Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVII (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 235 (sequence 239)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/9038125-9093591--2648-9089235- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Spesen für Chaluzim verwandt. An der Aufbringung dieser Mittel beteiligten sich in hervorragendem Maße die jüdische Gemeinde' in Warschau, der Verein „Esra" in Galizien, „Hicem" und Herr Felix Warburg. Die Exekutive ist aber der Ansicht, daß diese Ausgaben soweit als nur irgend möglich verkleinert werden müssen und jedenfalls das Budget des Departements von dieser Belastung zu befreien ist. Es besteht die Tendenz, solche Unterstützungen in Zukunft nur ausnahmsweise zu gewähren, während im allgemeinen die Reisespesen in erster Linie von den Einwanderern selbst, dann von lokalen Stellen bzw. den allgemeinen jüdischen Hilfsorganisationen gedeckt werden sollen. 10. Waadath Haalijah. Wie schon erwähnt, ist die Waadath Haalijah aus Vertretern aller ökonomischen Schichten des palästinensischen Jischuw zusammengesetzt. Die Ernennung erfolgt durch die Exekutive auf Grund von Vorschlägen des Waad Leumi. In der Berichtsperiode hielt die Waadath Haalijah 19 Sitzungen ab, in denen vor allen Dingen die folgenden Fragen behandelt wurden: 1. Immigrations-Schedules, 2. Verteilung der Zertifikate, 3. Regulierung der Einwanderung, 4. Mittelstandseinwänderung (mit dem Problem der Mittelstandskolonisation hat sich eine besondere Kommission beschäftigt), 5. Einwanderung aus Rußland, 6. Einwanderung aus dem Jemen, 7. Einwanderungsgesetz. 11. Tätigkeit des Departements in der Diaspora. a) Delegation nach Aden. Zur besseren Organisierung der Einwanderung der jemenitischen Juden (in der Berichtsperiode wanderten insgesamt 1018 Jemeniten ein) entsandte das Departement eine Delegation nach Aden, wo sich eine zirka 1000 Seelen starke Gruppe von Juden aus dem Jemen befindet, die in erster Linie für die Palästinawanderung in Betracht kommt. Die Delegation stellte fest, daß die sozialen und hygienischen Verhältnisse dieser jemenitischen Flüchtlinge — unter ihnen befinden sich zirka 130 Waisenkinder — außerordentlich schlecht sind. Es gelang der Delegation, ein Palästina-Komitee zu organisieren, das aus den angesehensten Vertretern der Gemeinde besteht. Auf diese Weise kann nunmehr die Einwanderung dieser in Aden befindlichen Flüchtlinge, soweit das die beschränkte Zahl der uns zur Verfügung stehenden Zertifikate zuläßt, vor sich gehen. Die Exekutive setzte sich auch mit den großen jüdischen Hilfsorganisationen wegen einer Hilfsaktion für diese Flüchtlinge in Verbindung. \& 235