Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 19 (1932)
- Issue
- 11 (11.3.1932)
- Date
- 1932-03-11
- Page
- Seite 92 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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92 Das Jüdische Echo Nr. 11 Zionisten, kauft und verbreitet den Scheket! Fruchtschädlinge bestritten werden sollten, fallen gelassen wird und daß jeder Citrus-Züchter für die Säuberung seiner Plantage von Schädlingen selbst zu sorgen hat. Ein Pro Palestine Committee auch in Südafrika Kapstadt. Auf einem Bankett, das führende nichtjüdische Politiker, Regierungsbeamte und Vertreter der Gesellschaft Südafrikas zu; Ehren Dr. Weizmanns in Kapstadt gegeben haben, und dem auch der frühere Ministerpräsident General Smuts beiwohnte, teilte das Mitglied des südafrikanischen Parlaments Dr. H. F. Meyer mit, er habe die Initiative zur Gründung eines Pro-Palästina-Komitees in der Südafrikanischen Union ergriffen, das nach den gleichen Grundzügen wie das American Pro Palestine Committee das Werk des Jüdischen Nationalheims in Palästina politisch, moralisch und materiell stützen soll. 10 000 Personen begrüßen Dr. Weizmann in Johannisburg J'1 o h a ri n i si b u r g. Dr. Chaim Weizmann, wurde bei seiner Ankunft aus Kapstadt in Johannisburg ein großartiger Empfang zuteil. Mehr als 10 000 Personen hatten sich am Bahnhof zu seiner Begrüßung eingefunden. Der Bahnhof und die umliegenden Straßen waren überfüllt. Die Tagespresse Jöhannisburgs widmet der Beschreibung dieses Empfanges mehrere Spalten und würdigt die Persönlichkeit Dr. Weizmanns und den Zweck seines Aufenthalts in der südafrikanischen Union in längeren Aufsätzen. Die Witwatersrand University hat beschlossen, Dr. Weizmann ein Ehrendoktorat zu verleihen. Gemeinden- und Vereins-Echo Zionistische Ortsgruppe, München Der am 19. März geplante Vortragsabend von Herrn Professor Dr. Adolf Fraenkel fällt aus. Jüdischer National-Fonds Der Jüdische Nationalfonds veranstaltet am 9. April in den Räumen des Regina-Palast-Hotels eine Purim-Feier mit Tanz. Wir machen unsere Freunde heute schon auf diese Veranstaltung aufmerksam und bitten sie, sich diesen Abend freizuhalten. Schekelaktion 5692 Die Schekelaktion, die von ehrenamtlichen Helfern durchgeführt wird, ist bereits in vollem Gang. An Euch, Zionisten, ergeht daher der Ruf: Legt erneut das Bekenntnis zu Eurer Organisation ab, indem Ihr den Schekel, das Symbol Eurer Verbundenheit mit dem Zionismus, erwerbt und so der Zionistischen Organisation die Mittel zu ihrer organisatorischen, propagandistischen und politischen Arbeit sichert. Tragt durch Verbreitung des Schekels den zionistischen Gedanken in diejenigen Kreise unseres Volkes, die bisher unserer Bewegung fernstanden. Entrichtet und sammelt den Schekel! - Stärkt und vergrößert die zionistischen Reihen! Bar Kochba, München Montag, den 21. März, abelids 8.30 Uhr, findet im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1/0, ein Heimabend statt. Thema: „Die politischen Strömungen im Judentum“. Hierüber werden fünf bis sechs Mitglieder iin iKurzreferaten berichten. Anschließend Diskussion und gemütliches Beisammensein. Jüdischer Gesangverein E.V. Die Proben am Dienstag, dem 15. und 22. März, fallen aus. Nächste Probe erst wieder am Dienstag, 29. März und wird um zahlreiches Erscheinen gebeten. I. S. Jüdischer Jugendverein, München 1. Donnerstagabende: Lessingsaal. Beginn: 20.30 Uhr. 17. März: Vortrag Siegi Einstein (Sportlehrer): „Juden im Sport.“ 24. März: Vortrag Rabb. Dr. P r y s : „Eheschließung und -Scheidung im jüdischen Recht.“ „Die Jungbühne“ i. j. JH. liest am Montag, dem 14. März, um 20.30 Uhr im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1 Rg.: Hugo von Hofmannsthal „Der Tor und der Tod“. Unkostenbeitrag: Jugendliche 20 Rpf., Erwachsene 30 Rpf. Garderobe frei. Junge Menschen, die mit uns arbeiten wollen, bitten wir, an uns zu schreiben. Anschrift: Herrn Alfred Obermayer, München, Adelgundenstraße 34. Jüdischer Jugendverein, München Es ist meines Erachtens ein taktischer Fehler, einen bunten Abend, wie es der letzte des Jüdischen Jugendvereins war, nur mit ,Unterhallungsabend (Musik, Deklamtion)1 anzuzeigen. Es wurde eine solche Fülle bester Sachen geboten, die vor einem größeren Forum noch mehr dankbaren Beifall gefunden hätten. Fräulein Else Berger sang mit schöner, wohlgeschulter Stimme und großer Einfühlungskunst mehrere Lieder von Richard Trunk. Zum erstenmal gelang es, Herrn Julius Rosen- 1) e r g für diesen Kreis zu gewinnen. Durch den guten Vortrag einiger Lieder aus Schuberts ,>Winlerreise“ wußte er sich durch seine wohlklingende Stimmen Gehör zu verschaffen. Besonders hervorheben möchte ich das Duett von Mendelsohn: ,Was hast Du mir getan, Du Mann Gottes'. Unter der liebenswürdigen Begleitung von Frau von Milde fanden die Künstler großen, wohlverdienten Beifall. Der große Beifall fehlte auch nicht, als die Geschw. Zuckerberg (Klavier und Violine) mehrere Stücke spielten, darunter eine Sonate von Tartini. Mit großem Interesse hörte man die von dem Münchener jüdischen Komponisten Goldberg zusammengestellten jüdischen Melodien, die in ihrer Komposition Talent verspüren lassen. Die Rezitation nahm den kleineren Teil des Abends ein. Mil Gedichten verschiedenster Art erwarben sich Lorbeeren Herr Dr. Keßler, Paula Neuwirlh, Hermann Knoblauch u. a. Den Abend, vielmehr die Nacht, es war inzwischen fast 12 Uhr geworden (leider mußte man durch die Unpünktlichkeit der Besucher