Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 344 (sequence 350)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/9038125-9093599--3102-9089690- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
344 bezahlen und den Best des Gehaltes am Anfang des nächsten Jahres in Wechseln auszuzahlen. Der Plan der Gehälterauszahlung wurde verwirklicht. Dieses Jahr, das erste Jahr der Leitung durch die Knesseth Israel, war nach langer Pause das erste, in welchem die Gehälter ordnungsgemäß ausgezahlt wurden. Die Leitung stand in ständiger Verbindung mit der Regierung. Die Arbeit in den Schulen wurde ohne Unterbrechung geführt und das Jahr verging in einer Stimmung ruhiger und geordneter Arbeit. Das Vertrauen der verschiedenen Kreise des Jischuw zur Leitung stieg, und auch die Bauernorganisation, die sich zur Übergabe des. Erziehungswesens an die Knesseth Israel negativ verhalten hatte, drückte ihre Zufriedenheit über den Gang der. Arbeit und die Lage aus. Der Jischuw, auch die früheren Zweifler, weiß die durch die Leitung in der Richtung der Einheit des Erziehungswesens und der Vervollkommnung der Leitung geleistete Arbeit zu würdigen. Sie hat das Erziehungswesen vor der drohenden Zersplitterung gerettet. Das Leben hat also die Berechtigung der Lösung der Erziehungsfrage erwiesen und hat alle Befürchtungen, die an die Übergabe des Erziehungswesens an eine neue Leitung geknüpft worden waren, widerlegt. Man kann sagen, daß das Erziehungswesen endlich in die richtigen Hände gekommen ist. Es gibt eine Institution, die für das Erziehungswesen sorgt und seine Einheit und Entwicklung betreut. Budget 5692. Vom 17. Zionistenkongreß wurde der Anteil der Jewish Agency am Budget des Erziehungswesens für das Jahr 5692 mit £P 56.000 (gegenüber £P 77.785 im Jahre vorher) festgesetzt. Es stellte sich aber nachher heraus, daß auch diese verkleinerte Summe die materiellen Kräfte der Jewish Agency überstieg, und sie faßte daher nach dem Kongreß den Beschluß, ihren Anteil weiter zu verringern und ihn mit fP 40.000 festzusetzen. So wurde das Erziehungsbudget im Vergleich zum Vorjahre um £P 37.785 verkürzt. Diese große Verkürzung brachte die Leitung des Erziehungswe&ens in eine schwierige Lage und führte zu zwei Monate dauernden Erschütterungen in der Arbeit. Um die Frage des Budgets zu lösen, wurde beschlossen, in folgenden Arbeits zweigen Sparmaßnahmien durchzuführen: 1. Kindergärten. Die Kindergärten in organisierten Genieinden wurden überhaupt aus unserer Kompetenz ausgeschlossen. Wir begnügten uns damit, diesen Kindergärten eine minimale Unterstützung zukommen zu lassen. Zugleich schlössen wir einige Kindergartenklassen in Jerusalem, Tiberias und Safed. Selbstverständlich waren diese Sparmaßnahmen mit einem großen ideellen Verlust verbunden, da wir gezwungein waren, insbesondere Kinder in den Städten des alten Jischuw aus den Kindergärten hinauszunehmen. Dadurch wurde erspart eine Summe von etwa £P 6000.—. 2. Volksschulen. Wir faßten den Beschluß, keine neuen I. und II. Klassen auf unsere Rechnung zu eröffnen und in jeder Schule nur die Klassenzahl des vorigen Jahres zu belassen. Dadurch wurde die Überfiillung der Klassen vergrößert. Wir vereinigten Klassen, deren Schülerzahl nicht 45 überschritt. Dadurch ersparten wir über £P 2000.—. 3. Lehrerinnenseminare in Jerusalem und Tel Awiw. Wir verwandelten diese Institutionen in Institutionen der Kategorie B (unterstützte Schulen) und ersparten auf diese Weise f P 1600.—.