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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1933-01-01 · XVIII (1933) · p. Seite 222

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVIII (1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 222 (sequence 228)
Language
German
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IRI
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222 der juristische Beisitzer auf Grund des gesamten vorliegenden Materials eine Prüfung durchführen. Die von ihm provisorisch anerkannten Ansprüche sollten wiederum zu weiterer Stellungnahme an die Jewish Agency geschickt werden. In der Praxis erwies sich die strenge Befolgung dieses Vorgangs in allen Fällen als unmöglich. Während ein großer Teil der Eingaben in ursprünglicher Form an die Jewish Agency geleitet wurde, wurde von anderen nur der provisorisch anerkannte Teil übermittelt. In jedem Fall erhielt die Jewish Agency volle Möglichkeit, alle Ansprüche, die ernstlich in Erwägung kamen, zu begutachten. Das politische Departement setzte dafür ein aus einigen Beamten jüdischer Bodengesellschaften und führenden Juristen unter dem Vorsitz von Herrn S. Horowitz, Advokaten, bestehendes Komitee ein. Die eigentliche Arbeit der Beschaffung authentischer Information über das Vorleben und die jetzige Lage der Gesuchsteller wurde von Herrn J. Lubman von der Palestine Land Development Company geleistet, dessen Arbeit hier dankbar anerkannt wird. Die Arbeit erforderte sehr viel Zeit und Mühe und keine Anstrengung wurde gescheut, um die Untersuchung so gründlich wie möglich zu gestalten. Für die Einreichung von Gesuchen war zwar kein Endtermin gesetzt, doch versiegte der Strom der Eingaben Mitte Dezember 1931. Bei Schluß dieses Monats waren 3737 Gesuche, alles was vorlag, übermittelt. Diese Ziffer erschien im French-Bericht, doch wurde erklärt, daß etwa 1000 darin einbezogene Fälle nicht eigentliche Gesuche der Anspruchsteller seien, sondern auf Informationen der Muchtars im Süddistrikt meist in Bezug auf kleine Bodenparzellen beruhten, die von ihren Dorfgenossen, zum Teil für Bauzwecke, verkauft worden waren. Später wurde auf wiederholte Anfragen zugegeben, daß die Berechnung irrig und die Ziffer im French-Bericht falsch war. Die wirkliche Summe war nicht 3737, sondern um volle tausend weniger. Dann kamen, zwischen dem Datum des French-Berichts und jenem der Erwiderung der Jewish Agency, 460 neue Ansprüche hinzu, so daß die Gesamtziffer schließlich 3188 betrug. Bis Anfang März 1933 hatte der juristische Beisitzer insgesamt 3005 Ansprüche geprüft mit dem Ergebnis, daß 2520 abgewiesen und 570 anerkannt, 83 aber noch in Schwebe waren. Ein Teil der 570 Ansprüche wurde nur provisorisch anerkannt, da die Jewish Agency sie noch nicht begutachtet hatte. Wenn aber selbst angenommen wird, daß sie sämtlich bestätigt werden, war das Ergebnis, daß es sich herausstellte, daß die „mißvergnügte landlose Klasse", die im Shaw- Bericht eine so gewaltige Rolle gespielt hatte, aus rund 600 Leuten besteht, wovon rund die Hälfte erst nach den Unruhen von 1929 „verdrängt" worden waren. Es war klar, daß selbst die provisorischen Untersuchungsergebnisse die Legende von der Verdrängung als einer schweren sozialen Gefahr, die infolge der jüdischen Zuwanderung die Wohlfahrt des arabischen Bauernstandes bedrohe, vernichtet hat. Diese Folgerung ist mit allem Nachdruck und mit größter Genauigkeit in den Absätzen 6, 7 und 8 des Arlosoroff-Memorandums über die French-Berichte und in der spe-

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