Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVII (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 278 (sequence 282)
- Language
- German
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3. Inspizierung des Verkaufs von Bruteiern in den Geflügelfarmen. Es wurde eine Kommission gewählt, die die Hühnerfarmen der meisten Siedlungen in Palästina der Reihe nach besuchen sollte, um die Hennen auszusuchen, deren Eier ausgebrütet werden sollten. Es wurden 6650 Hennen ausgewählt, von denen 3480 der Klasse A und 3170 der Klasse B zugeteilt wurden. Durch diese Kontrolle und Selektion wurde viel zur Hebung de? Brutgeschäftes in sämtlichen Siedlungen beigetragen. Dank diesen Maßnahmen und der wachsenden Geschicklichkeit der in den Hühnerhöfen Beschäftigten wurde Ende des Jahres eine Erhöhung der durchschnittliche Eierzahl pro Henne auf 140 bis 150 Stück festgestellt. 4. Ausdehnung der Hühnerzucht. Die Leistungsfähigkeit der Inkubatoren in den Siedlungen der Jewish Agency hat sich in diesem Jahre auf 85 000 gesteigert. Nach ziemlich zuverlässiger Schätzung befanden sich in diesen Siedlungen gegen Ende des Jahres 1929/30 65 000 bis 68 000 Legehennen. Dies bedeutet, da die Zählung vom Jahre 1926/27 nur 25 681 Hennen ergeben hatte, eine Vermehrung um 170%. D. Pflanzungs wir tschaft. 1. Bewässerte Weinberge. Um festzustellen, wie weit die Bewässerung von Einfluß auf den Ertrag ist, halten wir bereits das zweite Jahr eine Weinpflanzung mit verschiedenen Weinstocksorten unter Bewässerung. Die weiter unten gegebene Zusammenstellung läßt die Bedeutung der Bewässerung für die Weinpflanzungen des Emek sehr deutlich erkennen. (Tatsächlich ist bereits in vielen Siedlungen Bewässerung eingeführt worden.) Sie ist von besonderer Wichtigkeit für das Nuris-Tal, wo das Wasser billig ist und die Bewässerungsperiode mit dem Zeitraum des reichlichsten Vorhandensein von Wasser zusammenfällt. Sorte Ertrag in unbewässerten Abschnitten Ertrag in Abschnitten mit Winterbewässerung M ehrertrag gegenüber den uiibewässerten Abschnitten Ertrag in Abschnitten mit Sommerbewässerung M ehr ertrag gegenüber unbewässerten Abschnitten Madelaine 414 446 32 603 157 Chastdas 453 552 100 831 378 Muscat d Hambourg 335 942 587 1485 1130 Dattier de Beyrout 626 1102 476 1355 729 2. Düngung der Bananenpflanzungen im Jordantal. Das Jordantal, d. h. die Umgebung von Semach und Tiberias, ist zweifellos dazu bestimmt, unter allen Siedlungen der Jewish Agency das wichtigste Zentrum der Bananenkultur zu werden. Jedoch besteht hier bisher das Problem der Düngung. Die Meinungen darüber sind geteilt; hiervon abgesehen, sind die Siedlungen auch außerstande, falls sie mit der jetzt üblichen Düngemethode (über 10 t pro Dunam) fortfahren sollen, den für die Ausdehnung dieser Kultur notwendigen natürlichen Dünger zu erzeugen. Wir beabsichtigen daher, ein Bodenstück zur Ausführung von Versuchen mit Bananendüngung zu be- 278