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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1933-01-01 · XVIII (1933) · p. Seite 83

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVIII (1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 83 (sequence 89)
Language
German
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IRI
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83 erzieherische Bedeutung. Noch immer muß im jüdischen Volk Propaganda für Palästina geführt werden. Noch immer gibt es weite Kreise, welche sich trotz der Lehren der jüngsten Zeit der zentralen Bedeutung des Palästina- Problems verschließen. Noch immer gibt es große Teile des Volkes, die unter der Not des täglichen Lebens nicht die Energie aufbringen, die Kräfte der Gesamtheit auf das für richtig erkannte Ziel des Palästina-Aufbaues zu konzentrieren und die infolgedessen eine organisiere Palästina-Propaganda brauchen. Die Geschichte der Palästina-Bewegung und speziell die zionistische Arbeit seit dem Weltkriege zeigen aber, daß die Propaganda für Palästina am wirkungsvollsten dadurch geführt wird, daß der Einzelne durch eine seinen Einkommensverhältnissen angepaßte, sich jährlich wiederholende Spende zum persönlichen Interessenten des neuen Palästina wird. Die grundlegende Idee des Keren Hajeisisod (und des Keren Kayemeth) ist ja auch mit der Geschichte der jüdischen Diaspora untrennbar verbunden. Immer haben die Juden der Diaspora ihre Verbindung mit Palästina durch Sammlungen, durch Abgaben an eine zentrale Stelle in Palästina aufrechterhalten. Die Idee der Tempeilsteuer, später der Chaluka, schließlich des Keren Kayemeth Leisrael und des Keren Hajessod sind im jüdischen Bewußtsein tief verankert. Das zeigt nichts besser als die Tatsache, daß auch in diesen zwei Jahren stärkster politischer und ökonomischer Krise eine so große Anzahl von Menschen es für möglich gefunden haben, für den Palästina-Auf bau Geld zu geben, eine Aufgabe, die für den Einzelnen meist nicht zu den drängendsten Notwendigkeiten, nicht einmal zu dea nächstliegenden jüdischen Aufgaben gehört. Wenn weite Kreise des jüdischen Volkes in einer solchen Zeit, in der die Erfüllung der Pflichten gegenüber der Jüdischen Gemeinde, gegenüber den lokalen Wohltätigkeitsorganisationen, gegenüber notleidenden Verwandten und Freunden und nicht zuletzt gegenüber den Anforderungen des jüdisch-religiösen Lebens so schwer geworden ist, Beiträge in dem so selten gewordenen baren Geldle für den Keren Hajessod geben, so dürfen, wir sicher sein, daß es gelingen wird, diese Quelle nationalen Kapitals auf absehbare Zeit dem jüdischen Palästina zu erhalten und aus ihr allmählich eine Kreditbasis für ein System langfristiger und billig verzinslicher Anleihen zu machen. Die schwersten Schläge hat der Keren Hajessod in den letzten zwei Jahren durch die ungeheure Krisis; in den Vereinigten Staaten von Amerika erlitten. Wenn es in den nächsten zwei Jahren gelingt, den Rückgang der Keren Hajessed-Einnahmen in diesem wichtigsten Lande der jüdischen Diaspora auf das durchschnittliche Maß des Sinkens der Einnahmen einzuschränken, das in den übrigen Ländern festgestellt werden muß, so wird damit allein eine erhebliche Verbesserung der Gesamteinnahmen erreicht werden. Was auch bei ökonomischer Krisis für den Keren Hajessod erreicht werden kann, wenn die Zionistische Organisation gesund ist und wenn die politische Vertrauenskrisis ohne entscheidende Bedeutung ist, das beweist die Tatsache, daß die Zionistische Organisation von Südafrika auch in den zwei schweren Jahren eine außerordentlich erfolgreiche Sammlung für den Keren Hajessod durchgeführt hat. 6*

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