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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1933-01-01 · XVIII (1933) · p. Seite 114

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVIII (1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 114 (sequence 120)
Language
German
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IRI
…/9038125-9093599--2872-9089460
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114 Gründung einer städtischen Mittelstandssiedlung mit etwa 250 Häusern getroffen. Aber auch die dem Keren Kayemeth zur Verfügung stehenden relativ bescheidenen Mittel konnten nicht — seiner eigentlichen Aufgabe gemäß — ausschließlich für Bodenerwerb verwendet werden. Die seit den Unruhen von 1929 in Palästina immer wieder auftretenden Streitigkeiten um den Boden, Grenzüberschreitungen und dergleichen Erscheinungen mehr, zwingen den Keren Kayemeth zu außerordentlichen Maßnahmen zur Wahrung seines Grundbesitzes. Zu diesem Zweck mußten seine Böden, noch ehe sie zur Besiedlung gelangen konnten, in einer extensiven Weise bearbeitet werden. Hierfür mußte der Keren Kayemeth (nach Berücksichtigung der Einnahmen, die ihm infolge der Bearbeitung des Haifa Bay- Geländes zuflössen) in der Berichtsperiode LP 2.7,339.000 verausgaben. Außerdem mußte der Keren Kayemeth größere Ausgaben für Steuern mâchera, für welche eigentlich die auf den Böden befindlichen Siedler aufzukommen haben. Nach dem im Jahre 1928 veröffentlichten Gesetz über den Durchschnitts-Oscher ist forma] der Bodeneigentümer für die Steuern verantwortlich, selbst wenn er aus dem Boden keinerlei Nutzen zieht. Für die Regierung ist es einfacher, die Steuer von dem Eigentümer des Bodens einzufordern, anstatt mit Hunderten von Siedlern zu tun zu haben. Für den KKL bedeutet dies aber eine zusätzliche, in keiner Weise gerechtfertigte Belastung. Für diesen Zweck wurden in den Jahren 5691 und 5092 nicht weniger als LP 10.000 ausgegeben. Die Bemühung des KKL, die Siedler zur Zahlung der auf sie entfallenden Steuern zu veranlassen, blieben bis jetzt erfolglos, so daß dem Kerein Kayemeth die Gefahr droht, immer wachsendem Verpflichtungen aus diesem Posten gegenüberstehen. Dies alles hat zur Folge, daß der Keren Kayemeth einen Teil seiner Mittel, statt für seine eigentliche Aufgabe, den Erwerb neuer Böden, für Erhaltung der Böden und Entrichtung der Steuern usw. verausgaben mußte, die mit seiner direkten Tätigkeit nichts zu tun haben. Alle diese Umstände erschweren die Durchführung der primären Aufgabe des Keren Kayemeth — die Schaffung von Bodenreserven für die jüdische Siedlungsarbeit — ungemein. Der gegenwärtig im Besitz des Keren Kayemeth befindliche unbesiedelte Boden stellt nur eine geringe Fläche dar. Nachdem die Ländereien vom Wadi Chawareth im Ausmaß von 30.796 Dunam aufgeteilt wurden, verbleiben nur noch 43.000 Dunam, hiervon 30.653 Dunam im Haifa Bay- Gelände; der Rest besteht aus kleineren Flächen in verschiedenen Orten. Diese Fläche kann in keiner Weise als eine nennenswerte Bodenreserve betrachtet werden; sie wird nicht einmal für die unmittelbar bevorstehenden Bedürfnisse des jüdischen Siedlung s wer kes genügen. Das Gerede von einer ausreichenden Bodenreserve des Keren Kayemeth, das selbst auf zionistischer Seite Zweifel an der Dringlichkeit neuer Bodenerwerbungem durch den KKL weckte, hat sich in jeder Weise als unbegründet erwiesen. Von der früher vorhandenem Bodenreserve, die keineswegs übermäßig groß war, ist so gut wie nichts mehr übrig. Die Vorbereitung von Ländereien für die nächste Kolonisationstätig-

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