Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 19 (1932)
- Issue
- 34 (19.8.1932)
- Date
- 1932-08-19
- Page
- Seite 273 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 34 273 Das Jüdische Echo scheint, einzuholen und für den nächsten Kongreß Vorschläge vorzubereiten. Keren Kajemeth. — Änderung in der Zusammensetzung des Direktoriums. — Sabbathschutz Das Aktions-Komitee ermächtigt das Direktorium des KKL, in gemeinsamer Beratung mit den Mitgliedern der Palästina-Exekutive und den in Palästina weilenden Mitgliedern des Aktions-Komitee-Präsidiums, über die erforderlichen Änderungen des Statutes des KKL zu beschließen. Der Vorschlag des KKL-Direktoriums auf Wiederwahl der Direktoren Berl Kaznelson, S. Schocken und S. Zuchowiecki, sowie auf Neuwahl des Herrn Emanuel Neumann an Stelle des ausgeschiedenen Direktors, Col. F. H. Kisch, wird genehmigt. Das Direktorium des KKL wird beauftragt, gemeinsam mit der Gesamtexekutive die Frage der Sicherung der Sabbath-Ruhe auf den Ländereien des KKL zu behandeln und zu erledigen. Erziehungswesen Unter Betonung des Grundsatzes, daß das palästinensische Erziehungswesen einen integrierenden Bestandteil der zionistischen Arbeit bildet, und die Zionistische Organisation auch weiter die Verantwortung für das hebräische Erziehungswerk in Palästina mittragen soll, beauftragt das Aktions-Komitee die Exekutive, den Plan der Übergabe des Chinuch an die Knesseth Israel, beginnend mit dem Schuljahr 5693 zu verwirklichen. Das Aktions-Komitee drückt seine Enttäuschung darüber aus, daß die Regierung den Forderungen der Exekutive und des Jischuw wegen Vergrößerung ihres Beitrages zu dem hebräischen Erziehungswerke aus dem Erziehungsbudget der Regierung nicht nachgekommen ist, obgleich die Regierung selbst die Berechtigung dieser Forderung nicht bestreitet und trotz der außerordentlichen finanziellen Not, in der sich der Chinuch heute befindet. Das Aktions-Komitee ermächtigt die Exekutive, ihren Kampf gegen dieses Verhalten der Regierung gegenüber dem jüdischen Steuerzahler fortzusetzen und dem jüdischen Jischuw den ihm gebührenden vollen Anteil am Erziehungsbudget der Regierung zu sichern. Immigration Unter diesem Kapitel wird der Beschluß betreffend die Regelung der Zusammensetzung der Palästinaamts-Kommission veröffentlicht. Der Beschluß sieht eine proportionelle Vertretung der zionistischen Parteien auf Grund der bei den letzten Kongreßwahlen erlangten Stimmenzahlen unter Berücksichtigung kleinerer Parteien, die eine größere Zahl auf Hachscharah befindlicher Mitglieder aufweisen können, vor. Die Zahl der Vertreter einer Partei darf 50 Prozent der Gesamtvertretung nicht überschreiten. Außerdem gehört jeder Kommission ein Vertreter der chaluzischen Hachscharah-Organisationen an. Für die Nominierung dieses Vertreters ist eine besondere Regelung vorgesehen. Jede Kommission besteht inklusive des Vertreters der Chaluz-Organisation aus 13 stimmberechtigten Mitgliedern. Außerdem wird den Kommissionen empfohlen, bis zum nächsten Kongreß je eine Vertreterin der Hachscharah-Organisation der WIZO mit beratender Stimme zuzuziehen. Es folgt ein Beschluß, die Jüdische Weltkonferenz zu begrüßen, und schließlich ein den russischen Merkas betreffender Beschluß, durch den entsprechend einem früheren Aktions-Komitee- Beschluß Angelegenheiten des Merkas dem Kongreßgericht oder einem Schiedsgericht unter Vorsitz des Leiters des Kongreßgerichtes zugewiesen werden. Das Budget Für das Jahr 5693 wurde ein Budget in der Höhe von 306 000 Pfund beschlossen und durch das Administrative Committee bestätigt. Es sind 104 000 Pfund für Schuldentilgung, 44 500 Pfund für Verwaltung und politische Arbeit in London und Jerusalem, 41 500 Pfund für das Erziehungs-Departement, 49 300 Pfund für das Kolonisations-Departement, 14 500 Pfund für die Immigrationsabteilung, 45 000 Pfund für das Departement für Gesundheitswesen und 4500 Pfund für die Abteilung zur Förderung der Industrie und der Mittelstandssiedlung vorgesehen. Dieses Budget zwingt die Exekutive, eine Anleihe von 22 000 Pfund auf zu erwartende Eingänge aufzunehmen. Eine Reihe von Budget-Resolutionen des Aktions-Komitees wurde vom Administrative Committee der Exekutive als Material überwiesen. In diesen Resolutionen wird die Erklärung der Exekutive, sie werde zur Ausgestaltung der Siedlungen des Rischon-Komplexes und des Afuleh-Komplexes zusätzliche Kredite bis zum Betrage von 40 000 Pfund in Anspruch nehmen, mit Befriedigung zur Kenntnis genommen und die Exekutive beauftragt, Möglichkeiten zur Durchführung der Bewässerung in den Siedlungen im Rahmen des Konsolidierungspianes ausfindig zu machen. Für das Technikum wurden 1000 Pfund zur Deckung seines Budgets für 5692 angewiesen, der Witwe von Professor Boris Schatz eine lebenslängliche Pension von 120 Pfund, seinen beiden Söhnen ein Unterhaltungsbeitrag von je 60 Pfund jährlich bis zum vollendeten 25. Lebensjahr bewilligt. Ferner werden Bestimmungen über die Rückzahlungsform der für 5692 verbliebenen Schulden an die Waadath Hatarbuth und die Verwendung der Einnahmen der Palästinaämter getroffen. Die das Erziehungswesen betreffenden Beschlüsse des Aktions-Komitees wurden vom Administrative Committee ratifiziert; die Exekutive wurde beauftragt, der Knesseth Israel für 5693 den Betrag von 40 000 Pfund als Zuschuß zu den Kosten des Erziehungsdienstes zu bewilligen und diese Bewilligung vorbehaltlich der Genehmigung durch die nächste Sitzung des Council der Jewish Agency für weitere zwei Jahre zu erneuern. Reorganisierung der Jewish Agency Im Sinne des Beschlusses des Council hat das Administrative Committee bestimmt, daß sämtliche Vorschläge betreffend eine Reorganisierung der Jewish Agency einer Kommission übergeben werden sollen, mit dem Aufträge, das Material zu studieren und der nächsten Sitzung des Council Vorschläge zu unterbreiten. Zu Mitgliedern dieser Kommission werden ernannt: die Herren Kurt Blumenfeld, Dr. S. Federbusch, Dr. N. Goldmann, Dr. Georg Halpern, J. Sprinzak, B. Zuckermann; Dr. L. Baeck, Dr. W. Fildermann, O. E. d’Avigdor Goldsmid, J. Jefroykin, Dr. B. Kahn, Direktor O. Wassermann. Zu den Beratungen der Kommission sollen auch die Herren Leo Motzkin und Dr. Werner Senator hinzugezogen werden. Eröffnung der jüdischen .Weltkonferenz in Genf. 130 Delegierte aus über 20 Ländern, 300 Gäste Genf, 14. August. (JTA.) Am Sonntag, dem 14. August, 3 Uhr nachmittags, wurde in der Mai-