Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVII (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 294 (sequence 298)
- Language
- German
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Zöglinge wie Kosten des Unterrichts einbegriffen sind. Demnach beträgt die gesamte von den übrigen Institutionen — in der Hauptsache für Erziehung in Kindergärten, Volks- und Mittelschulen sowie für Fachschulbildung — verauslagte Summe etwa £ 110 000. Hiervon werden nach ungefährer Schätzung etwa £ 30 000 durch Schulgelder aufgebracht. Die hier gebrachten Ziffern enthalten nicht das Budget der Hebräischen Universität in Jerusalem, deren Kosten, ohne die in den Gebäuden und der Ausstattung investierten Geldmittel, sich auf £ 50 000 jährlich belaufen. III. Tätigkeit und Probleme. 1. Die Unzulänglichkeit des bisherigen Erziehungs-Budgets. Wie bereits im Bericht an den vorigen Zionistenkongreßi unterstrichen wurde, ermöglicht das gegenwärtige Budget des Erziehungs- Departements nicht einmal die Aufrechterhaltung eines angemessenen Minimalstandards für das Erziehungswerk, sowohl hinsichtlich des Umfanges wie der Qualität der Arbeit. Die in den neuen Siedlungen im Aufbau begriffenen Schulen können nicht ausreichend unterstützt werden, und ganz allgemein gilt die Tatsache, daß keine Vorsorge für die normale Entwicklung der zurzeit von uns unterhaltenen Anstalten mehr getroffen werden kann. Die Zuschüsse für die Erziehung in Kindergärten und Mittelschulen sind, was die letzteren anlangt, vollkommen unzureichend, neue Anstalten erhalten überhaupt keinerlei Unterstützung, und die Subventionen für die beiden größten Schulen, die Realschule in Haifa und das Gymnasium „Herzliah" in Tel-Awiw, sind auf weniger als. 5 % ihrer Gesamtkosten reduziert worden. Selbstverständlich sind unter diesen Umständen keinerlei Mittel für erweiterte Tätigkeit oder auch nur für den normalen konstruktiven Ausbau, d. h. für Fortbildungsschulen.. Fachausbildung, Erweiterung der Herausgabe von Lehrbüchern, Unterrichtsbedarf oder für ein planmäßiges Schulbauprogramm voahanden. Ein weiteres Hindernis für den normalen Ausbau ist das bestehende System der Budget-Bewilligung. Das Budget gilt immer nur für ein Jahr und wird erst im Sommer angenommen, häufig erst ein oder zwei Monate vor dem festgesetzten Termin für den Beginn des neuen Schuljahres. Dadurch, daß der Budgetbetrag in den letzten Jahren im allgemeinen einen stetigen Rückgang zeigte, erwies sich immer von neuem eine Reorganisation als notwendig. Die Folge davon ist eine überstürzte Abfassung der Erziehungspläne; die Schulen werden verspätet eröffnet, und wenn diese innere Desorganisation kaum überwunden ist, ist bereits das nächste Jahr herangekommen, und der gleiche zerstörende Prozeß wiederholt sich. Um das Erziehungswerk in Ordnung durchzuführen, ist es notwendig, das Budget für einen Zeitraum von zwei Jahren festzusetzen; am Ende des ersten Jahres müßte schon das Budget für das dritte Jahr aufgestellt werden. Dies ist insbesondere deshalb notwendig, weil die Regierungs-Subvention von Januar bis Januar läuft und erhebliche Zeit vorher festgesetzt wird. Zu alledem kommt noch,, daß infolge des unregelmäßigen Einganges der Gelder die noch vorhandenen Möglichkeiten einer angemessenen Durchführung der Erziehungsarbeit noch weiter herabgesetzt werden. 294