Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 19 (1932)
- Issue
- 20 (13.5.1932)
- Date
- 1932-05-13
- Page
- Seite 166 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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166 Das Jüdische Echo Nr. 20 Aus dem Münchener Bar-Kochba Bar Kochba, Sportabteilung An alle aktiven Bar-Kochbaner! Grünwad-Münclien ist nun endgültig auf Sonntag, 5. Juni, festgesetzt. Die Strecke ist dieselbe, wie im vorigen Jahr. Wir wenden uns an alle Aktiven, regelmäßig den angesetzten Trainingsstunden beizuwohnen. Jeden Dienstag und Donnerstag abends halb 7 Uhr und jeden Sonntag vormittags ab 10 Uhr auf dem Säbener Platz. Insbesondere machen wir auf die letzten drei Haupttrainingstage Sonntag, 22. Mai, Donnerstag (Fronleichnam), 26. Mai, und Sonntag, 29. Mai (Generalappell) aufmerksam. Es ist jedermanns Ehrenpflicht, an diesen Tagen auf dem Sportplatz zu erscheinen. Wir haben drei Herren-, eine Jugend- und eine Schülermannschaft gemeldet. Jeder, der einer Laufmannschaft eingeresiht wurde, trägt eine große Verantwortung für das Gelingen des Laufes. Durch Wegbleiben eines Einzelnen kann die Aufstellung einer ganzen Mannschaft in Frage gestellt werden. Besorgt Euch die weiße Hose, mjt blauen Bändern umrandet, weißes, ärmelloses Trikot mit Mögen Dowid auf der Brust. Sowohl Pfingstsonntag als auch am Pfingstmontag ist Griinwald-München- Training! Die Leitung. Handball. Bei dem für vergangenen Sonntag vom Verband ^ngesetzten Wettspiel gegen Turnerschaft wurden dem Bar Kochba die Punkte zugesprochen, da der Gegner nicht angetreten ist. Der größte Rivale der Bar-Kochbaner, T.-V. Laim, hat noch ein Spiel auszutragen, doch dürfte der Tabellenstand dadurch nicht mehr geändert werden. Bar Kochba, Damen- und Mädchenabteilung. Die Gymnastikstunden für Damen finden jeweils Montav von 7—8K> Uhr in der Luisenschule statt, das Leichtathletik-Training für die Damen- und Mädchenabteilung jeweils Donnerstag ab L>7 Uhr auf dem Sportplatz an der Säbener Straße (Linie 15 oder 25, Haltestelle Krüppelheim). Wir bitten unsere Mitglieder, an den genannten Tagen von den Trainingsmöglichkeiten reichlich Gebrauch zu machen. Bar Kochba. Mittwoch, den 18. Mai, hält unser Turnbruder Walther K o s c h 1 a n d , der von seiner Palästinareise zurückgekehrt ist, einen Lichtbildervortrag über seine Eindrücke auf der Makkabiah. Beginn 20.15 Uhr im Bibliotheksaal der Gemeinde, Herzog-Max-Straße 7/1. Wir erwarten vollzähliges Erscheinen unserer Mitglieder. Gäste herzlich willkommen. Bar Kochba gegen Turnerschaft 4:4 unentschieden Der bisherige Siegeszug der Handballelt des Bar Kochba wurde am letzten Donnerstag durch ein unentschiedenes Resultat unterbrochen. Der Sturm der Blau-Weißen spielte in der ersten Halbzeit einigermaßen ansprechend, batte jedoch mit einer Reihe von Schüssen, die knapp ihr Ziel verfehlten, besonderes Pech. In der zweiten Halbzeit vergab der Sturm durch taktisch unkluges Spiel und eine Reibe von schlecht geschossenen Strafstößen eine große Zahl von Torchancen. Erst mit der Vornahme von Breit in den Sturm wurde dieser wieder durchschlagskräftiger. Der beste Mann war Breit als Mittelläufer und später als Mittelstürmer, ferner war auch Schuster als Halbrechter gut in Form. Ausgesprochen schwach war diesmal der Torwächter. Trotz des unentschiedenen Ausgangs hat sich die Handballmannschafl mit diesem Spiel die Anwartschaft auf den Meistertitel erkämpft. Dr. Berger. Zionistische Ortsgruppe Nürnberg Herr Dr. Ber n h a r d B a m her g e r (Würzburg), der bereits am 14. April in unserem Zionistischen Jugendkreis einen außerordentlich fesselnden Vortrag über: „Zionismus und Messianismus“ gehalten batte, sprach am Donnerstag, dem 28. April, in einer sehr gut besuchten gemeinsamen Veranstaltung der Ortsgruppe und des Jugendkreises über: ,.Aehad Haam und seine Nachfolge“. Herr Dr. Bam- ]>erger, der über eine ungewöhnliche Kenntnis der gesamten Literatur verfügt, die sich mit Aehad Haam beschäftigt, und der insbesondere die Werke und Briefe Aehad Haams kritisch und gründlich durchgearbeitet hat, konnte so auch denjenigen Neues geben, für die der Name Aehad Haam kein leerer Begriff ist. Der Vortrag fand daher besonders lebhafte Aufmerksamkeit. Zentralstelle der Staatenlosen in Deutschland In Zusammenarbeit mit dem Verband der Staatenlosen in Breslau ist die Zentralstelle der Staatenlosen in Deutschland, Sitz Berlin, Berlin N 54, Rosenthaler Straße 55, Telefon D 1, Norden 5514, gegründet worden. Aufgabe dieser Zentralstelle ist es, alle in Berlin und in Deutschland lebenden Staatenlosen zusammenzufassen und ihre Interessen wahrzunehmen. Es soll der Versuch unternommen werden, Staatenlosen, die zu Unrecht staatenlos geworden sind, wieder die ehemaligen Staatsbürgerrechte zu beschaffen. Die Organisierung einer Konferenz der Staatenlosen in Deutschland ist in Vorbereitung. Alle in Deutschland lebenden Staatenlosen und alle Ortsgruppen der Staatenlosen werden gebeten, sich unverzüglich mit uns in Verbindung zu setzen, um eine restlose Registrierung der Staatenlosen durchzuführen. Reichsverband ostjüdischer Organisationen in Deutschland D elegierte ntagung der Gruppenverbände Rheinland-Westfalen (X. Tagung) und Südwest- Deutschland vom 14. bis 16. Mai in der Rheinlandloge in Köln. Aus dem Programm: Eröffnungskundgebung: Ostjüdische Not in Deutschland. Referate: Die Stellung der Ostjuden in den Gemeinden; Die Wirtschaftskrise, Folgen und Abhilfe; Die ostjüdische Jugend und der Verband u. a. m. Referenten: Benzion Fett, Berlin, Dr. Israel Tauber u. andere.