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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1931-01-01 · XVII (1931) · p. Seite 182

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVII (1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 182 (sequence 186)
Language
German
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IRI
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richtes erregte in zionistischen und zionistenfreundlichen Kreisen großes Mißfallen; am 2, April erschien in den „Times" der folgende von Lord Cecil und den Unter hausmitgliedern Col. John Buchan, Malcolm MacDonald und Sir Archibald Sinclair unterzeichnete offene Brief: „Der gestern veröffentlichte Bericht der Palästina-Kommission enthält eine Fülle von Fragen, die die sorgfältigste Aufmerksamkeit erfordern. Er enthält zunächst gewisse Schlußfolgerungen bezüglich der Verantwortung für die tragischen Ereignisse im vorigen Herbst; diese Ergebnisse entsprechen den speziellen der Kommission gestellten Aufgaben. Bei der Abschätzung der Verantwortlichkeit hat sich die Kommission jedoch veranlaßt gesehen, auch zu gewissen wichtigen politischen Fragen Bemerkungen zu machen. Möglicherweise war dies natürlich und unvermeidlich. Aber diese Bemerkungen können nicht als ebenso autoritativ angesehen werden wie ihre Urteile in den Spezialfragen, über die sie laut ihrem Auftrage Bericht erstatten sollte. Tatsächlich steht jedenfalls fest, daß diese Kommission ihre Richtlinien überschritten hat; denn es liegt die zweimal wiederholte Versicherung des Premierministers vor, daß derartige Fragen außerhalb ihres Bereiches lägen und der Entscheidung der britischen Regierung vorbehalten blieben. Wenn wir uns heute an Sie wenden, so wollen wir dadurch erreichen, daß die Öffentlichkeit die internationale! Tragweile dieser Probleme erkennt; und wir fordern, daß die Regierung erstens erneut die Versicherung abgibt, daß England am Buchstaben und Geiste des Mandates festhält, und daß sie zweitens sich von verantwortlicher Stelle über geeignete Methoden zur möglichst guten Durchführung der Mandatsbestimmungen beraten läßt. Daß die zufriedenstellende Durchführung des Mandates eine Aufgabe ist, zu der sich England in denkbar feierlichster Form verpflichtet hat, wird, wie wir glauben, allgemein zugegeben. Wir schreiben diesen Brief vierzehn Tage nach dem Dahinscheiden desjenigen englischen Staatsmannes, dessen Andenken für immer mit dem Mandat und der in ihm enthaltenen Politik verknüpft ist. Lord Balfours letzter öffentlicher Akt war die Unterschrift unter einem in Ihren Spalten veröffentlichten Brief, in dem eine Prüfung, wie wir sie vorschlagen, gefordert wurde. Diese Frage durchbricht alle Schranken der Parteiunterschiede, und wir glauben, daß nichts in besserem Einklang mit dem Geiste des von uns gegangenen großen Mannes stehen würde, als daß die Führer der drei Parteien in gemeinsamer Beratung den Weg zur Erfüllung jener nationalen Verpflichtung ebnen würden, die Lord Balfour so sehr am Herzen lag." Am folgenden Tage erschien in den „Times" ein Brief Dr. Weizmanns, in dem es unter anderem hieß: „Wird die Politik des Jüdischen Nationalheims in Palästina, die Politik des Mandates, erneut bestätigt, gefördert oder gehemmt werden?.....Das erste Wort gehört jetzt der Politik, und dieses Wort liegt nunmehr bei England. Auf England und seine Führer blicken die Juden der Welt, nicht bloß die Juden Palästinas. Sie warten darauf mit Unruhe, das ist wahr, aber doch mit beständiger Hoffnung." Am Nachmittag des gleichen Tages gab der Premierminister in Beantwortung einer Anfrage von Mr. Stanley Baldwin folgende Erklärung im Unterhause ab: „Die Britische Regierung wird fortfahren, Palästina in Einklang mit den Bestimmungen des Mandates, wie sie vom Völkerbundsrate angenommen wurden,, zu verwalten. Das ist eine internationale Verpflichtung, von der es kein Zurücktreten geben kann..... Die Regierung ist fest entschlossen, in gleichem Maße beiden Teilen der (Balfour-)Deklaration Wirkung zu verleihen und allen Teilen der Bevölkerung Palästinas in gleicher Weise Gerechtigkeit widerfahren 182

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