Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 235 (sequence 241)
- Language
- German
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235 aber beabsichtigten die Unternehmer nur ein paar Juden bei hochqualifizierten Arbeiten zu beschäftigen und im übrigen das reichliche Angebot von Arbeitern aus den Dörfern auszunützen., Zwischen dem Jerusalemer Arbeiterrat und den Unternehmern brach ein Konflikt aus. Der Eat zog die qualifizierten Arbeiter zurück und drohte so die sehr dringende Arbeit stillzulegen, wenn nicht Juden auch für einen Teil der unqualifizierten Arbeit herangezogen würden. Die vom Distriktskommissär erbetene Vermittlung des politischen Departements führte zu einer Einigung, durch die die jüdischen Arbeiter ihren gerechten Anteil erhielten. Im ganzen führte die Tatsache, daß das Arbeitsprogramm der Stadtverwaltung Jerusalem in den letzten beiden Jahren größtenteils aus Bauarbeiten und nicht aus Straßenbauten bestand, zu einer beträchtlichen Erhöhung des Anteils jüdischer Arbeiter. Für die Zukunft besteht keine Sicherheit für die Position der jüdischen Arbeiter und es werden weitere Anstrengungen gemacht werden, um durch eine endgültige Regelung wenigstens die Hälfte der Gemeindearbeiten für sie sicherzustellen. Der Hafen in Haifa. Die Bemühungen, die dem jüdischen Arbeiter seine bedeutende Stellung in den Steinbrüchen des Hafens in Athlit sicherten, liegen vor der Berichtszeit. Das politische Departement drängte weiter auf Steigerung der Zahl jüdischer Arbeiter bei den Arbeiten in Haifa selbst und es wurden auch gewisse Erfolge erzielt. Die Zahl jüdischer Arbeiter beim Hafenbau stieg zu Beginn der Berichtsperiode und erreichte im Januar 1932 den Anteil von 23% der ganzen Belegschaft. Der Anteil an der Lohnsumme war natürlich höher. Seither sank dieser Prozentsatz wieder infolge un verhältnismäßiger Entlassungen. Seit sich der Hafen der Fertigstellung nähert, ist der Beschäftigungsgrad im allgemeinen gesunken. Im September 1932 beglückwünschte die Exekutive die zur Auflassung kommende Gruppe jüdischer Steinbrucharbeiter in Athlit und die Arbeiterorganisation, .die sie aufgestellt hatte, zu dem glänzenden Erfolg eines einzigartigen Versuches, der einen neuen Rekord körperlicher Leistungsfähigkeit und organisatorischer Tüchtigkeit jüdischer Arbeiter aufgestellt hatte. Die Grundlage dieses Erfolges war die Annahme eines Richtlohnes von 150 Mil für den Neunstundentag, gemäß den Bestimmungen des Gesetzes über die Palästina- und Ostafrika-Anleihe, eines an sich für den jüdischen Arbeiter nicht ausreichenden Lohnes, aber einer Basis, auf der er durch seine Anstrengungen ein besseres Resultat erzielen konnte. Bezüglich gewisser in der trockengelegten Zone des Hafens aus Geldern der Palästinaanleihe durchgeführter Arbeiten hatte die Exekutive sich darüber zu beschweren, daß die Richtlohnklausel nicht beachtet und infolgedessen kein einziger jüdischer Arbeiter beschäftigt wurde. Da nun der Bau des Hafens von Haifa dem Abschluß entgegengeht, wandte das politische Departement sich der Aufgabe zu, den jüdischen Arbeitern einen angemessenen Anteil an den neuen und wachsenden Beschäftigungsmöglichkeiten zu sichern, die mit dem Betrieb im neuen Hafen zusammenhängen. Die Grundlagen jüdischer Ansiedlung in Haifa und seiner Umgebung zu erleichtern und den größtmöglichen Anteil an der gewaltigen, mit der Hafeneröffnung einsetzenden Entwicklung zu sichern, war sichtlich eine der dringendsten Aufgaben jüdischer Wirtschaftsstrategie. Die ent-