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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1931-01-01 · XVII (1931) · p. Seite 230

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVII (1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 230 (sequence 234)
Language
German
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wird sich darum handeln, die Hachscharah für Palästina organisatorisch in den großen Produktivierungsprozeß, den das Judentum, vor allen Dingen das des Ostens durchmacht, einzugliedern. Auf diese Weise wird es ohne Zweifel möglich sein, allmählich die Unterstützung der großen jüdischen Organisationen in stärkerem Maße zu gewinnen, als das heute schon der Fall ist, und auch das materielle und psychologische Interesse der Landes-Judenheiten, der jüdischen Gemeinden und lokalen Institutionen an der Förderung dieser Bewegung zu verstärken. Die schwierigen Zeiten, denen auch die Hachscharah-Bewegung ausgesetzt war, haben zu einer gewissen Umstellung der praktischen Arbeit geführt, indem der Schwerpunkt der Arbeit von der Ausbildung in den eigenen Farmen des Hechaluz in die Ausbildung als Arbeiter bei privaten Unternehmern verlegt werden mußte. Es kann endlich erfreulicherweise festgestellt werden, daß der Geist der Hachscharah-Bewegung trotz der widrigen politischen Umstände, die gerade die Immigration hätten beeinflussen können (Unruhen 1929, Sperrung der Einwanderung 1930, Weißbuch) unverändert gut geblieben ist. Nachstehend folgt der Bericht des Einwanderungs- und Arbeits-Departements über die Arbeit im einzelnen. IL Einwanderung. 5. Die Einwanderungsbewegung. In der Berichtsperiode unterlag die Einwanderung nach Palästina vielen Schwankungen. Nachdem in den Jahren 1927/28 im Zusammenhang mit der Krise die jüdische Einwanderung nach Palästina unter 3000 gesunken war (1927: 2713, 1928: 2178), schnellte im Jahre 1929 die Einwanderungsziffer auf 5249 hinauf und erreichte im Jahre 1930, einem Jahre schwerer ökonomischer Depression in der ganzen Welt, die Ziffer von 4944. In der Berichtsperiode bestand das Haupteinwanderungselement aus Chaluzim, und zwar im Jahre 1929: 68 o/o und im Jahre 1930 : 69 %*) von der Gesamtzahl der Einwanderer. In den Jahren 1929/30 erhielten (1929: 1194, 1930: 695) insgesamt 1889 Touristen 18,5 % der Gesamtzahl der jüdischen Einwanderer die Erlaubnis zum Verbleiben im Lande. Demgegenüber haben in den Jahren 1929/30 3425 Juden, nämlich 1298 palästinensische Staatsangehörige und 2127 fremde Staatsangehörige das Land verlassen, so daß in den beiden Jahren ein Nettoüberschuß von 6768 jüdischen Einwanderern verblieb. Durch diese Einwanderung, zusammen mit dem natürlichen Zuwachs stieg die Zahl der jüdischen Bevölkerung des Landes auf zirka 175 000, d. h. etwa 20 o/o der Einwohnerschaft des Landes. Genaue Statistiken über diese Fragen werden erst nach Durchführung der Volkszählung vorliegen, die von der Palästinaregierung für den Herbst dieses Jahres vorgesehen ist. Mit den politischen Ereignissen, die insbesondere auch die Einwanderung betrafen (Suspendierung der Einwanderung im Mai 1930) beschäftigt sich eingehend der politische Bericht. *) Diese Zahlen enthalten auch diejenigen Immigranten, die als Touristen ins Land kamen und später Erlaubnis zum dauernden Aufenthalt im Lande erhielten. 230

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