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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1933-01-01 · XVIII (1933) · p. Seite 18

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVIII (1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 18 (sequence 24)
Language
German
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IRI
…/9038125-9093599--2776-9089364
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18 Der Verband Jugoslavien hat sieh durch ernste konstruktive Arbeit auf allen Gebieten des Zionismus eine führende Stellung im Lande- und einen hervorragenden Platz unter den Verbänden der Gesanitorganisation verschafft. In Lettland ist eine erfreuliche Entwicklung vor sich gegangen, dank deren der Verband unter Auffrischung durch jüngere Kräfte in einen Zustand organisatorischer Leistungsfähigkeit und Konsolidierung versetzt wurde. Der Verband Litauen ist infolge äußerer und innerer Gründe in einen Zustand der Desorganisation geraten. Er ist auf dem Wege, sich aus diesem Zustande zu erholen und seine frühere Arbeitsfähigkeit wieder zu gewinnen. Die zionistische Arbeit in Luxemburg wird in bescheidenem Umfange fortgesetzt. In Marokko hat eine Konsolidierung der einzelnen Gruppen zu einem zentral geleiteten Landesverbände platzgegriffen. Der junge Verband in Mexiko hat letztens weniger Beweise seiner Aktivität gegeben. Wir hatten Gelegenheit, seine besonderen Probleme mit einem Abgesandten der Leitung zu besprechen. In Österreich ist eine bedeutende Besserung der inneren Verhältnisse zu verzeichnen, die sich äußerlich am sichtbarsten in der Eroberung der Wiener Kultusgemeinde durch die gemeinsamen Anstrengungen aller zionistischen Richtungen bemerkbar machte. Auch sonst zeigt der Verband viele Beweise erstarkter Lebenskraft, deren volle Entfaltung nur noch durch die Fortdauer gewisser innerer Meinungskämpfe gehindert wird. Der Verband Polen machte dauernde Bemühungen zu einer inneren Konsolidierung durch Einberufung von Distriktstagungen, Bereisung der Provinz und Ausbau der Mitgliedschaft vermittels der Verbreitung von „Parteilegitimationen". Dies ist ein Anfang, der systematisch fortgesetzt werden muß, um dem Verbände, welcher sich auf allen Gebieten jüdischen Lebens zu behaupten sucht, die gehörige Stärke zu verleihen. Es ist bisher nicht möglich gwesen, den Streit zwischen dem von der AI Hamischmar-Gruppe geleiteten Verbände und der Gruppe Eth Liwnoth zu liquidieren. Die Exekutive vertrat den Standpunkt, daß es Pflicht dieser Minderheitsgruppe ist, sich an den Arbeiten des gemeinsamen Verbandes aktiver zu beteiligen. Nur durch Abbau der Parteigegensätze und durch organisatorische Festigung kann der polnische Zionismus in die Lage versetzt werden, die ihm zufallende wichtige Rolle zu erfüllen. Es soll noch erwähnt werden, daß in der Berichtsperiode auf Initiative des „Weltverbandes allgemeiner Zionisten" der Versuch erneuert Avurde, eine Arbeitsgemeinschaft der drei Landesverbände (Polen, Ost- und Westgalizien) zu schaffen. Die zionistischen Gruppen Rumäniens bewiesen eine bedeutende politische Reife, als sie unter Liquidierung früherer Konflikte sich auf eine gemeinsame, paritätisch zusammengesetzte Leitung des Verbandes einigten, und auf diese Weise einen Territorialverband, der auch die Revisionisten einschließt, bildeten. Die Arbeit in der Schweiz ging im üblichen Tempo vor sich.

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