Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 220 (sequence 226)
- Language
- German
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220 Es besteht noch keine Klarheit darüber, ob die Mandatarregierung oder die PalästinarRegierung die Absicht hat, die allgemeinen Schlußfolgerungen des French-Berichtes oder die in seinen Anlagen vorgeschlagene Gesetzgebung als Grundlage ihrer Politik anzunehmen. Doch haben gewisse Elemente der Analyse und der Empfehlungen von French, die früher entstanden sind als sein Bericht, ihre praktische Bedeutung behalten und wurden von der Regierung zwecks sofortiger Maßnahmen gutgeheißen. Diese Elemente sind die Wiederansiedlung landloser Araber, wofür 250.000 Pfund von der neuen Zweimillionen-Palästinaanleihe bestimmt werden, und ein schärferer Schutz für bäuerliche Pächter. Die Jewish Agency machte keinen Gebrauch von der ihr gebotenen Möglichkeit, an der Ausarbeitung des Entwicklungsberichtes durch Bestellung des jüdischen Beraters teilzunehmen. Sie sah sich an dieser Bestellung verhindert durch die Tatsache, daß die im August 1931 projektierte Verordnung über Bodenübertragungen mit ihrer lähmenden Tendenz, nicht endgültig fallen gelassen war. Gleichzeitig legte die Exekutive als Voraussetzung weitere Verhandlungen mit der Regierung die Grundsätze der Parität und Gleichzeitigkeit der Zuweisung von Entwicklungsfonds für Aufgaben im Interesse vom Juden, beziehungsweise Arabern fest. Andererseits konnte die Exekutive die Tatsache nicht übersehen, daß die Arbeiten 'der Entwicklungsbehörden, die zunächst als ein Entwicklungsdepartement konstituiert und damit zu einem wesentlichen Bestandteil der Palästinaverwaltung gemacht wurden, lebenswichtige jüdische Interessen betrafen. Demgemäß lieferte sie dem Entwicklungsdirektor Informationsmaterial und suchte ihm den jüdischen Gesichtspunkt des Entwicklumgsproblems klarzumachen. Sie bestand darauf und setzte durch, daß er an der Prüfung der Ansprüche von „verdrängten Arabern" teilnahm. Sie sorgte dafür, daß der Entwicklungsdirektor die jüdischen Siedlungsgebiete besuchte und bereiste, und unterbreitete ihm Vorschläge für die Förderung der jüdischen Siedlungsarbeit. Die Aufgabe, die sich die Exekutive, für welche das politische Departement auftrat, stellte, war also die Verteidigung der jüdischen Interessen in einer solchen Weise, daß die Jewish Agency keine Verantwortung für die Entwicklungspolitik auf sich nahm, die letzten Endes vorgeschlagen werden würde. Enquete über verdrängte Araber. Diese Enquete war die erste Aufgabe,, der sich der Entwiekhmgsdirekto-r nach der Depesche vom 26. Juni 1931 über Entwicklungsfragen zuzuwenden hatte. Sie wurde im September 1931 begonnen und bis heute nicht völlig beendet. Der Entwicklungsdirektor sandte einen Fragebogen an die Distriktsbeamten, der von Leuten (oder in ihrem Namen) ausgefüllt werden sollte, die behaupteten, unter die Begriffsbestimmung „verdrängte Araber" gemäß dem Brief des Premierministers an Dr. Weizmann vom 13. Februar 1931 zu fallen, nämlich: „ ... solche Araber, die nachweislich von den von ihnen okkupierten Böden dadurch verdrängt wurden, daß die Böden in jüdische Hände übergingen, und die keinen anderen Boden, auf dem sie seßhaft werden konnten, noch eine andere gleich befriedigende Beschäftigung erlangten." Als die Jewish Agency im Oktober 1931 die Frage ihrer Mitwirkung bei