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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1933-01-01 · XVIII (1933) · p. Seite 82

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVIII (1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 82 (sequence 88)
Language
German
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IRI
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82 genen zwei Jahre bedeuten einen wesentlichen Fortschritt in dieser Richtung. Der Keren Hajessod hat in dieser Zeit Verpflichtungen in Höhe von LP 78.800 abgedeckt und sich durch Verkauf einer größeren Bodenfläche im Emek Jesreel an den Keren Kayemeth von Garantien zugunsten der American Zion Commonwealth in Höhe weiterer LP' 80.000 befreit. In Vorwegnahme des Momentes, in dem der Keren Hajessod auch den Rest dieser Verpflichtungen abgedeckt haben wird, hat die zionistische Öffentlichkeit in den letzten Jahren mehrfach die' Frage erörtert, ob es nicht überhaupt möglich ist, den Aufgabenkreis des Keren Hajessod zu verkleinern und für diese verkleinerten Aufgaben einfachere, mehr dezentralisierte Formen der Geldaufbringung zu wählen. Diese Erörterungen haben bisher zu praktischen Vorschlägen nicht geführt. Der Kredit der Jewish Agency beruht nach wie vor im wesentlichen auf den zu erwartenden Einnahmen des Keren Hajessod. Der Versuch, einen Teil der Aufgaben dier Jewish Agency auf eine jüdische Lotterie zu basieren, ist über das Stadium der Vorbereitungen noch nicht herausgekommen, obwohl das Direktorium des Keren Hajessod der Untersuchung der Voraussetzungen dieser Idee große Aufmerksamkeit und Arbeit gewidmet hat. Die Schwierigkeit, über das Prinzip der nationalen Sammlung hinauszukommen, beruht im wesentlichen auf der ökonomischen Krise und der politischen Vertrauenskrise der Welt. Die Kapitaldecke ist überall dünner geworden. In den meisten Ländern mit jüdischer Bevölkerung ist sie fast geschwunden. Infolgedessen hat die unleugbar im jüdischen Volk außerordentlich gestiegene Palästina-Stimmung bisher nicht zur Auflegung und zur Zeichnung von langfristigen Anleihen zugunsten des jüdischen Palästina geführt, und der Keren Hajessod mußte sich bisher mit verhältnismäßig kurzfristigen und ziemlich hoch verzinslichen Anleihen begnügen, die man besser Vorschüsse auf zukünftige Einnahmen als Anleihen im technischen Sinne des Wortes nennen kann. In den Ländern, die der ökonomischen Krise besser standgehalten haben, ist es wiederum die politische Vertrauenskrisis, die die Auflegung langfristiger, niedrig verzinslicher Anleihen verhindert. Infolgedessen ist es auch in der jetzigen Periode allgemeiner Unsicherheit in der Welt notwendig, den bisherigen Weg der Geldsammlung zu gehen, um das notwendige nationale Kapital zu schaffen. Die veränderte wirtschaftliche Lage in Palästina und die ökonomische Festigung des jüdischen Jischuw im Lande machen esaber möglich, bei der Verwendung der Gelder mehr als in den ersten Jahren Verzinsung und' Rückzahlung zu fordern und eröffnen darüber hinaus die Möglichkeit der Auflegung einer langfristigen, niedrig verzinslichen Anleihe der Jewish Agency unter Garantie des Keren Hajessod. Es werden eine Reihe Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um einem solchen Plan die Wege zu ebnen. Es ist für die nächste Zeit, wie viele Sachverständige glauben, die einzige Möglichkeit größeren Stils für eine Ordnung des Finanzwesens der Jewish Agency und für eine Fundierung neuer kolonisatorischer Tätigkeit. Der Plan verdient in den Vordergrund der Diskussion gestellt zu werden. Die Durchführung zentraler Sammlungen, wie sie der Keren Hajessod und Keren Kayemeth darstellen, hat neben der finanziellen eine national-

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