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Das jüdische Echo · 1930-01-03 · 1 (3.1.1930) · p. Seite 11

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
17 (1930)
Issue
1 (3.1.1930)
Date
1930-01-03
Page
Seite 11 (sequence 16)
Language
German
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Nr. Das Jüdische Echo 11 A \ i i hörer eine Versammlung ab, und erklärten sich mit den die Juden insultierenden Kommilitonen solidarisch. Die jüdischen Hörer wurden zu den Vorlesungen nicht mehr zugelassen. Die antisemitischen Studentenexzesse in Rumänien nehmen kein Ende Bukarest, 22. Dezember. (JTA.) Während der Aufführung eines Stückes des französischen Dramatikers Robert de Flers im Bukarester Nationaltheater, der u. a. der französische Gesandte beiwohnte, arrangierten antisemitische Studenten bei dem Auftreten der jüdischen Schauspielerin Leni Kahler einen Skandal. Es wurden antisemitische Rufe laut und von der Galerie Stinkbomben in das Parkett geworfen. Es mußte der Vorhang heruntergehen. Der französische Gesandte entfernte sich ostentativ. Zahlreiche andere Zuhörer verließen fluchtartig das Theater, während die Studenten judenhetzerische Lieder anstimmten. Die wieder aufgenommene Vorstellung mußte wieder abgebrochen werden, als weitere Stinkbomben geschleudert wurden. Schließlich wurden die exzedierenden Studenten durch die Polizei entfernt. Schwere Überfälle in den Zügen Bukarest, 26. Dezember. (JTA.) Im Schnellzug Czernowitz—Bukarest zwischen den Stationen Marasesti und Adjud drangen in ein Abteil dritter Klasse unter fürchterlichem Geheul zahlreiche Studenten ein und begannen die jüdischen Reisenden zu malträtieren. Alle Reisenden, die sie nach den Gesichtszügen für Juden hielten, wurden mit Stöcken am ganzen Körper mißhandelt. 400 Zionisten in Odessa verhaftet Moskau, 22. Dezember. (JTA.) Im Verlauf der vergangenen Woche wurden in Odessa etwa 400 Zionisten aller Richtungen von der G. P. U. verhaftet. Unter den Verhafteten sind auch mehrere Jugendliche, Mitglieder des „Haschomer Hazair“ und des Linken Hechaluz. Man nimmt an, daß sich in Odessa keine einzige Person, die irgendeine direkte Beziehung zur zionistischen Bewegung unterhalten hat, auf freiem Fuße befindet. Die Zeitung „Emes“ greift Agro-Joint an, weil diese Institution frühere Chaluzim darin unterstützt, Prduktionsgenossenschaften in Moskau und anderswo beizutreten. Macdonald zu dem Balfour-Lloyd Georges-Smuts- Schreiben London, 24. Dezember. (JTA.) In der Sitzung des Unterhauses vom 23. Dezember fragte Major Sir Archibald Sinclair den Ministerpräsidenten, ob er die Absicht habe, eine Kommission zur Untersuchung der Fragen höherer Politik betreffend die künftige Verwaltung des Palästinamandates einzusetzen, insofern, als diese Fragen außerhalb der Kompetenz der Shaw-Kommission liegen. Der Premierminister antwortete: Es ist mir bekannt, daß dieser Vorschlag in einem Schreiben gemacht worden ist, unter dem die Unterschriften einflußreicher Persönlichkeiten stehen, die mir natürlich gebieten, den Vorschlag mit größter Sorgfalt zu erwägen. Es gibt allerdings wichtige Überlegungen, die sorgfältig abgewogen werden müssen, bevor ich eine Entscheidung treffe. Der Fragenkomplex, das muß ich sagen, liegt klar außerhalb des Kompetenzbereiches der Shawkommission und kann nicht zu einem Teil ihres Berichtes gemacht werden. “Sunday Times’’ über den Brief Balfours, Lloyd Georges und Smuts London, 23. Dezember. (JTA.) “Sunday Times” besprechen im Leitartikel zustimmend den von Lord Balfour, Lord George und General Smuts in den “Times” veröffentlichten Brief, in dem diese Staatsmänner zur restlosen Verwirklichung der Balfour-Deklaration auffordern; die Zeitung meint, daß der in dem Brief gemachte Vorschlag, eine Kommission aus autoritativen Persönlichkeiten zur Ausführung des Palästinamandates einzusetzen, mit ziemlicher Sicherheit von der englischen Regierung angenommen werden wird. Die englische Schlachthoibill berücksichtigt das jüdische Ritual London, 22. Dezember. (JTA.) Die soeben von Colonel Moore im Unterhaus eingebrachte und vom Commander Kenworthy und Sir Archibald Sinclair unterstützte Schlachthausbill, die Vorschriften für humanes Töten der Schlachttiere enthält, setzte mit Bezug auf diese Vorschriften eine Ausnahme für Juden und Mohammedaner fest, denen in keiner Weise verwehrt sein darf, Tiere gemäß den Vorschriften ihrer Religion zu schlachten, sofern den Tieren nicht unnötiges Leiden zugefügt werde. Gemeinden-u. Vereins-Echo Hebräische Sprachkurse München Endgültiger Stundenplan für das Wintersemester: Mo 7.30-9 Uhr 1 9—10 Uhr 10-11 Uhr Kurs V Kurs II | Kurs I Di 5- 6.15 U hr! Kinderku rs j 111 7.15-8.15! K J.V.-Kurs! _1 8.15 —9.30 Bibelkurs | _____ J - Mi 4.15-5.15 Kinderkurs I . 5.15-6.30! Kinderkurs 1 11 1 7-8.15 Uhr Kurs III IV! 8.30- 9.30! Jesaia-Kurs Do 7.15-8.15 8.15-9.15 LtKurs II Kurs I | Außer den obigen Kursen ist vorgesehen, einen Grammatikkurs abzuhalten, der jeden Donnerstag abend stattfinden soll. Vorherige Anmeldung der Teilnehmer im Unterrichtslokal, Herzog-Rudolf-Straße 1, ist unbedingt erforderlich. Gesuche um Ermäßigung des Schulgeldes können nur bis zum 15. Januar berücksichtigt werden Jeder üfegg null fid) rafd) unb griinblid) rafieren. <£r feßt besßalb betn iRafiermaffer eine 22tefferfpiße 99£xfa?a&anefünniGTl Köiser^Scmx“ gu, ber bas SRafieren ungemein erleichtert, bie ©djournbilbung förbert, luftiges trennen mäßreub unb nad) bem hofieren uerßinbert unb bie jftar.t elaftifd) unb glatt roerben läßt. S)ie höftlichc Parfümierung "trägt bagu bei, bas Präparat nie tuieber 31t miffen. — 3lt hoben in allen einfdjlägigcn ©efdjäften. Verlangen 6ie ©ratisprobe unb Sj3ro}peht mittels biefer 2lngeige. — Heinrich snaeßf., ZUm a. £>• 1

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