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Das jüdische Echo · 1930-02-28 · 9 (28.2.1930) · p. Seite 121

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
17 (1930)
Issue
9 (28.2.1930)
Date
1930-02-28
Page
Seite 121 (sequence 14)
Language
German
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Nr. 9 Das Jüdische Echo 121 daß das Kolonienministerium in London den Palästinagerichten vorgeschlagen hat, alle bisher im Zusammenhang mit den Geschehnissen im August und im September 1929 ausgesprochenen Todesurteile in eine fünfzehnjährige Gefängnisstrafe für jeden der Verurteilten umzuwandeln. In diesem Jahre keine Purim-Umzüge in Tel-Awiw Jerusalem, 4. Februar. (JTA.) Der Stadtrat von Tel-Awiw hat beschlossen, daß das diesjährige Purim-Fest, das auf den 14. März fällt, im Hinblick auf die traurigen Ereignisse im August v. J. als stilles Fest begangen werden soll; Karnevalsumzüge werden nicht stattfinden. Weitere 950 Einwanderungszertifikate für Palästina Jerusalem, 18. Februar. (JTA.) Wie die JTA erfährt, hat die Palästinaregierung in Anbetracht der zahlreichen Gesuche um Einreisezertifikate, die in der letzten Zeit beim Palästina-Einwanderungsamt eingelaufen sind, beschlossen, der zionistischen Palästina-Exekutive 950 Zertifikate für neue Einwanderer auf Rechnung der für März d. J. vorgesehenen neuen Einwandererquote schon jetzt zur Verfügung zu stellen. Die Regierung hat bei Bewilligung dieser Zertifikate dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß möglichst viele derselben Juden aus Rußland zugeteilt werden, und zwar „im Hinblick auf die schweren Verfolgungen, denen sie ausgesetzt waren“. Gemeinden- und Vereins-Echo Die Etatsitzun g der Kultusgemeinde Wie bereits berichtet, fand am Mittwoch., 19. Februar, die Etatsitzung der gemeindlichen Körschaften statt. Die meisten Posten des Voranschlags, den Herr Justizrat Dr. Elias Straus durch Gegenüberstellung zur Jahresrechnung erläuterte und zu dem er in kurzen einleitenden Bemerkungen ausgeführt hatte, daß man angesichts der heutigen Wirtschaftslage mindestens mit der vorgesehenen 20prozentigen Minderung der Steuereingänge rechnen müsse und deshalb gezwungen sei, vor allem an den Bauausgaben Einsparungen vorzunehmen, wurden ohne Debatte angenommen. Besonders zu erwähnen sind von den Ansätzen auf der Einnahmenseite die für Umlagen mit 519 320 RM. (gegenüber einem tatsächlichen Eingang von 629 652.28 RM. im Vorjahre), für Synagoge 23 500 RM. und Friedhöfe 23 000 RM., der Vortrag beläuft sich auf 40 676.18 RM. Für die Ausgaben wurde zum ersten Male auch ein außerordentlicher Etat aufgestellt, in den neben anderen bereits früher bewilligten Ausgaben auch die schon bewilligten 20 000 RM. für die Darlehenskasse eingesetzt1, wurden,, die bekanntlich erst dann zur Auszahlung gelangen sollen, wenn die Aufbringung weiterer 20 000 RM. durch private' Interessenten gelungen ist. Einen sehr hohen Teil der gemeindlichen Ausgaben machen die für Besoldungen aus; sie sind mit 272 100 RM. angesetzt (in geheimer Sitzung wurden Anstellung- und Pensionierungsangelegenheiten erledigt), dazu kommen ferner 12 020 RM. für Pensionen# Für die gemeindlichen Häuser werden Ausgaben in Höhe von 19 500 RM. für notwendig erachtet (Einnahmen 12 300 RM.), für die Synagoge 16 000 RM., für die Friedhöfe 8000 RM., für Bibliothek 2500 RM., für Lehrkurse und religiöse Vorträge 4000 RM.; die allgemeine Verwaltung benötigt 14 000 RM., bauliche Maßnahmen und Reparaturen sind mit 24 000 RM. veranschlagt. Auch der Wohlfahrtsetat wurde nicht eingehend besprochen; seine Detailberatung soll in einer gemeinsamen Sitzung mit den betreffenden Ausschüssen erfolgen, über die seinerzeit zu berichten sein wird; im Rahmen des Gesamtetats zeigen die Ausgaben für Anstaltsfürsorge mit 53 200 RM. und für offene Fürsorge mit 105 800 RM. (Wohlfahrtsamt und Armenpflege allein 72 000 RM.) nach den Besoldungen die größten Ziffern. Besondere Sorgen scheint das Landheim Wolfratshausen zu bereiten, für das 5200 RM. in den Etat eingesetzt sind; 4000 RM. als Gegenleistung für die Aufnahme von Münchener Kindern und 1200 RM. als Verwaltungszuschuß. In einer Bemerkung zu dieser Position verlangte Kommerzienrat Dr. Wassermann zwar die Aufrechterhaltung der Anstalt als einer wertvollen Institution aber gleichzeitig eine Ordnung der Finanzen. Für kulturelle und allgemeine jüdische Zwecke sieht der Etat 21 200 RM. vor. Darunter sind vereinigt Zuschüsse an Einen Wagen kaufen, ohne Mercedes-Benz zu prüfen, heifjt wählen ohne Mafjstab Daimler ss Benz A.*G. Verkaufsstelle München Personenwagenverkauf: Lenbachplatz 4, Tel. 50672, 59390 Lastwagenverkauf und Reparaturwerk: Dachauer Str. 112, Tel. 63237/ 38/ 39 Leiter: D i r e k t o r J a k o b We r I i n

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