Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVII (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 277 (sequence 281)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/9038125-9093591--2690-9089277- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
5. Kälber mast mit Magermilch in Tel Josef. Da die Siedlungen genötigt sind, Milch zu Molkereiprodukten zu verarbeiten, verbleiben ihnen Tausende von Litern Magermilch, die sie nicht verwenden können. Dies ist besonders gegen Ende des Winters der Fall, wenn die Zeit der Kükenfütterung mit Magermilch vorüber ist. Wir bestimmten daher drei Kälber in Tel Josef zur Mast mit Magermilch!. Diese Kälber wogen bei ihrer Geburt 33, bzw. 35 und 40 kg; sie waren mischrassig. In den ersten 14 Tagen wurden sie nur mit unentrahmter Milch genährt; von da ab tranken sie bis zum Alter von drei Monaten etwa 1000 Liter Magermilch. Sie erhielten außerdem Lebertran und wurden mit einer Körnermischung aus der Krippe gefüttert. Sie wurden allwöchentlich gewogen. Die beiden leichteren Kälber zeigten eine Gewichtszunahme von 600 bis 700 g, das schwere eine solche von 900 bis 1000 g pro Tag. Die Berechnungen sind noch nicht zu Ende geführt, da das dritte Kalb noch nicht geschlachtet worden ist. Schätzungsweise wird jedoch angenommen, daß diese Diät, besonders für den Fall schwerer, gesunder Kälber, der Siedlung einen Gewinn von zwei bis drei Mils pro Liter Magermilch einbringen wird. Hiervon kann die Milchwirtschaft wirklichen Nutzen haben. 6. S c h a f z u c h t. Im Jahre 1929/30 haben wir diesen Wirtschaftszweig in die Hand genommen. Wir haben bewiesen, daß er rentabel gestaltet werden kann, wovon sich bereits früher in einigen Siedlungen Anzeichen gezeigt hatten. Im Laufe des Jahres veranlaßten wir eine Zusammenkunft von Schafzüchterrij auf der diese sich zum Zwecke der Hebung der Schafzucht organisierten. C. Geflügelzucht. 1. Impfung gegen Hühnerpocken. Die Hühnerpocken haben in den letzten Jahren in den Geflügelfarmen großen Schaden dadurch angerichtet, daß die Eierproduktion während der Dauer der Krankheit zurückging, die Behandlung der kranknen Hühner vermehrte Ausgaben erforderte und die Sterblichkeit des Geflügels erhöht wurde, Nachdem im Jahre 1928 mit einer beschränkten Anzahl von Tieren Versuche angestellt worden waren, wurde im Jahre 1929/30 von der Instruktions-Abteilung ,,Antidiphtherin"-Serum aus Holland eingeführt, und es wurden etwa 40 000 Hühnervölker, eierlegende Hennen wie junge Hühner jeden Alters, damit geimpft. Auch erkrankte Hühner erhielten Impf ungen. Bisher sind in den Hühnerfarmen Fälle von Diphtherie und Kükenpocken in keinem erheblichen Umfange aufgetreten. Die Impfung selbst hatte mit Ausnahme einiger völlig alleinstehender Fälle keinerlei schädlich? Wirkung auf die Tiere. Wir hoffen, daß es mit dieser Methode gelingen Avird, die Hühner für einen Zeitraum von 1 bis I1/2 Jahren gegen die Krankheit zu immunisieren. 2. "Verteilung von Eiern reinrassiger Hennen zu Brut zw eck en (Geschenk von Mr. Morrison). Im vorigen Jahre haben wir eine große Anzahl von Eiern aus reinrassigen englischen Leghorn- Ställen zur Verteilung gebracht. In diesem Jahre haben wir die reinrassigen Hühner und ihre Bruteier in drei Siedlungen konzentriert, um die Sorge für die Erhaltung der Reinrassigkeit zu erleichtern. 277