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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1931-01-01 · XVII (1931) · p. Seite 211

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVII (1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 211 (sequence 215)
Language
German
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IRI
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8. Haltung der arabischen Oeffentlichkeit in Palästina. In der ersten Zeit nach den Augustunruhen von 1929 war die Spannung zwischen Arabern und Juden naturgemäß so groß, daß Beziehungen zwischen den beiden Gemeinschaften, zu welchem Zweck auch immer, nicht bestehen konnten. Diese Lage wurde durch die in gewissen arabischen Kreisen geführte Kampagne für Verstärkung des Wirtschaftsboykotts gegen jüdische Kaufleute noch verschärft und verlängert. Die Durchsetzung des Boykotts war von zahlreichen illegalen Einschüchterungshandlungen begleitet, die die Exekutive zwangen, durch entschiedene Maßnahmen die Bestrafung der Täter durchzusetzen. Zwar siegte der gesunde Menschenverstand des arabischen Konsumenten häufig über den Boykott, aber die Ankunft der Shaw-Kommission wurde von der Arabischen Exekutive zur Organisierung von Massendemonstrationen ausgenutzt, die in den von der Kommission besuchten Teilen des Landes stattfanden und die beweisen sollten, es gebe im Lande eine volkstümliche politische Bewegung gegen die Politik der Balf our-Erklärung, die verschieden sei von Pöbelgewalttätigkeiten als Folge religiöser Aufhetzung, für diö die Augustunruhen eine Manifestierung gewesen waren. Der Besuch der Klagemauerkommis'sion vom 23. Juni bis 19. Juli 1930 und die Epoche der Simpson'schen Untersuchungen vom Mai bis zum Juli desselben Jahres konzentrierten unvermeidlicherweise das Interesse der öffentlichen Meinung auf die zwischen den Arabern und Juden strittigen Punkte. Das im Oktober 1930 zusammen mit dem Bericht von Sir John Hope Simpson veröffentlichte Weißbuch wurde von der arabischen öffentlichen Meinung als eine Anerkennung derjenigen Behauptungen begrüßt, die die Araber vor der Shaw-Kommission in bezug auf jüdische Landkäufe und Einwanderung nachdrücklich betont hatten. Nunmehr verdoppelten die Agitatoren ihre Anstrengungen, um die zionistische Position zu unterminieren. Das Vorgehen der Palästina-Begierung bei der Suspension der Einwanderung, beim Verbot der Sonntagsarbeit in Atlith, bei den Vorschlägen für die Bodengesetzgebung und ähnliche Maßnahmen trug ganz gewiß nicht dazu bei, die Lage zu verbessern, während bedauerliche Komplikationen wie die, die sich aus dem Kauf der Wadi Hawareth- Böden ergaben, von den arabischen Politikern bis zur Grenze des Möglichen ausgebeutet wurden. Die Haltung der arabischen Presse in dieser Zeit zeigte deutlich, wieviel Unheil das Weißbuch dadurch angerichtet hat, daß es den Eindruck schuf, als könne die Lage der Araber im Lande nur auf Kosten der jüdischen Aufbauarbeit verbessert werden. Mehr als dies: als Besultat dieser allgemeinen' Charakteristik des Weißbuches wurde der selbstverständliche Widerstand der Juden gegen die Politik des Weißbuches von den Arabern dahin interpretiert, die Juden widersetzten sich einer Förderung der arabischen Interessen. Die Publikation des Briefes des Premierministers an Dr. Weizmann vom 13. Februar 1931 entfesselte einen neuen Sturm im arabischen Lager und verbreitete eine Welle von Verhetzung im ganzen Lande, für die Schaukat Ali, der anläßlich der Beerdigung seines Bruders in Jerusalem besondere Beiseerleichle rangen 211

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