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Das jüdische Echo · 1932-04-08 · 15 (8.4.1932) · p. Seite 124

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
19 (1932)
Issue
15 (8.4.1932)
Date
1932-04-08
Page
Seite 124 (sequence 4)
Language
German
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124 Das Jüdische Echo Nr. 15 palästinensischen Gruppen, ln Tennis siegte England über Palästina 4:1, Tschechoslowakei gegen Syrien 5:0, Polen gegen Rumänien 5:0. Die Amerikanerin Miß Hoff gewann im Weit- und Hochsprung für Damen. Die Amerikaner Schneider und Adelman nahmen den ersten und den zweiten Platz im Schießen. Der noch am Dienstag von den Deutschen geronnene Sieg im 4X100 m-Staffellauf geschah in 47,8 gegen Amerika. Die ßXlOOO m wurden von den Tschechoslowakei! in 8:52,4 gegenüber Österreich gewonnen. Der Schlußtag der Makkabiah in Tel Awiw, der 51. März, verlief besonders glänzend. Im Stadion verfolgten mehr als 25 000 Zuschauer, unter ihnen außer dem High Commissioner zahlreiche Regierungsbeamte und die Konsuln der fremden Mächte, mit gespannter Aufmerksamkeit die Entwicklung der Sportkämpfe. Besonders prächtige Bilder boten die Turniere der Pfadfinder, Motorradfahrer, Radfahrer und Reiter. Helle Begeisterung weckte die von Abraham Schapira aus Pelach Tikwah geführte Reitergruppe. Um 5 Uhr nachmittags begann die Schlußprozession der 5000 Makkabi-Leute, jede Ländergruppe marschierte unter eigener Fahne. Die der Stadt zu sich bewegende Prozession bot ein farbenprächtiges Bild. Auf die Gräber Max Nordaus, Achad Haams und der Opfer der Unruhen im Herbst 1929 wurden von den Makkabis Kränze niedergelegt. Der Zug bewegte sich dann mit seinen Musikkapellen unter Absingen nationaler Lieder durch die Haupstraßen von Tel Awiw, wo er von der Einwohnerschaft um jubelt wurde. Auf dem Platz vor dem Herzliah-Gymnasium löste sich der Zug auf. In den Endspielen am Donnerstag gewann Miß Hoff im 100 m-Lauf und im Weithochsprung iThriathanon) für Frauen. Hyman gewann im 100 m-Lauf, Elaxmann im 1500 m-Lauf, Schneider im Speer- und Diskuswerfen und im Männer-Thrialhanon, so daß die letztgenannten vier Konkurrenzen alle von Amerikanern gewonnen wurden. Im 400 m-Lauf gewann Österreich, in der zweiten Tennis-Konkurrenz wurde England von Polen geschlagen. Den vom High- Commissioner für den Sieger im Stafeltenlauf gestifteten Pokal gewann das Regiments-Team „Middlesex“. Mit Beendigung der Makkabiah sind noch nicht alle Sportfeste in Palästina beendet. Mehrere Sportkämpfe werden in verschiedenen Orten des Landes ausgetragen, die Preisverteilung geschieht am 5. April zu Haifa. Grandioses Purimfest in Tel Awiw Tel Awiw bot in diesen Purim-Tagen ein ungemein frohes und farbenbuntes Bild. Während des Nachmittags-Karnevals bevölkerten die Straßen der jüdischen Stadt außer etwa fünfzigtausend Stadteinwohnern noch zehntausend Juden aus ganz Palästina, viele hunderte Touristen aus der ganzen Welt und tausende Araber aus Jaffa und Umgebung. An keiner Stelle kam es zu irgendeinem Zwischenfall, keine einzige Verhaftung wurde vorgenommen. Der Karneval war in den Rahmen einer Prozession aller jüdischen Elinwandererelemente „von Abraham bis Passfield“ gekleidet. Man sah farbenprächtige Massenbilder sowie satirisch aufgeputzte Gruppen. S.IT Stadtküche Weine Theatinerstr. 48 Tel. 24421 Jerusalem bot in den Purim-Tagen das normale Bild, nur am Jaffaweg tummelten sich die traditionellen naiven Maskengfuppen der orientalischen Juden. Gemeinden- und Vereins-Echo Zionistische Ortsgruppe, München Mittwoch, den 13. April, abends 8.30 Uhr, findet im Bibliotheksaal der Gemeinde, Herzog-Max-Straße 7/1, unsere ordentliche Generalversammlung statt. Sämtliche Mitglieder werden gebeten, sich den Termin vorzumerken und bestimmt zu erscheinen. Herr Dr. Paul Rohrbach wird am Samstag, dem 23. April, abends 8.30 Uhr, im Kunstgewerbesaal, Pfandhaustraße 7, über „Erfahrungen und Erlebnisse in Palästina“ sprechen. Der Redner ist einer der ersten Weltpolitiker, der die Bedeutung des nahen Ostens und im Zusammenhang damit die Wichtigkeit des Zionismus für die Entwicklung des vorderen Orients iin Rahmen der Weltwirtschaft erkannt hat. Sein Voi’trag dürfte größtes Interesse erwecken, um so mehr äls der Redner erst vor kurzem von seiner Orientreise zurückgekehrt ist. Zionistische Ortsgruppe, Jungzionistischer Arbeitskreis, Bar Kochba, München Der für den 9. April angezeigte Ball des Jüdischen National-Fonds mußte aus technischen Gründen leider auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Dafür wird auf vielfachen Wunsch der Tanz-Tee, über dessen ungewöhnlich starken Besuch und gelungenen Verlauf hier berichtet wurde, wiederholt. Dieser Teenachmittag findet am Sonntag, dem 17. April, in den Räumen des Hotels „Der Königshof“, Karlsplatz 25, statt. Der beliebte Vortragskünstler Herr Bernhard R e n k a wird in den Tanzpausen heitere Rezitationen bringen. Die Kapelle Zuckerberg spielt wieder zum Tanz. Der Reinertrag geht zugunsten des Keren Kajemcth Lejisrael. Eintritt 1.30 RM. inkl. Tee und Steuer. Siehe auch Anzeige in dieser Nummer. Die Gruppe sozialistischer Zionisten versammelt sich am Montag, 11. April 1 9 3 2, abends 8.15 Uhr, im „Jüdischen Kindergarten“, Herzog-Rudolf-Straße 1, Rückgeb. 1 St., zu einem Referat des Herrn Gottfried Hirsch über „Otto Hellers Buch „DcrUntergangdes Judentu m s“ vom zionistischen Gesichtspunkt. Die zweite Aussprache mit Herrn Dr. Siegfried Lehmann findet voraussichtlich im Mai statt. Interessierte Gäste willkommen. Zur Kostendeckung werden 20 Rpf. erhoben. Jüdischer Jugendverein Am Donnerstag, dem 14. April, Beginn 20.30 Uhr, veranstaltet der Jugendverein im „Lessingsaal“ eine „Goethe-Gedenkfeier“, bei der Herr Rabbiner Dr. B a e r w a 1 d seinen z. Zt. mit so großem Beifall aufgenommenen Vortrag über „Goethe und das Alte Testament“ wiederholen wird. Gäste sind wie immer herzliclist willkommen. Eintritt ist frei! Jüdischer Kulturverein J. L. Perez. München Samstag, den 9. April 1932, abends 9 Uhr, im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1, Vortrag des Herrn Geh.-Rat. Dr. Eugen Doernberger: Leben und Sterben der Völker. Angesichts des hochinteressanten Themas sehen wir zahlreichem Besuch entgegen. Gleichzeitg laden wir die verehrlichen Vereine höflich ein. Wir bitten um pünktliches Erscheinen. Die Vorstandschaft. Verein Talmud Tora giatuliert Herrn Oskar Neumann zum Ingenieur und dankt für die Spende von RM. 5.—.

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