Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 19 (1932)
- Issue
- 7 (12.2.1932)
- Date
- 1932-02-12
- Page
- Seite 61 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 7 Das Jüdische Echo 61 etwas erhöht, sozusagen als Mosche Rabbenu. Ihre Gebetssprache ist zwar chinesisch und sie sind außerordentlich in Allem den Chinesen gleich, die Thorarollen sind aber hebräisch geschrieben. Zum Schluß noch sei die Kaste der Bene. Jsroel bei Bombay in Indien wohnend noch erwähnt, die die tüchtigen Offiziere und Beamten der indischen Armee liefern. Diese sind wohl wie die am übrigen indischen Golf wohnenden Juden von Persien eingewandert. Natürlich gibt es auch in Indien. Juden europäischer Herkunft, die der portugiesischen und englischen Kolonisation gefolgt sind. So gibt es auch Juden europäischer Abstammung in Siam, Kochin-China und Japan selbst. Die Ausführungen, die hier nur kurz skizziert werden konnten, waren außerordentlich interessant und belehrend. Ser. Jüdischer Gesangverein E. V. Der Verein hielt am 2. Februar seine 11. Generalversammlung. Der Vorstandschaft und dem Kassier wurden Entlastung erteilt. Bei der Neuwahl der Vorstandschaft wurde an Stelle des eine Wiederwahl ablehnenden Herrn Justizrat Dr. Fränkel Herr Emil Silbermann als 2. Vorsitzender gewählt. Die übrigen Herren des Vorstandes und des Ausschusses wurden wiedergewählt. Dem Dirigenten, Herrn Jos. Ziegler, wurde für seine erfolgreiche Stabführung der Dank abgestattet, ebenso der Vorstandschaft. Im vergangenen Jahr führte der Verein einige Synagogenwerke erfolgreich durch; einzelne intime Abende im Lessingsaal brachte die Mitglieder bei angenehmer Unterhaltung einander näher. Größere Veranstaltungen konnten infolge der ungünstigen Verhältnisse nicht durchgeführt werden; er hofft im Herbst wieder an die Öffentlichkeit zu treten. Im laufenden Jahr ist beabsichtigt mit den übrigen jüdischen Vereinen zusammen zu wirken. C. Sozialistischer Arbeitskreis Am Montag, dem 15. Februar 1932, findet im jüdischen Jugendheim, Herzog-Rudolf-Straße 1, der erste Kursabend des sozialistischen Arbeitskreises statt. Der Arbeitskreis hat es ich zur Aufgabe gemacht, Jgendlicheu aller Richtungen die Kenntnis des wissenschaftlichen Sozialismus zu vermitteln. Es sind vier Kurse eingerichtet, die die ,,Politische Ökonomie“, die „Geschichte der internationalen Arbeiterbewegung“, den „historischen Materialismus“ und den „Sozialistischen Aufbau“ behandeln werden. Herr Arnnn Sonnenthal spricht am 1. Abend über: „Die große französische Revolution“. Beginn punkt halb 9 Uhr. Der Israelitische Frauenverein von *1906 zur Unterstützung Kranker und Wöchnerinnen, München macht seine Mitglieder auf die am Sonntag, dem 14. Februar 1932, nachmittags präzise 3 Uhr, stattfindende ordentliche Generalversammlung im Restaurant Weiß, Herzog-Wilhelm-Straße 29, aufmerksam. Tagesordnung: 1. Tätigkeits- und Rechenschaftsbericht. 2. Neuwahl der Vorstandschaft. Im Interesse des weiteren Bestehens unseres Frauenvereins ist es dringende Pflicht jedes Mitglieds an dieser General-Versammlung teilzunehmen. Wir hoffen daher, daß wir dieses Jahr alle Mitglieder begrüßen und unsere Arbeit für die Zukunft werden fortsetzen können. Nichtmitglieder haben zu dieser Generalversammlung keinen Zutritt. Die Vorstandschaft. Verein Bikur Ghoulini, München A u f r u f! Seit Monaten haben sich die allgemeinen Verhältnisse immer mehr verschlechtert, die Erwerbsmöglichkeiten immer mehr verringert, so daß sich ein großer Teil unserer Mitbrüder in furchtbarer, wii tschaftlicher Not befindet. Rasche Hilfe ist dringend geboten! Wir sind weit über unsere Tendenzen gegangen, indem wir unseren Mitgliedern, sowie auch Nichtmitgliedern, nicht allein im Krankheitsfälle, finanzielle Beihilfe gewährten. Unsere Hilfsbereitschaft ist vorhanden, noch kein Gesuch wurde von uns abgelehnt. Die Not wächst jedoch leider immer noch an, bei manchem fehlt sogar das tägliche Brot. Immer größere Anforderungen werden an uns gestellt, denen unsere Mittel nicht mehr gewachsen sind. Unsere Kasse ist erschöpft, die Beiträge laufen nur sehr spärlich und bleiben zum 'Feil ganz aus. Aus vorstellenden Gründen sehen wir uns veranlaßt, an die gesamte Judenschaft Münchens öffentlich mit der ergebenen Bitte heranzutreten, uns in unserer Aufgabe mit Geldspenden und durch. Beitritt als Mitglied, nach Kräften zu unterstützen. Jeder Betrag ist uns herzlich willkommen, und sind Überweisungen auf das Postscheckkonto S. Neumann &. Söhne, Nr. 89 85, liöfl. erbeten. ln Anbetracht der Dringlichkeit und im Interesse der auf rasche Hilfe wartenden Mitbrüder, bitten wir jeden Einzelnen, mit den Zuwendungen nicht allzulange zu zögern. Viele werden Ihnen dankbar sein. Die Vorstandschaft. Talmud Thora Schule München Das Verhör findet Sonntag, den 14. Februar, um 10 Uhr statt. Berichtigung. Unser Bericht über den Etat der Kultusgemeinde in der letzten Nummer ist dahin zu berichtigen, daß für das Jahr 1931 bei 8 bzw. 9 Prozent Umlage die Steuereingänge mit 470 000 RM. veranschlagt waren, von denen 392 000 RM. tatsächlich eingingen. Aus dieser Zahl ist dann der neue Ansatz errechnet. Schekelaktion 5692 Die Schekelaktion, die von ehrenamtlichen Helfern durchgeführt wird, ist bereits in vollem Gang. An Euch, Zionisten, ergeht daher der Ruf: Legt erneut das Bekenntnis zu Eurer Organisation ab, indem Ihr den Schekel, das Symbol Eurer Verbundenheit mit dem Zionismus, erwerbt und so der Zionistischen Organisation die Mittel zu ihrer organisatorischen, propagandistischen und politischen Arbeit sichert. Tragt durch Verbreitung des Schekels den zionistischen Gedanken in diejenigen Kreise unseres Volkes, die bisher unserer Bewegung fernstanden. Entrichtet und sammelt den Schekel! Stärkt und vergrößert die zionistischen Reihen! Zionistische Ortsgruppe Nürnberg-Fürth Am Donnerstag, dem 4. Februar, sprach in unserer Ortsgruppe Herr Schriftsteller J. Margo- Zionisten, kauft und verbreitet den Scheketn