Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 234 (sequence 240)
- Language
- German
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234 gestellter öffentlicher Arbeiten beschäftigten arabischen und jüdischen Arbeiter bei Jahresschluß veröffentlicht werden solle. In ihrer Antwort begrüßte die Exekutive die Verfügung als die Beendigung einer langen Zeit der Unsicherheit und als Festlegung eines Arbeitssystems, das hoffentlich zu erheblicher und ständiger Steigerung der Zahl der von der Regierung beschäftigten jüdischen Arbeiter führen würde. Sie kündigte jedoch gleichzeitig ihre feste Absicht an, auf eine Steigerung dieses Anteils hinzuarbeiten, damit er sich dem jüdischen Anteil an den Staatseinkünften, der inzwischen wesentlich gestiegen sei, stärker annähere. Sie stellte eine Reihe von Forderungen wegen der Durchführung des Systems, daß zum Beispiel der Anteil der jüdischen Arbeiter sich auf alle Arten gelernter und ungelernter Arbeiten erstrecke, daß vierteljährig Besprechungen mit der Jewish Agency zur Auswahl der für jüdische Arbeiter geeigneten Posten abgehalten werden und daß die Jewish Agency nicht einmal, sondern viermal im Jahre Informationen über die Zahl der beschäftigten Araber und Juden und die ihnen bezahlten Löhne erhalten solle. Sie verlangte auch, daß bei der Vergebung von Notstandsarbeiten die Ansprüche der jüdischen, von der Dürre betroffenen Siedlungen entsprechend berücksichtigt werden. Die Exekutive wird nunmehr die Durchführung dieses Systems zu überwachen und Schritte zu unternehmen haben, um den Anteil der jüdischen Arbeiter bei den Eisenbahnen, Posten und Telegraphen festzulegen, Arbeitsgebiete, die bisher vorübergehend aus den Verhandlungen ausgeschaltet waren. Arbeiten der Stadtverwaltungen. Bezüglich der Gemeihdearbeiten in gemisehtnationalen Städten, die auch unter die Formel des MacDonald- Brieles fallen, war die Situation am Anfang der Berichtsperiode ebenso unbefriedigend, wie bei den öffentlichen Arbeiten. Natürlich kam die Festlegung eines einheitlichen Verteilungsschlüssels für alle Städte nicht in Frage, sondern eher die Berücksichtigung der jüdischen Bevölkerungsanzahl in jeder einzelnen Stadt. Die von der Exekutive und der jüdischen Arbeiterorganisation gemachten dringenden Vorstellungen führten im Juli 1932 zu einer Weisung des Distriktskonimisisärs de« Norddistriktes an die Stadtverwaltung Haifa, wonach diese ein Drittel der Gemeindearbeiten jüdischen Arbeitern zuweisen, sollte. Der Weisung wurde auch im großen und ganzen entsprochen. Analoge Ansprüche in Jerusalem veranlaß ten den Distriktskommissär, versuchsweise die Anbötsteiler aufzufordern, im voraus zu erklären, in welchem Verhältnis sie Juden und Nichtjuden beschäftigen wollten, so daß bei Vergebung des Kontraktes der den Juden zugesagte Anteil in Rücksicht gezogen werden könne. Der Versuch erzielte, daß bei einem Kanalisationskontrakt jüdische Arbeiter einen höheren Anteil erhielten, als es sonst der Fall gewesen wäre. Bei einem späteren Kontrakt für den Bau eines großen Wasserreservoirs in Romema wurde keine Sicherung für jüdische Arbeiter vorgesehen. Die offizielle Entschuldigung dafür war, daß der jüdische Anteil wohl automatisch durch das Überwiegen von Eisenbetonarbeiten bei diesem Bau gesichert sei, auf welchem Gebiet jüdische Arbeiter sozusagen ein Monopol besäßen. In der Praxis