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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1933-01-01 · XVIII (1933) · p. Seite 200

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVIII (1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 200 (sequence 206)
Language
German
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200 es für wünschenswert, ihre Auffassung zur Kenntnis zu bringen, was auch in einem1 offiziellen Schreiben des Londoner politischen Departements an das Kolonialamt vom 13. Juli geschah, worin es heißt: Über dieVerwendung des Anleiheerlöses erhielt die Exekutive der Jewish Agency von der britischen Regierung keine Details und iso ist sie in einer etwas schwierigen Lage, da ihr jede amtliche Information fehlt. Der Dienst der Anleihe wird naturgemäß durch die Einnahmen Palästinas selbst gesichert und Zinsen und Amortisation vom palästinensischen Steuerzahler zu tragen sein. Als Ergebnis einer von der Palästinaverwaltung und der Jewish Agency gemeinsam durchgeführten Untersuchung wurde festgestellt, daß der jüdische Beitrag zu den Staatseinkünften Palästinas im Jahre 1931 (mit Ausschluß von Post, Telegraph, Eisenbahnen usw.) ungefähr 37% betrug. Allgemein wird anerkannt, daß in den letzten zwei Jahren die jüdische Arbeit in Palästina einen starken Aufschwung genommen hat, darunter auch solche Tätigkeiten, die der Regierung Einkünfte bringen. Die jüdische Bevölkerung wuchs erheblich an und auch die Menge jüdischen Kapitals, das in den letzten zwei Jahren im Lande investiert wurde, war beträchtlich. Wenn diese Steigerungen und die künftige Entwicklung in Rechnung gezogen wird, darf ich wohl annehmen, daß in der Laufzeit der vorgeschlagenen Anleihe der jüdische Beitrag zu den Staatseinkünften Palästinas mindestens 50% betragen und vielleicht noch einen höheren Prozentsatz erreichen wird. Die Exekutive der Jewish Agency hält es daher nur für recht und billig, daß die jüdischen Interessen bei allen aus dem Anleiheerlös durchgeführten Arbeiten in gleichem Maß wie diejenigen der übrigen Bevölkerung Palästinas berücksichtigt werden sollen. Die Aufgaben der Anleihe sollen anscheinend auf zwei Gebieten liegen, dem ländlichen und dem städtischen. Allem Anschein nach soll die ländliche Entwicklung nicht ohne Zusammenhang mit den in den French-Berichten und in dem ursprünglich von Sir John Hope Simpson vorgeschlagenen und in dem Briefe des Premierministers an Dr. Weizmann erwähnten Entwicklungsplan sein. Die Exekutive gestattet sich darauf hinzuweisen, daß dieser Plan sowohl den Juden als auch den Arabern Nutzen bringen sollte, wie sich deutlich aus dem Hinweis des Briefes des Premierministers an Dr. Weizmann vom 13. FebruaT 1931 auf „eine aktive Entwicklungspolitik, die zu bedeutenden und dauern den Vorteilen sowohl für Juden als auch für Araber führt", ergibt. Die Exekutive begrüßt jetzt wie immer jede Aussicht auf reale und wirksame Hilfe für die arabischen Fellachen zwecks Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und hat für die Pläne ländlicher Entwicklung zu diesem Ziel nur Anerkennung. Die Exekutive muß aber feststellen, daß eine für die allgemeinen Zwecke Palästinas aufgenommene Anleihe nicht gerecht für die Steuerzahler des Landes sein kann, wenn sie nebst Vorteilen für die arabische Landwirtschaft nicht auch entsprechende Vorteile für die jüdische Landwirtschaft sichert. Eine Anzahl jüdischer Kolonien und Siedlungen benötigen bessere Wasserversorgung, gesteigerte Bewäsiserungsmöglichkeiten, neue Straßen und andere Entwicklungsarbeiten und die Exekutive erlaubt sich vorzuschlagen, daß ein Teil der Anleihe, der dem für arabische ländliche Entwicklung bestimmten entspricht, für Arbeiten in Verbindung mit den Erfordernissen der jüdischen ländlichen Bevölkerung zugewiesen werde. Was etwaige Vorschläge über eine Landwirtschaftsbank betrifft, so hängt die Entwicklung Palästinas in sehr hohem Maße von den Möglichkeiten der — jüdischen und arabischen — kleinen Bodenbesitzer oder Pächter ab, ihre Anwesen zu verbessern und ihre Lebenshaltung zu erhöhen. Der nützlichste Beitrag zur Erreichung dieses Ziels wäre die Vorsorge für langfristige Kredite in relativ kleinen Beträgen. Die Exekutive möchte daher sagen, daß die geeignetste Form einer Landwirtschaftsbank für diese Aufgabe eine Bank wäre, die gemäß dem in dem Berichte Mr. Stricklands enthaltenen Vorschlage errichtet würde, nämlich eine Genossenschaftsbank zur Erteilung langfristiger

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