Mannheim
Compact Memory

Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1933-01-01 · XVIII (1933) · p. Seite 232

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVIII (1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 232 (sequence 238)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
94% known words query
IRI
…/9038125-9093599--2990-9089578
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

232 politische Departement suchte gegenüber den von der Regierung angeführten, auf eine Verringerung des jüdischen Anteils hinzielenden Faktoren andere hervorzuheben, die für seine Erhöhung sprechen, vor allem die Mandatsverpflichtung, jüdische Einwanderung und Ansiedlung zu erleichtern. Sie zog den Schluß, daß diese entgegengesetzten Faktoren einander ausglichen und der jüdische Anteil an öffentlichen Arbeiten also nach Recht und Billigkeit dem jüdischen Anteil an der Besteuerung angepaßt werden müsse. Zunächst war die Frage, zu einer Übereinstimmung über die schätzungsweise Höhe dieses Anteils zu kommen, welche jüdische Sachverständige mit 40 bis 45% beziffert hatten. Das statistische Departement der Exekutive führte eine gründliche Untersuchung durch, deren Ergebnisse in das Memorandum an die Regierung aufgenommen wurden und den Anteil der jüdischen Gemeinschaft an der Steuerlast mit 43% der Gesamteinkünfte feststellten. Zu den „Einkünften" wurden sowohl Zahlungen für Leistungen einschließlich der Einnahmen der Eisenbahnen, der Post- und Telegraphenverwaltung usw. als auch die eigentliche Besteuerung gerechnet. Es ergaben sich folgende Ziffern für die Steuerbelastung der jüdischen Bevölkerung". Prozent der Betrag Gesamteinkünfte Steuern . . ................ £P 701.000 39-5 % Bruttoeinnahmen der halbgeschäftlichen Betriebe.................. 249.000 52-0 Verschiedenes, einschließlich Gerichtstaxen 91.000 47*0 Summe . . £P 1,041.000 43.0 % Es folgte eine Reihe von Unterredungen zwischen Dr. Arlosoroff und dem stellvertretenden Schatzmeister der Palästina-Regierung mit gelegentlicher Beteiligung des Statistikers der Jewish Agency, des Zoll- und Handelsdirektors, des Leiters der Volkszählung und anderer Regierungsbeamten. Die Berechnungsgrundlage wurde auf Verlangen der Regierung so modifiziert, daß die halbgeschäftlichen Unternehmungen ausgeschlossen und einvernehmlich besonderer Erwägung vorbehalten wurden. Jeder der übrigbleibenden Posten wurde bis ins einzelne analysiert. Die Berechnungen der Regierung differierten in vielen Punktenvon denen der Jewish Agency und als Ergebnis wurde der jüdische Anteil an der eigentlichen Besteuerung mit 36-6% fixiert. Selbst diese reduzierte Schätzung bedeutete, daß der Beitrag der jüdischen Bevölkerung zu den Staatseinkünften doppelt so groß war wie ihr Prozentsatz innerhalb der Gesamtbevölkerung, oder daß der jüdische Bevölkerüngsteil pro Kopf dreimal soviel leistet wie der nichtjüdische Teil. Diese Feststellungen wurden auf Grund von Materialien aus dem Jahre 1930 gemacht. Wenn sie auf den heutigen Stand gebracht werden, ist das Anwachsen der jüdischen Bevölkerung seither, die gewaltige Steigerung der Zolleinnahmen und der erhöhte Betrag der städtischen Grundstücksteuer und anderer Posten zu berücksichtigen, zu welchen die Juden weit über ihren zahlenmäßigen Anteil hinaus beitragen. Die Einigung über den Anteil an den Regierungseinkünften führte

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.