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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1933-01-01 · XVIII (1933) · p. Seite 212

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVIII (1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 212 (sequence 218)
Language
German
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212 sachensinn. Er trug wesentlich zur Änderung der Atmosphäre in der Beziehung zwischen dem Jischuw und der Regierung bei, einer Änderung, die nicht zur Beseitigung aller Übel führte, es aber immer schwieriger machte, ihr Weiterbestehen zu verteidigen. Der Jischuw sah in ihm einen der Seinigen. Er war der erste Palästinenser, der als Leiter des politischen Departements wirkte, und alle Kreise wußten, daß er nicht nur über die nötigen repräsentativen Fähigkeiten, sondern auch über eine intime -Kenntnis der Tatsachen und einen untrüglichen Sinn für palästinensische Wirklichkeiten verfügte. Für die jüdischen Arbeiter im Lande war er der Stolz ihrer Bewegung, ein Symbol des Aufstiegs ihrer Klasse zu einer Stellung höchster nationaler Verantwortlichkeit. Selbst jene Teile des Jischuw, die zu Beginn ein gewisses Mißtrauen auf Grund von Partei- oder Klassenunterschieden hatten, anerkannten dann in ihm die höchste repräsentative Persönlichkeit. Er leistete seine politische Arbeit, wie es sich für ein Mitglied des neuen Jischuw ziemt, als ein Mann, für den Zionismus Verwirklichung bedeutet. Mit seiner feurigen zionistischen Phantasie verband er die Fähigkeit, um jeden fußbreit Bodens, um jedes bißchen Kraftzuwachs zu ringen. Unter seiner Leitung wurde das politische Departement zu einem Zentrum fruchtbarer Arbeit, dem Ströme von Informationen und von Ratschlägen freiwillig zuflössen und an das sich jedermann vertrauensvoll um Rat und Hilfe wandte. Der unermüdliche Fleiß des Führers, die Frische und Beweglichkeit seines Geistes, sein unerschöpflicher Reichtum an Einfällen, seine Sicherheit und Tüchtigkeit waren Werte, die das Ansehen und die Autorität der Jewish Agency in den Augen der Juden, Araber und Engländer erhöhten. Insofern das jüdische nationale Heim auf der Kraft lebender Menschen ruht, wurde er zu einem starken Pfeiler des nationalen Blaues. Als er — Opfer eines blinden und wahnsinnigen Fanatismus — fiel, schien der ganze Bau zu erbeben. II. Einwanderung. Arbeiter-Schedules. Die Einwanderung von Arbeitern beschäftigte ständig, insbesondere aber in der letzten Zeit, die dringende und ernste Aufmerksamkeit der Exekutive. Ziffern über die Anforderung und Bewilligung der Schedules enthält der Bericht des Einwanderungsdepartements. Der Einfachheit halber seien sie hier in Kürze angeführt: Zeit Anforderung Bewilligung Prozentsatz Oktober 1931 1.721 350 20.3% April 1932 3.720 2000 53.8 % Oktober 1932 6.760 4500 66.6% April 1933 12.750 5500 43.2% Es ist ersichtlich, daß nach einer relativen und absoluten Aufwärtsbewegung die letzte Schedule einen starken Rückschlag im Prozentsatz der bewilligten Zertifikate gegenüber der Anforderung bedeutet. Die Kürzung war besonders beunruhigend, weil sie mit einer Zeit bedeutenden Fortschrittes der jüdischen Wirtschaft in Palästina einerseits und mit der deutsch-jüdischen Katastrophe andererseits zusammenfiel.

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