Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 295 (sequence 301)
- Language
- German
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295 der vorjährigen Saison. Von der Ernte 1931/32 gehörten etwa 45% jüdischen Gärten; von der diesjährigen Ernte wahrscheinlich über 50%. Trotzdemi die Menge der Früchte in diesem Jahre um etwa 300.000 Kisten gegen das Vorjahr stieg, wurde der Preis nicht herabgedrückt. Obgleich noch keine allgemeine Aufstellung der Verkäufe verfügbar ist, kann man doch bereits feststellen, daß der Preis einer Kiste Frühorangen in diesem Jahre 4 Shilling und der einer Kiste ausgereifter Orangen 5y2 Shilling, bei einem Durchschnitt von fünf Shilling am Baum, war. Die Gesellschaft Pardeß hofft diesen Preis noch steigern zu können. Die von Genossenschaften und eingeführten Gesellschaften in Palästina erzielten Preise waren höher als die von solchen Personen, die ihre Verkäufe privat durchgeführt hatten, und von Kleinsiedlern erzielten. Die Konjunktur für Anlage von Orangenpflanzimgen hält in vollem Maße an. Schätzungsweise war die gesamte angepflanzte Fläche Ende 1932 etwa 160.000 Dunam, wovon 95.000 Juden gehören. Die Neupflanzungen im Jahre 1933 schätzt man auf etwa 30.000 bis 35.000 Dunam nur von jüdischer Seite. Bis Ende 1933 wird die gesamte bepflanzte Fläche demnach über 200.000 Dunam betragen. Die Frage des Absatzes für die rasch steigende Produktion dieser Gärten, die in den nächsten zehn Jahren bis auf zwanzig Millionen Kisten kommen wird, erhebt sich mit großer Intensität. 13. Grapefruit. Unsere Siedlungen im Jordantale bringen alljährlich ihre Grapefruit als erste auf den Markt. Zu Anfang Oktober lieferten sie etwa 2500 Kisten nach Europa, En Charod etwa 600 Kisten. Unsere Nuris- Siedlungen pflanzten in den letzten zwei Jahren etwa 650 Dunam Grapefruit. Im allgemeinen sind diese Pflanzungen in gutem Zustand. In der letzten Saison wurden etwa 260.000 Kisten Grapefruit ausgeführt und der Durchschnittspreis erreichte 8y2 Shilling pro Kiste. 14. Tafeltrauben. Die gesamte bepflanzte Fläche im Emek betrug etwa 2465 Dunam, größtenteils der Sorten Muskat Hamburg (30%), Chasselaa (30%), Muscat d'Alexandrie (20%), Datties de Beyrouth (15%). Es besteht starke Nachfrage nach erstklassigen Trauben, deren Preis recht zufriedenstellend bleibt. Der Durchschnittspreis von 7 Mil pro Kilogramm in der letzten Saison brachte unseren Siedlern Gewinn. Die' Gesamtverkäufe der Tnuva im letzten Jahre waren 514 Tonnen gegen 433 im Vorjahre, der Gesamt-Bruttoertrag £P 7114 gegen £P 5433, der Durchschnittspreis £P 13.062 pro Tonne gegen £P 11.235. Der Wert der direkten Verkäufe an von den Siedlern hergestelltem Traubensaft und Kosinen durch die Siedler an Kaufleute und der von den Siedlern selbst konsumierten Trauben kann auf etwa fP 2500 geschätzt werden. Versuche mit dem Export der im Emek geernteten Trauben waren nicht von Erfolg. 15. Kartoffeln. Versuche zwecks Produzierung von Frühkartoffeln in Palästina für Märkte in England und auf dem Kontinent wurden von unserer Versuchsstation vor vier Jahren begonnen. Sortenversuche, Experimente bezüglich der Pflanzungs- und Erntezeit, der Sortierungsmethode und des Transportes wurden durchgeführt. Methoden zur Konservierung von Saatkartoffeln während des Sommers wurden gefunden. Eine Versuchssendung ging im Dezember 1931 nach London und der Marktbericht