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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1931-01-01 · XVII (1931) · p. Seite 210

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVII (1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 210 (sequence 214)
Language
German
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IRI
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als Anweisung sowohl für die jüdische wie für die mohammedanische Gemeinschaft" publizierte. Sie informierte das Oberrabbinat und den Präsidenten des Obersten Mohammedanischen Rates : Diese Instruktionen sind provisorisch und sollen den bevorstehenden Rechten oder Ansprüchen von Juden und Mohammedanern in bezug auf die Mauer und den Maßnahmen für eine endgültige Feststellung dieser Rechte, die jetzt erwogen wird, nicht präjudizieren." Diesen Maßnahmen folgte die Ernennung einer Sonderkommission durch die Mandatarmacht mit Rilligung des Völkerbundrates „für die Festsetzung der Rechte und Ansprüche, von Juden und Mohammedanern in bezug auf die Klagemauer". Die Kommission bestand aus Eliel Lofgren, Vorsitzendem, C. I. van Kempen und Charles Rarde, Mitgliedern, und Stig Sahlin, Sekretär, Sie hielt ihre erste. Sitzung in Jerusalem am 23. Juni 1930 und blieb in Palästina bis zum 19. Juli 1390. Es gelang der Exekutive dèr Jewish Agency zu erreichen, daß die jüdische Sache der Kommission gemeinsam vom Rabbinat, der Jewish Agency for Palestine, der Knesseth Jisrael und der Zentrale der Agudath Jisroel für Palästina einheitlich vorgetragen wurde. Für das Rabbinat wurde ein gemeinsamer rabbinischer Rat eingesetzt, der die palästinensischen Oberrabbiner und den Oberrabbiner der Agudas Jisroel umfaßte und zugleich mit der Autorität und im Namen des „Comite Rabbinique Permanent pour sauvegarder les Droits des Juifs aux Lieux Saints", dessen Präsident der Oberrabbiner von Frankreich ist, handelte. Noch vor der Ernennung der Klagemauerkommission hatte es Dr. Cyrus Adler, Ph. D., D. H. L., Präsident des Jüdisch-Theologischen Seminars in New York und des Dropsie College for Hebrew and Cognate Learning in Philadelphia, übernommen, auf Bitten und im Namen der Jewish Agency ein Memorandum über die Klagemauer vorzubereiten. Dieses Memorandum bildete den Hauptteil des Dokuments, das dann mit Zusätzen und Bemerkungen, die von einem aus Gelehrten zusammengesetzten Komitee in Jerusalem ausgearbeitet waren, im Namen der oben genannten Körperschaften der Klagemauerkommission vorgelegt wurde. Da Dr. Adler durch Krankheit verhindert war, nach Palästina zu kommen, wurde die Darlegung der jüdischen Sache vor der Kommission den Herren David Yellin, Dr. Eliasch und Rabbi Rlau übertragen, die ihre Aufgabe mit allgemein anerkannter Geschicklichkeit und mit Takt durchführten. Die von der Kommission eingeleiteten und von Sir Spencer Davis, der damals zeitweilig den High Commissioner vertrat, geduldig und wohlwollend weitergeführten Versuche zu einer Regelung der Frage durch ein Abkommen zwischen den Parteien erwiesen sich leider als erfolglos. Zur Zeit der Abfassung des vorliegenden Berichtes sind die Beschlüsse der Kommission noch nicht publiziert. Jedoch hat die offene Untersuchung der Kontroverse durch eine kompetente und unparteiische Kommission bereits an sich die Wirkung gehabt, daß die Haltung der Öffentlichkeit gegenüber dem Problem den realen Verhältnissen entsprechender geworden ist. 210

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