Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- 6 (7.2.1930)
- Date
- 1930-02-07
- Page
- Seite 77 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 6 Das Jüdische Echo 77 MASKENFEST des Jüdischen Turn- und Sport-Vereins Bar Kochba unter dem Motto: „Vom nahen zum fernen Osten, die Narretei darf nicht viel kosten" am Sonntag, dem 16. Februar 1930, abends 8 Uhr, in den Festsälen des „REGINA-PALAST-HOTELS" Kapelle Gaden vom Regina-Palast spielt zum Tanz Rituelles Büfett Sektbude Chinesisches Fadenziehen?! Orotesktanz-Konki Oiraffentanz??!! Eintrittskarten ä RM. 2.50 in den bekannten Vorverkaufsst« Kooperation der beiden dort beheimateten Völker sehen. Darum hätte ich erwartet, daß das große arabische Volk die jüdische Notwendigkeit, in der alten Heimat des Judentums sein nationales Heim wieder aufzubauen, besser würdigt und daß gemeinsam Mittel und Wege gefunden werden, um eine ausgedehnte jüdische Siedlung im Lande zu ermöglichen. Ich bin überzeugt, daß durch das liebevolle Interesse, das die Judenheit dem Lande Palästina zuwendet, die ganze Bevölkerung des Landes Nutzen ziehen kann, nicht nur in materieller Beziehung, sondern auch in kultureller und nationaler Beziehung. Ich glaube, daß die arabische Wiedergeburt .in dem ganzen großen Gebiet, das heute von Arabern bewohnt ist, durch die jüdischen Sympathien nur gewinnen kann. Ich würde wünschen, daß Mittel und Wege gefunden werden, um sich in voller Freiheit und Offenheit über diese Möglichkeiten auszusprechen, denn ich glaube, daß die zwei großen semitischen Völker, die, jedes in seiner Art, zur Kultur der heutigen abendländischen Menschheit Unvergängliches beigetragen haben, eine große gemeinsame Zukunft haben können, und daß sie, statt in unfruchtbarer Feindseligkeit und gegenseitigem Mißtrauen einander gegenüberzustehen, sich gegenseitig in ihren nationalen und kulturellen Bestrebungen unterstützen und die Möglichkeit einer sympathievollen Kooperation suchen sollten. Ich betrachte es gerade als Aufgabe der politisch nicht aktiven Menschen, bei der Schaffung einer solchen Atmosphäre des Vertrauens mitzuwirken. Die traurigen Vorfälle vom vergangenen August werden von mir nicht nur darum bedauert, well sich darin die menschliche Natur in ihren niedrigsten Erscheinungsformen enthüllte, sondern auch darum, weil sie die beiden Völker entfremdet haben und für einige Zeit den Zugang zueinander erschweren, der trotzdem gefunden werden muß. Ich bin, sehr geehrter Herr, Ihr“ usw. Ein Memorandum an den Völkerbund Dr. Victor Jacobsohn besucht Sir Eric Drummond Genf, 22. Januar. (JTA.) Herr Dr. Victor Jacobsohn, Delegierter der Exekutive der Zionistischen Organisation, wurde heute morgen von Sir Eric Drummond, Generalsekretär des Völkerbundes, empfangen und hat ihn eine Note überreicht, die wie folgt lautet: 1. Emir Chekib Arslan und Herr Ihsan El Djabri, die im Namen eines „Syrisch-Palästinensischen Komitees“ agieren und behaupten, die arabische Bevölkerung Palästinas zu repräsentieren und in ihrem Namen zu sprechen, haben der Presse einen Protest gegen die vom Rat des Völkerbundes in seiner Sitzung vom 14. Januar 1930, betreffend die Klagemauer, gefaßte Resolution übergeben. 2. Indem ich zur Kenntnis nehme, daß die Unterzeichner des Protestes die Tatsache anerkennen, daß der Text des Mandates selbst „die Etablierung einer jüdischen Mehrheit“ in Palästina einbegreift, protestiere ich gegen die in dem vorerwähnten Dokument enthaltene Behauptung, daß die Juden „alle arabischen Heiligen Stätten, inbegriffen die Aksa-Moschee“, begehren und daß die Errichtung einer jüdischen Mehrheit notwendigerweise zu einer Entweihung der arabischen heiligen Stätten sowie zu „der Eliminierung des arabischen und muselmanischen Elementes“ führen muß. v 3. Ich versichere feierlich, daß weder die „Jewish Agency for Palestine“, noch die Zionistische Organisation, noch die Juden im allgemeinen die Eroberung der Aksa-Moschee oder irgendeiner anderen heiligen Stätte in Palästina erstreben oder erstrebt haben. Diese für jeden Menschen von gutem Glauben ersichtliche und durch die offiziellen jüdischen Deklarationen so oft festgelegte Wahrheit wurde kürzlich durch die Untersuchung der Kommission der britischen Regierung, wie aus den über ihre Arbeiten veröffentlichten Mitteilungen zu ersehen ist, bestätigt.