Mannheim
Compact Memory

Das jüdische Echo · 1933-01-06 · 1 (6.1.1933) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Echo
Volume
20 (1933)
Issue
1 (6.1.1933)
Date
1933-01-06
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/9072829-9103090-9187255--12642-9084711
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Nr. 1 Das Jüdische Echo 5 Jude fallen 111 unter die Kategorie der p]iinvaliderer mit eigenen Mitteln. Das Bombenattentat in Nahalal J e r n s a 1 e in, 28. Dezember. (JTA.) Das Bombenattentat auf das Haus des jüdischen Kolonisten Joseph Jacoby in Nahalal im Einek hat tragischere Folgen gehabt, als anfangs vermutet wurde: Joseph Jacoby und sein neunjähriger Sohn, die durch das Attentat schwere Verletzungen erlitten, sind beide im Hospital zu Haifa, in das sie gebracht worden waren, an den Folgen dieser Verletzungen verstorben. Die gesamte hebräische Presse fordert in Leitartikeln die Reorganisation der Polizei im Haifa- Distrikt, die sic*h in vielfacher Beziehung als unzureichend für die Sicherung der Ordnung in NordPalästina erwiesen hat. Die Presse weist darauf hin, daß die Polizei noch nicht einmal im Besitze einer Sour der Mörder von Nahalal ist, ebenso wie es ihr nicht gelungen ist, die Attentate injad-jur und in Kfar ( hassidim irgendwie aufzuklären und die Täter der Bestrafung zuzufiihren. Das eine, was die Polizei ermitteln konnte, ist, daß die in Nahalal auf das Haus Jacobvs geschleuderte Bombe in Palästina hergestellt worden war. was auf das Bestehen einer arabischen politischen Terrororganisation schließen läßt. Schaf-Rauh in der jüdischen Kolonie Beth Alpha J e r usal e m , 28. Dezember. (JTA.) Bewaffnete Araber überfielen am 26. Dezember das Weideland der jüdischen Kolonie Beth Alpha im Pale Jezreel und führten aus der Schafherde der Kolonie 57 Schafe weg. Die Polizei, die sofort Nachforschungen anstellte, fand 21 Schafe der Beth Alnha-Herde in benachbarten Höhlen vor und verhaftete drei Araber als am Schaf- Raub beteiligt. Das Palästina-Budget sehr aktiv J e r u s a 1 c m , 27. Dezember. (JTA.) Offiziell wird mitgeteilt, daß die Palästina-Regierung gegenwärtig im Schatzamt über einen Überschuß Aon einer Million Pfund verfügt. Gleichzeitig gibt „Official Gazette“ bekannt, daß mit Anfang Januar 1953 der Finfuhrzoll auf Weizen und Mehl erhöht w-ird. Zweite Graduierungsfeier an der Hebräischen Universität J e r usalc m , 26. Dezember. (JTA.) Am Freitag, den 25. Dezember, nachmittags, fand an der Hebräischen Universität in Jerusalem die Verleihung akademischer Grade an eine Anzahl Studierende der Universität im Rahmen einer 1 eier statt, der der High Commissioner General Sir Arthur Wauchope, der Präsident der Zionistischen Weltorganisation und der Jew ish Agency Nahum Sokolow, der Kanzler der Universität Dr. f. L. Magnes. mehrere Vertreter auswärtiger Regierungen und zahlreiche Führer des palästinensischen Judentums beiwohnten. Fs war dies die zweite Graduierungszeremonie seit Bestehen der Universität Die Vorbereitungen zur Aufnahme der neuen Chaluzim J e r u s a I e m , 27. Dezember. (JTA.) Die Allgemeine Jüdische Arbeiterförderation Palästinas (Histadriith Haowdim) trifft Vorbereitungen zur Aufnahme der neuen Einwanderer, die auf Grund der für das laufende, im März 1933 endende Halbjahr erteilten Zertifikate nach Palästina kommen. Für die Neuankömmlinge werden geeignete Unterkunftsräume vorbereitet, Werkzeuge beschafft, Handwerkslehrkurse,- auch Kurse für Hebräisch, eingerichtet. Qualifizierte Arbeiter wurden von der Histadriith mit diesen Aufgaben betraut. Das jüdische Palästina bereitet sich zur Feier des 60.Geburtstages Chaim NachmanBialiks vor Jerusalem, 1. Januar. (JTA.) ln Palästina werden mannigfache Vorbereitungen zur Feier des auf den 8. Januar fallenden 60. Geburtstages des großen hebräischen Dichters Chaim Nachman Bialik getroffen. Fs w urde ein Bialik-Monat proklamiert, der am 10. l ebeth (Bialiks Geburtstag nach dem hebräischen Kalender) beginnt; in diesem Monat sollen in ganz Palästina und in allen Ländein, in denen Juden leben, Bialik- Feiern stattfinden, die der Förderung von hebräischer Sprache und Kultur dienen sollen. Gemeinden- und Vereins-Echo Zum Kinderfest am Sonntag, 15. Januar, nachmittags L>4 Uhr im Gherubin-Saal laden wir herzlich ein. Es wird musiziert und Theater gespielt und viele Überraschungen geben. Eintritt RM. I.—. Kinder RM. —.50. Vorverkauf bei Frl. Hohenbergei', I lerzog-Rudolf-Str. 1, und Ewer- Buchhandlung, Ottostraße 2. Verband jiid. J'rauen für Palästina-Arbeit. Jüdischer Jugendverein, München Donnerstag, 12. Januar 1933, I^essingsaal, Uerzog-RudoIf-Str. 1, 20.30 Uhr: Georg Josephthal spricht über Wirtschaft und Gesellschaltsspannnngen. Jüdischer Gesangverein Dienstag, den 10. Januar 1933, findet in dem ’hobelokal ein gemütlicher Teeabend statt. C»äste wi 11kommen. Jiid. Kulturverein J. L. Perez, München Samstag, den 7. d. M, abends 9 Uhr, findet im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße L ein Klubabend statt. Gäste willkommen. Chanukkafeier im Jüdischen Lehrlingsheim Dieser Veranstaltung kam aus folgendem Grunde eine besondere Bedeutung zu: Die Darbietungen standen in keinerlei Mißverhältnis zum laienhaften Können der Mitwirkenden. Die Jungen spielten, sangen und sprachen mit einer Begeisterung, die auch beim Publikum Begeisterung auslösen mußte. Ansprachen, Gedichte. Lieder, Musikstücke und ein Melodram kündeten von Judennot und Judenglück. Die Oueretten-Koinödie „Gemeinderatssitzung in Killesheim“ führte wieder ins profane Theben zurück. Das Stück (von Frau Weil wohl dem Breisacher Original nachgedichtet!) verspottete leider allzu sanft die Gemeindehäupter. Sehr hübsch war auch die selbstkomponierte Melodie. Reicher Beifall und eine anschließende „Chanukkasude“ belohnten die tüchtigen Jungen von der Wagnerstraße. H. O. Die Chanukkafeier der Jüdischen Volksschule Wer die bescheidenen Anfänge der Münchener Jüdischen Volksschule, den harten Kampf um ihre Daseinsberechtigung und ihren Ausbau miterlebt hat, der war besonders erfreut über den

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.