Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 112 (sequence 118)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
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112 der Tabelle,genannten dreizehn Jahren drei, die besonders große Erwerbungen aufweisen, welche zusammen über die Hälfte aller jüdischen Bodenkäufe ausmachen. Das Jahr 1921 mit 90.800 Dunam ist das Jahr des ersten großen Bodenkaufes des Keren Kayemeth im Emek Jesreel, im Jahre 1925 "wurden die" Haifa-Bay-Ländereien, 1929 Wadi Chawareth erworben.-AVenn die Jahreszahlen der beiden Tabellen scheinbar divergieren, so ist dies damit zu erklären, daß manche Bodenkomplexe, ehe sie in dem Besitz des Keren Kayemeth übergegangen sind, von anderen jüdischen Bodenkaufsgesellschaften erworben wurden, so z. B. ein Teil der Emek-Ländereien durch die: Palestine Land Development Co. (PLDC) oder die American Zion Commonwealth (AMZIC), das Haifa Bay-Gelände durch die Haifa Bay Development Co. (HBDC) usw. Besonders lehrreich aber sind die Zahlen der drei letzten, als Zeit des Aufstieges, wirtschaftlichen Aufblühens und Zustroms von Kapital bezeichneten Jahre, die, im Gegensatz hierzu, nur minimale Bodenerwerbungen der Juden aufzuweisen haben. 18.000 und 19.000 Dunam pro Jahr sind das magere Ergebnis dieser für die gesamte Wirtschaft Palästinas im übrigen als Periode des Aufschwunges geltenden Zeit. In dieser Epoche ist sehr viel jüdisches Geld dem Kreislauf der palästinensischen Wirtschaft zugeflossen, das teilweise in verschiedenen Unternehmungen angelegt wurde, teilweise noch der Verwendung harrt. Während dieser Zeit ist auch hierzulande eine Bodenspekulation eingetreten, die ihresgleichen bisher in Palästina nicht kannte, und der gegenüber diejenige von 1926 geradezu als ein Kinderspiel bezeichnet werden kann. Ein großer Teil des Geldes ist zweifellos durch Bodenkäufe auf dem Lande und in der Stadt angelegt worden, Es handelt sich aber zumeist uni Käufe, die Juden nicht aus arabischer, sondern aus jüdischer Hand getätigt haben. Dies ist .daraus ersichtlich, daß 1932 18.293 Bodentransaktionen getätigt* wurden . gegenüber 11.821 im Jahre 1926, der Zeit der vierten Alija, wo ebenfalls eine starke Spekulation am Werke war. Daraus ziehen wir die Schlußfolgerung, daß die. großen Kapitalien, welche die Juden in den letzten drei Jahren in Palästina angelegt haben und die viele hunderttausende von Pfunden betragen, das Werk der „Geulath Haarez" nur in sehr geringem Maße vorwärts gebracht haben. Hierin besteht die Lehre, welche das jüdische Volk aus der gegenwärtigen Situation für die Zukunft ziehen soll. Eine größere Einwanderung, ein starker Zustrom von Kapital kann für die Wirtschaft Palästinas nur in dem Falle nutzbringend werden, wenn man für sie Betätigungsgebiete findet, auf denen neue Werte geschaffen werden können, sei es in der Landwirtschaft, sei es in der Industrie. Nichts könnte die Bedeutung des nationalen Kapitals für den Aufbau Palästinas besser illustrieren, als die soeben angeführten Zahlen: das Werk der „Geulath Haarez" kann nicht ohne den Keren Kayemeth vor sich gehen. Hiermit soll in keiner Weise die Bedeutung der Privatinitiative verringert werden, jeder Schritt derselben, soweit er Möglichkeiten für produktive Betätigung .der Juden schafft, ist ein Segen für das gesamte Land. Es ist aber eine . unwiderlegbare Tatsache, daß die Millionen in Palästina investierten Kapi-