Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 113 (sequence 119)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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113 tais keine nennenswerte Leistung im Sinne der „Geulath Haarez" zu vollbringen imstande waren. Sobald der Keren Kayemeth infolge der durch die Weltkrise, die Devisensperre und andere Ursachen eintretendem Verminderung seiner Einnahmen gezwungen war, den größten Teil der ihm zur Verfügung stehenden Gelder lediglich für den Abschluß der vorher begonnenen Transaktionen und die Zahlung der für Bodenkäufe in früheren Jahren übernommenen Schulden zu verwenden, ist in der Erweiterung des jüdischen Bodenbesitzes ein Stillstand eingetreten. Dieser Stillstand ist in der Hauptsache dadurch verursacht worden, daß die dem Keren Kayemeth verfügbaren Mittel nicht ausreichend sind, um jene Gebiete des Landes zu erfassen, die noch der Erlösung harren. Es sind noch Möglichkeiten für die Erschließung von Gebieten vorhanden, die bis jetzt zum großen Teil unbeachtet blieben. Allerdings handelt es sich hier um eine Pionierarbeit, die nur das nationale Kapital zu leisten imstande ist. Das private Kapital kann dann in die Fußstapf en des nationalen Kapitals treten. Freilich ist jede Bodenerwerbstätigkeit durch die in Palästina grassierende Bodenspekulation erschwert, welche zu einer ungeheuren Verteuerung des Bodens führt, zu einem für alle Beteiligten äußerst schädlichen Konkurrieren und zu der Konzentration aller Kräfte auf einem einzigen Gebiete der Landwirtschaft, demjenigen der Pflanzungen. Die gegenwärtige Situation zeigt klar, in welchem Maße die Bodenspekulation der „Geulath Haarez" hinderlich ist: sie treibt die Preise unnötigerweise in die Höhe, ruft einen ungehemmten Handel mit Grundstücken und Pflanzungsparzellen hervor, überführt aber keinen neuen Boden in den jüdischen Besitz. Die Erhöhung der Bodeinpreise in der Stadt führt zu einer Steigerung der Mieten, zu einer Erschwerung der Wohnverhältnisse und zu Schwierigkeiten bei der Erlangung geeigneten Bodens für industrielle Unternehmungen. Im Zusammenhang damit zeigt sich die große Bedeutung des Bodenbesitzes des Keren Kayemeth in der Haifa Bay, wo Land vorhanden ist, um industrielle Unternehmungen, die sich in der Umgebung der Hafenstadt niederlassen wollen, damit zu versorgen und Wohnviertel zu errichten. Der in der Nähe der Stadt Haifa gelegene Teil dieses Geländes wurde für die Zwecke der Industrie reserviert. Im Gegensatz zu Tel Aviv wird der Boden dort nicht zu unerschwinglich hohen Preisen, die eine schwere Belastung für die Industrien bilden, zum Kauf angeboten, sondern zu günstigen Bedingungen in Pacht vergeben. Das große Interesse, das die beteiligten Kreise, vor allem die in der letzten Zeit in größerer Anzahl nach Palästina kommenden Industriellen aus dem Auslande für dieses Gebiet an den Tag legen, beweist, daß dasselbe berufen ist, eine hervorragende Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes zu spielen. In diese Berichtsperiode fällt der Beginn der Besiedlung dieses wichtigen Geländes. In dem Wohnviertel wurde durch den Bau der ersten Sch'chunath Owdim (Arbeiter-Wohnviertel) ein Pionierwerk geleistet und damit ein vielversprechender Anfang gemacht. Nach Abschluß der AmeMorationsarbeiten im südlichen Teil des Haifa Bay-Geländes wurden dort in der Arbeitersiedlung etwa 200 Häuser errichtet, denen jetzt weitere 150 folgen sollen. Nördlich davon werden jetzt Vorbereitungen zur 8