Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 343 (sequence 349)
- Language
- German
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343 hungswesen vorlegen. Die Bestätigung des von der Jewish Agency geleisteten Beiträges hängt von einer begründeten Balancierung des Budgets ab. Die JeAvish Agency behält sich das Recht vor, ihrerseits Vorschläge zu den verschiedenen Posten des Budgets mit dem Recht einer beratenden Stimme zu machen. 5. Der Beitrag der Jewish Agency wird in monatlichen Raten ausgezahlt und der Waad Leumi muß ihr allmonatlich einen Finanzbericht vorlegen. Auf Grund dieser Erklärung und dieser Bedingungen wurde ein Protokoll über die Übergabe des Erziehungswesens von der Jewish Agency an die Knesseth Israel verfaßt und durch die Vertreter beider Teile am 2. Dezember 1932 unterfertigt. In diesem Protokoll wird der Beschluß, der von der Jewish Agency und dem Waad Leumi im Einvernehmen gefaßt wurde, niedergelegt, wonach der Waad Leumi zur Leitung der Erziehungswesens eine „Leitung (Waad Hamnahel) des Erziehungswesens der Knesseth Israel" einsetzt, welche aus fünf Mitgliedern zusammengesetzt ist, und zwar Vertretern der Knesseth Israel, der Jewish Agency und des Jischuw. Auch die Palästina-Regierung hat die Übergabe des Erziehungswesens von der Jewish Agency an die Knesseth. Israel offiziell anerkannt. Jede Verhandlung mit der Regierung über Erziehungsangelegenheiten wird durch die obengenannte Leitung geführt. Die Übergabe des Erziehungswesens an die Knesseth Israel wurde seit Anfang 5693 durchgeführt und die Arbeit dieses Jahres wurde schon durch diese Leitung geführt. Ihre erste Arbeit war die Festsetzung* des Budgets, die Sicherung der Auszahlung der Gehälter und die Ausarbeitung eines neuen Erziehungsstatuts. Die Schwierigkeiten, die bei dieser Arbeit auftauchten, waren sehr groß. Im Budget mußten neue Streichungen erfolgen und die Summe von fP 40.000.—, die von der Jewish Agency bewilligt wurde, war nicht sicher. Die Lehrerorganisation und ein Teil der Öffentlichkeit begegnete der neuen Leitung mit Zweifel und auch Mißtrauen. Einige Kolonien und Stadtverwaltungen machten sich noch nicht ganz von separatistischen Neigungen frei; sie befürchteten, man würde die Gelder gut organisierter Gemeinden für die Schulen der mit den Zahlungen rückständigen. Gemeinden verwenden. Ein den neuen Bedingungen entsprechendes Statut, war noch nicht ausgearbeitet und es gab in der Leitung verschiedene wichtige Angelegenheiten, über die zwischen den verschiedenen Institutionen Meinungsverschiedenheiten herrschten. Verschiedene Fragen früherer Verpflichtungen, die mit der Übernahme des Erziehungswesens verbunden, waren, mußten geklärt werden. Es gab Fragen, über die man lange Verhandlungen mit der Regierung, mit der Jewish Agency, mit den Lehrern, mit der Stadt Tel Aviv, mit den Kolonien führen mußte. Wir könnein mit. Genugtuung feststellen, daß diese Arbeiten von Erfolg gekrönt waren und. die Hindernisse allmählich vom Wege der Erziehungsarbeit verschwanden.. Die größte Schwierigkeit war die Regelung der Auszahlung der Gehälter.. Es zeigte sich schon am Anfang des Jahres, daß die Jewish Agency ihren Anteil nur in Wechseln auszahlen könne, und es erforderte große Anstrengung, diese in Geld zu verwandeln. Es wurde ein Übereinkommen zwischen dem Waad Leumi und der Lehrerorganisation getroffen, nach welchem sieb der Waad Leumi verpflichtete, neun Monatsgehälter bar in Monatsraten zu.