Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 19 (1932)
- Issue
- 20 (13.5.1932)
- Date
- 1932-05-13
- Page
- Seite 165 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 20 Das Jüdische Echo 165 Ansprachen. Besonders imposant verlief die Kundgebung in Tel-A\vi\y, in der auch der amerikanischjüdische Schriftsteller David Pinsky eine Ansprache hielt. An das Büro der Sozialistischen Internationale wurden telegraphische Grüße gesandt. Kommunisten aus Palästina ausgewiesen J e r u s a 1 e m , 8. Mai. (JTA.) Zwölf Kommunisten, die am Vorabend des Nebi-Musa-Festes im Interesse der öffentlichen Sicherheit in Jerusalem verhaftet worden waren, sind zu Geldbußen in Höhe von 50—800 Pfund verurteilt worden. Gegen diejenigen, die nicht palästinensische Staatsbürger sind, wurde auch auf Landesverweisung erkannt, Flf Kommunisten, die am 22. April in Tel-Awiw ('ine Versammlung des Klubs der linken Poale Zion gestört halten, wurden vom Gericht zu je sieben Tagen Gefängnis und Landesverweisung nach Verbüßung der Strafe verurteilt. Gemeinden- und Vereins-Echo Juiigzionistischer Arbeitskreis München Das Bedürfnis nach einer gründlichen Ausbildung in den Fragen der zionistischen. Ideologie besieht in München seil langer Zeit, konnte aber bisher nicht in derselben Weise befriedigt werden, wie es in anderen Städten geschehen ist. Es ist uns nun gelungen, für zwei Abende eines zionistischen Schu- I u n g •; k u r s e s Herrn K u r l Bl u m e n f e 1 d zu gewinnen. Der erste Abend unter seiner Leitung findet am Montag, dem 28. Mai, statt und behandelt ,.I)ie Situalion der Juden in der gegenwärtigen Krise“, der zweite Abend am Dienstag, dem 24. Mai, das Thema Fragen der inner jüdiselien Fntwieklung und des Jddäslinamijbaus“. Beide Zusammenkünfte beginnen um 8.80 I hr im Bibliotheksaal der Gemeinde, Herzog-Max-Slraße 7/1. Fm den besonderen Charakter der Veranstaltung, die kein öffentlicher Vortrag ist, zu wahren, soll sie in einem geschlossenen Kreise slattfinden Die Teilnehmer werden deshalb gebeten, sich bis Donnerstag, dem 19. Mai, telephonisch (Tel. 297449) nachmittags zwischen 8—ö Fhr oder schriftlich im Büro der Zionistischen Ortsgruppe, Herzog-Rudolf-Sfraße 1, anzumelden. Der Kurs ist vor allem für die Jugendführer, die Studenten, sowie die älteren Jugendlichen bestimmt, jedoch sind auch alle sonst daran Interessierten herzliehsl dazu oingeladen. Die Teilnahme ist ^kostenlos. Hebräische Sprachkurse, München Am Dienstag, den 17. d. M., abends 9.15 Uhr beginnt ein K u r s f ii r A n f ä n g e r. Neue Schüler werden in diesem, sowie in allen bestehenden Kursen aufgenommen. Anmeldung Hcrzog-Rudolf- Straße 1, Egb., Tel. 29 74 49. Schekelaktion 5692 Die Zionistische Exekutive hat dem dringenden Antrag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland entsprochen und den Schekelpreis ausnahmsweise für dieses Jahr mit Wirkung vom 1. April ab auf RM. L— ermäßigt. Alle bis dahin eingesammelten Schekolini in Höhe von RM. 1.50 müssen voll abgeführt werden. Es wird damit gerechnet, daß dieses Entgegenkommen der Exekutive dazu führen wird, die Schekelsammlung wesentlich zu erleichtern und zu einem guten Endresultat zu führen. Wir fordern daher alle Schekelblockinhaber auf, die Sammlung energisch zu betreiben und diese vor allem auf die Unorganisierten, besonders die zionistischen Familienangehörigen und die zahlreichen Jugendlichen auszudelmen. Entrichtet und sammelt den Schekel! Erweitert und vergrößert die zionistischen Reihen! Zum Vortrag Robert Strickers, ln seinen Ausführungen über „Zionismus am Scheidewege“ versuchte Robert Stricker, den die Münchener revisionistische Gruppe zu einem Vortragsabend im großen Saale des Künstlerhauses gewonnen hatte, nachzuweisen, daß nur der Revisionismus die Fortsetzung des wahren Herzl-Zionismus sei. Es ging dabei nicht ohne gezwungene Formulierungen und Konstruktionen ab. Originell, um nichts anderes zu sagen, ist Strickers Lehre, daß man nach Herzls Judenstaat eine „phantastische“ Politik betreiben müsse und einfach nicht wahr, daß die wirtschaftlichen Pläne Herzls nüchtern gewesen seien; haben sie sich doch bisher in keinem Punkt verwirklichen lassen. Auch das Argument, der Revisionismussei deshalb der einzig richtige Zionismus, weil nur er Jugend gewinne, dürfte den Tatsachen nicht entsprechen; selbst wenn aber dem so wäre, hätte Stricker immer noch nicht Recht: Man braucht in Deutschland und in Österreich nicht weit zu suchen, um Beispiele genug zu finden, daß Bewegungen die Jugend gewonnen konnten, die nur hetzen und aufpeitschen, was jedenfalls beweist, daß nicht an und für sich und unter allen Umständen, da das Gute ist, wo die Jugend steht. Der Vortrag Strickers w'ar offenbar für ein anspruchsloses, mit den zionistischen Problemen nicht vertrautes Publikum gedacht, das allerdings nicht erschienen w ar. I. E. Jüdischer Jugendverein München I. I) o n n e r s t a g - A b e n d e. Während der Sommermonate finden unsere Zusammenkünfte nicht mehr im Lessingsaale, sondern im Nebensaal des Restaur. „Mentersch waige“, Haltestelle der Linien 15 und 25, statt. Bei gutem Wetter wird lim Freien gespielt und geturnt unter der Leitung eines staatlich geprüften Sportlehrers. Nach den Übungen und bei schlechtem Wetter ist Gelegenheit zu gemütlichem Beisammensein und zwangloser Aussprache in dem für uns reservierten Nebenraum. II. W a n d ermige n. An Sonn- und Feiertagen veranstalten wir, wie in früheren Jahren, wdeder unsere Wanderungen nach folgendem Programm: 15. und 16. Mai: Fahrt nach Garmisch. Kosten ca. RM. 7.— (Rucksackproviant. Tourenausrüstung.) 22. Mai: 9.25 Uhr Starnberger Bahnhof S. K! Gauting. Wanderung nach Wiirmtal-Mühltal. Kosten ca. RM. 1.40. R a d f a h rer: Treffpunkt 8 Uhr Bavaria. Zionisten, kauft und verbreitet den Scheket!