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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1931-01-01 · XVII (1931) · p. Seite 209

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVII (1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 209 (sequence 213)
Language
German
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IRI
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6. Die Untersuchung C. F. Stricklands. Im Juni 1930 kam Mr. C. F. Strickland, I. C. S., nach Palästina, mit der Instruktion des Staatssekretärs, „die ökonomische Lage der Fellachen zu studieren und Beamte der Distriktsverwaltung sowie Fellachen über Aufgabe und Methode kooperativer Kreditgesellschaften zu instruieren". Strickland faßte seine Aufgabe dahin auf, daß sie alle Arten von Kooperativen, nicht nur Kreditkooperativen, umfasse. Er brachte zu seiner Untersuchung eine genaue Kenntnis des Kooperativwesens mit, einen starken Glauben an die nützliche Wirkung richtig geleiteter Kooperativen, einen weitschauenden Blick und eine Vorurteilslosigkeit, die es ihm ermöglichten, die bisherige Leistung und die Möglichkeiten der Kooperativbewegung in der jüdischen Bevölkerung richtig einzuschätzen. Strickland erblickte in den wucherischen Methoden der arabischen Geldverleiher und in der bedauerlichen Überschuldung der Fellachen den Hauptgrund für die traurige wirtschaftliche Lage der Fellachen. Herr Harry Viteies, der Direktor der Central Bank of Cooperative Institutions unterstützte in gemeinsamer Arbeit mit der Exekutive und Vertretern des Jischuw Mr. Strickland bei seiner Untersuchung der jüdischen Kooperativen. 7. Klagemauer. Zu Beginn der Berichtsperiode bildete die Klagemauer den Mittelpunkt jüdischer und mohammedanischer Aufmerksamkeit in einem Umfange, der eine Gefahr für den öffentlichen Frieden bedeutete. Ohne Zweifel war die mohammedanische Agitation wegen der Mauer einer def unmittelbaren Gründe für die Unruhen. Sogar die Shaw- Kommission drückte sich in folgender Weise über diesen Punkt aus: „Unsere Ansicht ist, daß die ,Burak-Kampagne' — wie wir der Einfachheil halber die Tätigkeit verschiedener mohammedanischer Gesellschaften nennen wollen — zwei Objekte hatte: zum Teil entsprang sie der Absicht, den Juden Unannehmlichkeiten zu verursachen, zum Teil wollte sie die arabische öffentliche Meinung zugunsten der mohammedanischen Ansprüche auf die Klagemauer und ihre Umgebung mobilisieren. Die Durchführung der Zikr- Zeremonie und die Gebetsrufe des Muezzin neben der Klagemauer waren in erster Linie zur Belästigung der Juden bestimmt. Von diesem Ursprünge aus entwickelte sich die Kampagne immer ernster. Der Mufti war ohne Zweifel mit dem zufrieden, was er erreicht hatte. Mit der Wiederaufnahme der Bautätigkeit an der Klagemauer im Juni 1929 nahmen die Dinge ein noch ernsteres Aussehen an. Wie wir oben gezeigt haben, wurde die Wiederaufnahme dieser Bautätigkeit von allen Teilen der jüdischen öffentlichen Meinung Palästinas bekämpft. Es wurden Komitees gegründet, um die jüdischen Rechte in bezug auf die Klagemauer zu schützen. Die Kampagne wurde immer intensiver und gipfelte in den Ereignissen vom August 1929. Es ist vielleicht eine richtige Charakterisierung der ganzen Kette von Ereignissen, wenn man sagt, daß> die ,Burak-Kampagne', die ursprünglich die oben geschilderten begrenzten Ziele halte, der Kontrolle derer, die sie gewonnen hatten, entglitt und eine Rolle in dem schließlichen Zusammenstoß spielte." Im Oktober 1929 unternahm die Regierung einen Schritt, der vorteilhaflerweise weit früher hätte ergriffen werden müssen, indem sie gewisse „Instruktionen in bezug auf die West-(Klage-)Mauer, des Haram el Sharit 209

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