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Das jüdische Echo · 1932-03-25 · 13 (25.3.1932) · p. Seite 108

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
19 (1932)
Issue
13 (25.3.1932)
Date
1932-03-25
Page
Seite 108 (sequence 4)
Language
German
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108 Das Jüdische Echo Nr. 13 Zionisten, kauft und verbreitet den Schekel! I der Entwicklung des Gebietes: Es umfaßt 60 000 Dunam, wovon 15 000 von jüdischer Arbeit in Kultur genommen wurden. Von den Kolonisten sind 80% Selbstarbeiter. Das. ganze Gebiet zählt heute 5200 jüdische Seelen, darunter 1500 Arbeiter. In vier Jahren werden anderthalb Millionen Kisten Orangen von hier abgesandt werden. Das betreffende Gebiet kann jedoch noch eine dreimal größere Bevölkerung absorbieren. Der Vortragende schloß mit einem starken Appell an die Juden des Galuth, nach Palästina zu kommen und sich im Scharon anzusiedeln. Ein arabisch-jüdischer Zusammenstoß auf jüdischem Boden Auf dem der Meschek Company gehörenden Kuskus-Tabun-Boden im Emek Jesreel kam es am 3. März zu einem Zusammenstoß zwischen arabischen und jüdischen Pflügern, in dessen Verlauf drei Juden verletzt und zwölf Araber und drei Juden von der Polizei verhaftet wurden. Die Verletzungen eines der Juden sind ziemlich ernster Natur. Der Hergang war folgender: Arabische Siedler in der Nachbarschaft des Meschek-Bodens kündigten an, daß sie den Kuskus- Tabun-Boden für sich beanspruchen und ihn in Bearbeitung nehmen wollen. Jüdische Landarbeiter hatten schon früher mit dem Pflügen des Bodens begonnen. Die Administration des Haifa-Distriktes, die von der Ankündigung der Araber, sich widerrechtlich in den Besitz des Bodens zu setzen, verständigt worden war, hat keinerlei Vorkehrungen getroffen, sondern erklärt, es mögen Juden wie Araber den Boden in Bearbeitung nehmen. Als die Araber auf dem Boden erschienen, war dieser bereits von Juden gepflügt. Etwa 30 jüdische Landarbeiter mit ihren Gespannen befanden sich noch auf ihm. Es kam zu einem Zusammenstoß zwischen den Arabern und den Juden. Der Polizeiinspektor Harrington erschien an Ort und Stelle und befahl beiden streitenden Parteien, die Arbeit auf den Feldern bis zur gerichtlichen Entscheidung einzustellen. Die verhafteten Araber und Juden wurden noch am selben Tage gegen Erlegung einer Kaution auf freien Fuß gesetzt. Über den Vorfall wird von zuständiger jüdischer Seite mitgeteilt, daß auf dem 1925 von der Meschek Company gekauften Boden damals nur vier aiabische Pächterfamilien angesiedelt waren. Bei allen anderen Arabern, die jetzt den Boden okkupieren wollten und dabei die jüdischen Pflüger angriffen, handelt es sich um Beduinen und Fellachen aus der Nachbarschaft, die niemals diesen Boden bearbeitet hatten. Unter den Juden herrscht größte Entrüstung gegen den Haifaer Distriktsbeamten Lees, der selbst den Arabern geraten habe, das Land umzupflügen, auf dem die Juden bereits Pflugarbeit geleistet hatten. Ein weiterer Fall widerrechtlicher Boden-Okkupation durch Beduinen ereignete sich am 13. März in der Nähe der jüdischen Arbeitersiedlung Jad- Jur. wo arabische Hirten mit ihrem Vieh sich auf indischem Boden niederließen. Ein arabischer Polizist, der versuchte, die Hirten am Betreten des Bodens zu verhindern, wurde von ihnen schwer mißhandelt. Dr. Arlosoroff in Transjordanien Jerusalem. Der Leiter der Palästina-Exekutive der Jewish Agency, Dr. Chaim Arlosoroff, und der politische Sekretär der Exekutive, Shertock, begaben sich nach Amman, der Hauptstadt Transjordaniens, zu einem offiziellen Besuch des Emirs Abdullah. Dort werden sie mit dem High Commissioner General Sir Arthur Wauchope Zusammentreffen, der sich am 14. März mittels Flugzeuges zu einem dreitägigen Aufenthalt nach Transjordanien begab. Gemeinden- und Vereins-Echo München. Zum Jubiläum des Keren-Kajemeth- Lejisrael veranstalteten der Jüdische Nationalfonds und der Jungzionistische Arbeitskreis München eine Kundgebung, die, vor allem von Jugendlichen, gut besucht war. Der Redner des Abends, Dr. Ernst M e c h n e r, der Leiter des Keren-Kajemeth-Lejisrael für Deutschland, ging aus von der heutigen Lage der Juden und stellte im Hinblick auf sie eindringlich die Bedeutung Palästinas und des Nationalfonds dar, wobei er auf Grund eigener Anschauung ein lebendiges Bild von den bisherigen Leistungen entwarf. Er schloß mit dem Appell an die Zuhörer, sich der Pflicht zur Unterstützung dieses großen Werkes nicht zu entziehen. Im zweiten Teil veranschaulichte Dr. Mechner dann seine Ausführungen durch Vorführung eines Bildstreifens, der eine Reihe schöner neuer Aufnahmen aus Palästina und graphischer Darstellungen enthielt. F. J. B. München. Im Rahmen des Vereins „der Freunde der hebräischen Universität“ hielt Herr Professor A. Fränkel (Kiel) einen Vortrag über die hebräische Universität und seinen Erfahrungen während seiner zwei Unterrichtsjahre. Eröffnet wurde der Abend von Herrn Professor Graez. Wir haben schon einmal einen Bericht über diesen Vortrag in unserer Zeitung abgedruckt, so daß sich eine ausführliche Besprechung erspart. An den außerordentlich anregenden Vortrag schloß sich eine Diskussion, in der unter anderem auch Herr Professor K. Fayence das Wort ergriff. Bar Kochba, Damen- und Mädchenabteilung Wegen der Osterferien fällt der Turnbetrieb in der Luisenschule aus. Er beginnt wieder am Montag, dem 11. April 1932. Das Training in der Sendlinger Turnhalle erfährt keine Unterbrechung und findet wie bisher jeden Mittwoch von halb 8 bis 9 Uhr statt. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München Samstag, den 26. März, abends 9 Uhr, Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1, Purimabend. Voranzeige: Samstag, den 2. April, abends 9 Uhr, Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1, Lichtbilder-Vortrag, Herr Theo Harburger: ,Hagadah“. Hahn’8 Delikatessen Weine Stadtküche Theatinerstr. 48 Tel. 244 21 ■m

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