Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 349 (sequence 355)
- Language
- German
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349 Die Verhandlungen mit der Regierung. Im Unterrichtsjahr 1927/28 wurde die Regierungsunterstützung für das jüdische Schulwerk mit einer Stimme von etwa fP 20.000.— festgesetzt. Seitdem wuchs der jüdische Jischuw in ansehnlichem Maße und auch das Regierungsbudget für die allgemeine Erziehung im Lande wurde erhöht. Deshalb stand die Unterstützung der Regierung nicht mehr im rechten Verhältnis zu den neuenxstandenen Bedingungen und die Jewish Agency forderte deshalb, daß die Regierung ihren Anteil am Budget des jüdischen Schulwerkes erhöhe. Die Jewish Agency forderte eine Erhöhung auf Grund des Prinzips, daß die Regierung für die Erziehungsbedürfnisse des jüdischen Jischuw ebenso zu sorgen hat wie für die des arabischen Jischuw. Diese Forderungen wurden noch durch folgende Faktoren verstärkt: a) Die finanzielle Zwangslage der Jewish Agency, die sie der Möglichkeit beraubte, die notwendigen Summen für die Erziehung beizusteuern, b) die Steigerung der Regierungseinnahmen durch die jüdische Einwanderung und die Entwicklung des jüdischen Jischuw. Die Regierung lehnte die Bitten der Jewish Agency jedesmal ab, da sie erstens die genauen Zahlen der für das Jahr 1931 festgesetzten Volkszählung abwartete und zweitens Bedingungen stellte,' die die Erhöhung ihres Anteiles von Änderungen des Erziehungsstatuts und der Gehälterskala der Lehrer abhängig machten. Diese letzten Forderungen der Regierung wurden der Jewish Agency noch im Jahre 1927 überreicht. Aus verschiedenen Gründen aber — hauptsächlich wegen der Änderungen in der Leitung des Unterrichtswesens, die im Zusammenhang mit dessen Übergabe an den Waad Leumi stattfinden. sollten — wurden diese Forderungen nicht erfüllt. Die verschiedenen Änderungen, die durch die Leitung des Erziehungswesens vorgeschlagen wurden, befriedigten die Regierung nicht, und sie erklärte noch im Jahre 5692,, daß sie die'Unterstützung des Erziehungswesens unterbrechen werde, wenn die Forderungen, die sie in den letzten Jahren gestellt hatte, nicht erfüllt werden sollten. Die neue Leitung des Erziehungswesens verpflichtete sich, der Regierung einen Vorschlag für Verbesserungen in der Arbeit bis Anfang* 1933 zu überreichen. Die Interpretierung dieser Fragen durch die Regierung erforderte langwierige Verhandlungen mit dem Erziehungsdepartement, der Finanz Verwaltung und mit dem Chef Sekretariat der Regierung. Endlich' bewilligte die Regierung eine Erhöhung ihrer Unterstützung des jüdischen Schulwerks — wenn auch nicht im erforderlichen und den Verhältnissen entsprechenden Maße — und setzte ihren Anteil für das Jahr 5694 mit £P 25,254, gegenüber bisher fP 19.190, fest. Außerdem wurden mit dem Erziehungsdepartement der Regierung ständige Verhandlungen über die Festsetzung des Budgets für unser Erziehungswerk geführt. Die Regierung fordert von der Leitung des jüdischen Erziehungswerkes mit allem Nachdruck, daß die Auszahlung der Gehälter regelmäßig vor sich gehe und ist daher gegen ein zu großes Budget, das Zahlungsschwierigkeiten mit sich bringt. Die Gesundung des Erziehungswerkes sei nur unter der Bedingung eines wirklich geordneten und ausgeglichenen Budgets möglich, welches eine regelmäßige Gehaltsauszählung verbürge. Sie fordert deshalb eine Verkleinerung des Budgets unter. der