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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1933-01-01 · XVIII (1933) · p. Seite 350

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVIII (1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 350 (sequence 356)
Language
German
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350 Bedingung, daß die Einnahmeposten keiner Kürzung unterliegen sollen. Die Forderung der Regierung ist vom administrativen Standpunkt sicher recht und billig, sie führt aber unaufhaltsam zu einer Senkung des jetzigen Niveaus des Unterrichtswesens. Die Regierung schrickt vor dieser Perspektive nicht zurück und fordert in ihren Vorschlägen eine Reduzierung der Volksschule auf 6 oder gar 5 Klassen und eine große Einschränkung der höheren Klassen. Der Jischuw kann einer solch großen Einschränkung des Volkunterrichtes nicht zustimmen. Um die Volksschule zu erhalten, liât er schon im Jahre 5693 die Kindergärten zu unterstützen aufgehört und sich mit einer minimalen Unterstützung der Mittelschulen begünstigt. Es scheint, daß all diese Sparmaßnahmen und Einschränkungen zur Erhaltung der Volksschule nicht genügen, und wir sehen die einzige Lösung dieser Frage in unserer berechtigten Forderung, daß die Regierung ihre Unterstützung des jüdischen Schulwerkes erhöht. Wir ringen mit dieser Frage auch jetzt wieder bei der Vorbereitung des Budgets 5694. Dem neuen Jahre entgegen. Die Übergabe des Erziehungswesens an den Waad Leumi bedeutet eine neue Periode in der Geschichte der Erziehung im Lande. Der Jischuw wird reif und seine Entwicklung fordert es, daß die Knesseth Israel und das Organ, das den Jischuw vertritt, der Waad Leumi, auch die Erziehungsangelegenheiten leite. Diese Übergabe zeigt auch deutlich ,die finanzielle Autonomie des Jischuw in Erziehungsfragen. Während es Jahre gab, in denen die Zionistische Organisation 80% und auch 90% des Erziehungsbudgets aufbrachte, sind wir jetzt so weit, daß der Jischuw den größten Teil des Erziehungswesens aus eigenen Kräften erhält. Wenn wir den Anteil der Regierung am Budget, der ja auch zum großen Teil aus den Geldern des jüdischen Jischuw kommt, miteinberechnen, so sehen wir, daß viele Orte 80% und auch über 90% der Ausgaben tragen. (Tel Aviv, Rechoboth, Chedera, Neß Ziona,, Petach Tikwa usw.) Der Anteil der Zionistischen Organisation war im Jahre 5692 £P 100,000.—:, im Jahre 5691 über £P 77.000.— und wurde in den letzten zwei Jahren auf £P 40,000.— verringert. Trotzdem kann eine gesunde Entwicklung des Erziehungswesens nicht gesichert werden, wenn die Zionistische Organisation nicht auch In Zukunft im notwendigen Maße am jüdischen Erziehungswesen teilnimmt. Vom nationalen Standpunkte können wir die Erziehung der Kinder in den Orten des alten Jischuw, dessen finanzielle Kraft noch gering ist und der auch nicht die minimalen Mittel zur Erziehung seiner Kinder hat, nicht vernachlässigen. Unsere Aufgabe ist es, aus jedem. Einzelnen eine Kraft zu machen, die' sich in den allgemeinen Rahmen des Aufbauplanes des; Landes einfügt. Und dazu brauchen wir eine kulturelle Höhe im nationalen Geiste der neuen Generation. Der Verzicht der Leitung des Erziehungswesens auf die. Unterstützung der Kindergärten traf in erster. Linie die. armen Schichten dès alten Jischuw, die auf eigene' Rechnung keine Kindergärten eröffnen konnten. Die Kinder dieser Schichten, die die Kindergärten mehr als andere brauchen, blieben jetzt in sozialer und pädagogischer Hinsicht vernachlässigt. Wenn die Zionistische Organisation sich nicht genügend beteiligt,

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