Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 25)
- Language
- German
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10 Die Tätigkeit des Verbandes Sibirien, der seinen Sitz in Charbin hat, war durch die politischen Verwicklungen jenes Gebietes in Mitleidenschaft gezogen. Der Verband Südafrika stand wie immer auch in der Berichtsperiode auf der Höhe seiner Aufgaben. Im: Anschluß an die von den Herren Dr. Weizmann und Dr. Alex. Goldstein durchgeführte Keren Hajessod-Kampagne widmete sich der Verband der Aufgabe einer inneren Reorganisation, die den Zweck hatte, den Rahmen des Verbandes zu stärken und ihm einen gehörig vorbereiteten Nachwuchs zu sichern. Diese Aktion nimmt jetzt einen dauernden Platz im Arbeitsprogramm des Verbandes ein. Die Besuche des Präsidenten, des leitenden Sekretärs und vieler führender Mitglieder des Verbandes in London und in Palästina gaben uns willkommene Gelegenheit zu einem Meinung-saustausch. Die Arbeit in Transsylvanien hat unter tüchtiger Leitung gute F ortschritte gemacht. In Tunis entwickelt sich der Verband normal trotz gewisser äußerer Schwierigkeiten, welche einigten zionist. Aktionen entgegengestellt würde n Der Landesverband für Ungarn hat mit Hilfe der Exekutive und unter Mitwirkung unseres Delegierten, Dr. Werner Bloch, bedeutende Fortschritte auf dem Wege zur Konsolidierung gemacht. Der Verband Mesopotamien mußte aus äußeren Gründen seine Tätigkeit einstellen. Aus Persien ist Ende 1931 die erschütternde Nachricht von der Hinrichtung des ehemaligen Vorsitzenden des Zionistenverbandes und Paria mentsabgeordneten S. T. Haim an die Außenwelt gelangt. Seit diesem tragischen Falle, dessen Ursachen nie genau aufgeklärt worden sind, ist die zionistische Arbeit in Pers'ien zum Stillstand verurteilt. In Rußland haben sich die Verhältnisse leider nicht im geringsten gebessert. Auch in der Türkei konnte bisher eine Legalisierung der zionistischen Tätigkeit nicht erfolgen. In folgenden Ländern bestanden keine organisatorischen Landesverbände, sondern lose Vereine und Gruppen: Spanien (Madrid), Portugal (Lissabon), Ägypten (Kairo und Alexandrien), Mesopotamien, China (Shanghai, Hongkong, Tientsin), Indien (Bombay, Kalkutta, Rangoon), Holländisch-Indien (Soerabaja, Batavia), Straits Settlements (Singapore), Kuba, Panama, Peru (Lima), Kolumbien, Guatemala. Im Berichtsjahre sind neue Gruppen enstanden in: Syrien, Algerien, Kostarika. Es ist Hoffnung vorhanden, daß sich mit der Zeit zumindest ein Teil dieser Gruppen durch Zusammenschluß zu festen Landesverbänden vereinigen wird. Besondere Aufmerksamkeit muß den Ländern Zentral- und Südamerikas gewidmet werden, die infolge wachsender Einwanderung sich zu wichtigen jüdischen Zentren entwickeln. In diesem Zusammenhang ist der „Weltverband der Allgemeinen Zionisten" zu! erwähnen, der am 5. Juli 1931 während des 17. Kongresses in Basel von Kongreßdelegierten, die 36 Landesverbände vertraten, mit folgendem Programm gegründet wurde: 2*