Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVII (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 208 (sequence 212)
- Language
- German
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b) Zwei von den zerstörten ländlichen Siedlungen, nämlich Kfar Uria und Hulda, wurden nicht wieder aufgebaut, da nachgewiesen wurde, daß die Boden- und Wasserverhältnisse die Errichtung sich selbst erhaltender Siedlungen an diesen beiden Punkten nicht ermöglichten. In Hulda wurden jedoch Vorkehrungen getroffen, die dem Keren Kajemeth die Erhaltung seiner Pflanzungen ermöglichen. Die Siedlungen Beer Tuwia, Artuf und Moza wurden wieder erbaut. 4. Sicherheitsmaßnahmen. Unmittelbar nach den Unruhen erhielt Palästina eine Garnison von zwei Bataillonen Infanterie, die seitdem, neben den Luftstreitkräften, die schon früher im Lande waren, aufrecht erhalten wurde. Die Stärke der britischen Polizei wurde von 212 auf 570 erhöht. Hinsichtlich des allgemeinen Polizeiproblems Palästinas wurde der Generalinspektor der Polizei von Ceylon, Mr. Dowbiggin, von der Regierung nach Palästina entsandt, um die ganze Frage gründlich zu untersuchen. Sein Bericht ist bisher nicht veröffentlicht worden, aber es ist bekannt, daß seine Vorschläge einen umfassenden Reorganisationsplan enthalten, der auch eine erhebliche Vergrößerung der Zahl der Juden in der palästinensischen Polizei und die Verbesserung für den Dienst in der Polizeitruppe vorsieht. Bisher sind aber seine Vorschläge in dieser Richtung nur in sehr geringem Umfange verwirklicht worden. Andererseits erhielten die Kolonien die versiegelten Waffenlager zurückerstattet, jedoch nur in der Form, daß sie nicht weittragende Gewehre im Gegensatz zu den Militärgewehren erhielten. Die britische Polizei wurde in einer auf die Sicherheit der jüdischen Kolonien bedachten Weise über das Land verteilt. Die Exekutive ernannte einen speziellen Verbindungsoffizier und traf Maßnahmen für die Ausarbeitung von Plänen für die Verteidigung der jüdischen Siedlungen im Notfalle in Verbindung mit den militärischen und polizeilichen Behörden. Wesentlich trug zur Erhöhung der Sicherheit in den jüdischen Kolonien der Hilfsfonds durch die Gewährung von £ 37 850 bei, die für den Bau von Straßen, Zentralgebäuden, Zäunen und für die Installation von Telefon auf Grund von Plänen der Exekutive verwandt wurden. 5. Die Untersuchung Sir John Hope Simpsons. Auf Grund des Berichtes der Shaw-Kommission wurde Sir John Hope Simpson vom Staatssekretär für die Kolonien ernannt, „um über die Fragen der Einwanderung, der Landbesiedlung und -entwicklung eine Untersuchung anzustellen und zu berichten". Vor seiner' im Mai 1930 erfolgten Ankunft in Palästina ernannte die Exekutive ein spezielles Komitee unter dem Vorsitz Dr. Ruppins und mit erheblicher Vertretung des Jischuw, um das erforderliche Material vorzubereiten und den jüdischen Standpunkt darzulegen. Auf Grund des so vorbereiteten Materials wurden Sir John Hope Simpson von der Exekutive drei Memoranden über die oben genannten Gegenstände vorgelegt. Die Exekutive brachte Sir John ferner in direkte Verbindung mit Vertretern der verschiedenen Gruppen und Interessen im Jischuw. Über den Simpson- Bericht wird an anderer Stelle berichtet werden. 208