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Das jüdische Echo · 1933-01-06 · 1 (6.1.1933) · p. Seite 6

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
20 (1933)
Issue
1 (6.1.1933)
Date
1933-01-06
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6 Das Jüdische Echo Nr. 1 Anblick der 130Kinder, die am 6.Chanukkaabend im AnnasaaJe, Reitmorstraße, ihre Schul- und C hanukkafeier begingen. Das Erfreulichste war diese muntere, strahlende, spiel- und sangesfreudige Schar, die mit ebenso viel frommer Andacht wie f rischem Schwung deklamierte,spielte,tanzte, sang und turnte. Und sie machten ihrer Schule alle Ehre. Das Programm — das darf wold gesagt werden — stand weit über dem Durchschnitt solcher Schulfeiern, namentlich der jüdische Teil. Da waren die Lichter des Jahres, da war die lebende Menorah, deren Bühnenbild Kunstmaler Ziegler packend gestaltet hatte. Gut gehütete Chöre, schöne Knabensoli brachten jüdische Melodien zu Klang und Wirkung. Den stärksten Eindruck empfing man wohl \ on der hebräischen Szene „Abraham und die Götzen“ durch ihren Hauptdarsteller. Die ausdrucksvolle Beherrschung unserer heiligen Sprache in Kindermund zeigte mehr als alles die Möglichkeiten und die Fortschritte der Schule auf diesem Gebiet ihrer besonderen Aufgabe. Der andere Akzent des Festes lag auf den r h y t h m i s c h e n Vorführungen, ln bunter Eolge boten sie den Kleinsten und den Großen, Buben und Mädels, Gelegenheit zu beweisen, wie die Schule auch diesem Teil ihres Lehrstoffs in erfreulich moderner Weise gerecht wird. Der so ernsthaft stiamm geführte „Makkabäerkampf“ der kleinen Buben erinnerte wirklich an klassische 'Vorbilder, während das heitere Pantomimenspiel „Straßenverkehr“, die rotbemiitzten Mädels auf ihren Rollern das Zeitalter des Verkehrs, des Soorts und Rekords versinnbildlichte. Köstlich waren auch die sieben Sänger der ..Sechs von der letzten Bank“, in Stimme und Soiel von einem originellen Schwung, der über eine Schulleistung hinausging. Und dieses große, fast zu große Programm wurde in rascher Aufeinanderfolge mit vorbildlicher Ordnung und Disziplin abgespielt, eine außerordentliche Leistung der Lehrkräfte der Sclnde, denen der begeisterte Beifall der wohl 700 Besucher ebenso galt wie den kleinen Künstlern. Diese 700 Zuhörer kommen wie die Schüler selbst aus allen jüdisch bewußten Kreisen unserer Gemeinde. Und das bedeutet — w as auch der Abend bewies —, daß die Münchener Jüdische Volksschule schon heute über den Rahmen einer reinen Unterrichtsanstalt hinausgewachsen ist zu einer Stätte jüdischer Kultur in unserer Gemeinde. Das hiesige Palästina-Amt teilt uns mit: Dienstag, den 3. Januar, früh kamen mit dem Berliner Nachtzug etwa 40 deutsche Chaluzim und Chaluzoth an und setzten in reserviertem Wagen die Fahrt nach "Priest fort. Den Münchner Freunden, welche sich zur Begrüßung und Hilfe der Gruppe eingefunden hatten, bot sich ein erfreuliches Bild jungen, kraftvollen "Lebens. Gesamtausschuß der Ostjuden München J. Rosenwasser u. Frau, gratulieren herzfichst anläßlich der Verlobung Penzak-Maier und s]»enden RM. 2.—. Aus dem Münchener Bar-Koehba Bar-Kochba, Damen- und Mädchenabteilung Die nächste Turnstunde findet am Montag, den 9. Januar abends 7 Uhr in der Luisenschule statt, nicht, wie fälschlich angegeben wurde, um 8 Uhr. Leichtathletik und Handball Nach vieler Mühe ist es uns gelungen, für den Winterbetrieb die Halle des T.V. Sendling, Plinganserstr., Haltestelle 6 beim Sendlinger Weinbauer, zu mieten. Wir erwarten von allen Aktiven, daß sie die ausgezeichnete Gelegenheit des Wintertrainings ausniitzen und sich regelmäßig jeden Dienstag abends von 8—10 Uhr in der Sendlinger Halle einfinden. — Ebenso ist wieder für die leichtathletische Damenriege Frl. Gelius, die bekannte deutsche Leichtathletin, als T.ehrkraft gewonnen. Die Damen trainieren ebenfalls jeden Dienstag abends von 7—9 Uhr. Es wird zahlreiche Beteiligung erwartet. Die Leitung. Handball Das für 4. Dez. angesetzt gewe.sene llandballwettspiel gegen die Mannschaft des Eisenbahn- Sportvereins wurde bekanntlich vom Verbände in letzter Minute abgesetzt. Kür den neuen "Per- Nieren- und Zuckerkranke beachten Sie bitte die neuesten großen Erfolge mit Ueberkinger Adelheidquelle Herr Professor Dr. med. Joh. Dück staatl. Professor an der Handels-Akademie in Innsbruck schreibt am 28. Juli 1932: Gerne bestätige ich Ihnen auch unmittelbar, was ich Ihrem Herrn Vertreter hier schon wiederholt mündlich gesagt habe: Mit der Adelheidquelle habe ich seit den 2^ Jahren, die ich sie in der Praxis verwende, eine ganze Reihe sehr beachtenswerter Erfolge, von denen folgende 2 Fälle ganz besonders beachtenswert sind: Fall A: 4jähr. Kind, seit ll/2jaliren post-anginöse Nephritis im längst chronischen Stadium; alle klinische und private Therapie vermochte keine Eiweiß-Freiheit zu erzielen; auf ausschließliche Anwendung Ihrer Adelheidquelle nach 6 Wochen keine Spur von Albumen, der Zustand hat sich seitdem 2 Jahre — gehalten, das Kind ist aufgebläht und hat nie mehr Eiweiß im Harn gezeigt; es trinkt noch täglich früh ein Glas Adelheidquelle. Fall B: 52jähr. Dame, seit vielen Jahren Diabetes Mellitus; trotz langer klinischer und privater Insulin- Behandlung nie ganz zuckerfrei; nach 3 Monaten Adelheidquelle — ohne Insulin-Behandlung — vollkommen zuckerfrei; seither — 2 Jahre — nur einmal sehr wenig Zucker nach grobem Diätfehler; der Zucker verschwand bereits am 2. Tage wieder; Patient trinkt ebenfalls morgens ihr Glas Adelheidquelle. Ich halte überhaupt die regelmäßige Anwendung der Adelheidquelle auf nüchternen Magen für das beste, und sehr viele meiner Patienten, besonders ältere, nehmen ebenso wie ich selber täglich ohne Ausnahme prophylaktisch nüchtern morgens ein Glas Adelheidquelle und fühlen sich außerordentlich wohl dabei, wohl auch infolge der Stuhlregelung. Ich möchte diese Quelle nicht mehr aus meinem Arzneischatz missen.

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