 20 m., 3 w.; Hannover unter 1905 Studierenden 11 (0,58%) m. Juden. Bayern (München) unter 4019 Studierenden 35 (0,87%) Juden, 32 m-, 3 w.; Sachsen (Dresden) unter 3407 Studierenden 40 (1,17%) Juden, 35 m., 5 w.; Württemberg (Stuttgart) unter 2039 Studierenden 23 (1,13%) Juden, 20 m., 3 w.; Baden (Karlsruhe) unter 1287 Studierenden 44 (3,42%) Juden, 43 m., 1 w.; Hessen (Darmstadt) unter 2323 Studierenden 44 (1,89%) Juden, 42 m., 2 w.; Braunschweig unter 980 Studierenden 11 (1,12%) Juden, 10 m., 1 w. Die jüdischen Studierenden an der Wiener Universität Wien, 30. April. (JTA.) Im vergangenen Wintersemester (1929/1930) betrug die Zahl der jüdischen Studenten an den drei weltlichen Fakultäten der Wiener Universität 2156 unter einer Gesamthörerzahl von 9877 An der einzelnen Fakultät studier-

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