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Das jüdische Echo · 1932-02-12 · 7 (12.2.1932) · p. Seite 60

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
19 (1932)
Issue
7 (12.2.1932)
Date
1932-02-12
Page
Seite 60 (sequence 4)
Language
German
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Das Jüdische Echo huug Shanghais i. J. 1927 wurde auch jetzt eine britische Militärmacht in Shangnai zum Schutze von Leben und Eigentum englischer Untertanen eingesetzt. Als Generalmajor Sir John Duncan als Befehlshaber der englischen Verteidigungstruppe i. J. 1927, im Januar 1928 nach London zurückgekehrt war, sandte er an die in Shanghai erscheinende jüdische Zeitung „Israel's Messenger“ eine Botschaft, in der er der jüdischen Gemeinde in Shanghai den Dank dafür ausspricht, daß sie ilm in der Aufrechterhaltung der Ordnung so wesentlich unterstützt hat, und ihr die besten Wünsche für die Zukunft zum Ausdruck bringt. Auch Charbin. das gegenwärtig im Mittelpunkt chinesischjapanischer Kämpfe steht, besitzt eine große jüdische Gemeinde. Der Lehrerstreik noch immer nicht beigelegt Im palästinensischen Schulkonflikt ist eine Einigung auch in der vergangenen Woche nicht-erfolgt, so daß die Schulen der Jewisli Agency weiter geschlossen bleiben. Die Turbinen der Ruthenberg Elektrizitätsgesellschaft an der Jordan-Station in Betrieb gesetzt Vergangene Woche wurde im Gebäude der Ru- Ihenbergschen Elektrizitätsgesellschaft in Jaffa eine Mitteilung folgenden Inhalts angeschlagen: Die Leitung freut sich, allen ihren Mitarbeitern mitteilen zu können, daß am 21. Januar die Turbinen der Jordan-Station in Bewegung gesetzt wurden, ln einigen Tagen wird man die Austrocknung der Generatoren beginnen. Zehntausend sabbathtreue Juden in Newyork überreichen der Legislative des Staates Newyofk eine Petition um Aufhebung der Zwangs-Sonntagsruhe Auf Anregung des Vereines der Schomre Scliabbos in Newyork haben zehntausend sabbathtreue jüdische Geschäftsinhaber Newyorks der Staats- Legislative eine Petition überreicht, in der gebeten wird, das Gesetz über die Sonntagsruhe in der Weise abzuändern, daß sabbathtreuen Geschäftsleuten und Handwerkern erlaubt werden soll, an den Sonntagen ihrer Beschäftigung nachzugehen. Gegenwärtig seien diese ihrer Religion treubleibenden Juden infolge der Sonntagsruhevorschriften gezwungen, zwei Tage in der Woche zu feiern. Gemeinden- und Vereins-Echo Zionistische Ortsgruppe München Die Zionistische Ortsgruppe veranstaltet am Mittwoch, dem 17. Februar, abends 8.30 Uhr, im Kunstgewerbesaal, Pfandhausstraße 7/1, einen Vortragsabend mit Herrn Kurt Bl u m e n f e 1 d, dem Vorsitzenden der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, der über das Thema „Zionismus und n e u d e u ts eher N a t i o n a 1 i s m u s“ sprechen wird. Herr Blumenfeld ist als einer der interessantesten und gedankenreichsten jüdischen Politiker in Deutschland bekannt, seine Ausführungen über die Wandlungen der jüdischen Situation und die jüdische Zukunft dürften größtes Interesse beanspruchen und dementsprechend auch ein zahlreiches Publikum finden. Jüdischer Jugendverein München I) o n n e r s t a g - A b e n d e. Lessingsaal. Beginn: 20.30 Uhr. 18. Februar: Vortrag Geheimrat Dr. D o e r n - berger: „Die Reifezeit der Jugend.“ 25. Februar: Vortrag Dr. M. Marx: „Die Heilung durch den Geist.“ (Stefan Zweig zum 50. Geburtstage.) Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München Samstag, den 13. Februar, abends 8.45 Uhr, Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1, spricht Herr Sydney Rieser über die Krisis in den christlichen Religionen. V o r a n z e i g e : Samstag, den 20. Februar, abends 8.45 Uhr, Lessingsaal: Unterhaltungsabend. Samstag, den 27. Februar, abends 8.45 Uhr, Lessingsaal, spricht Herr Kapellmeister Ziegler über Betrachtungen in der Jüdischen Musik. Samstag, den 5. März, abends 8.45 Uhr, Lessingsaal, spricht Herr Dr. R. Levi über den Geist des Talmud. Gäste herzlich willkommen. Jüdischer Kulturvereiu J. L. Perez, München Im Kulturverein J. L. Perez hielt vor kurzem im Lessingsaal seine Fhrwtirden Herr Rabbiner Dr. Ehrentrcu einen außerordentlich interessanten Vortrag über die zerstreuten Splitter des jüdischen Volkes. Fs war ihm nicht darum zu tun, über die heutige Masseusiedlung der Diaspora in Europa und Amerika zu sprechen, auch nicht von den neuen Siedlungen in Palästina, sondern seine Ausführungen galten den 'Peilen des jüdischen Volkes, die vor dem Exil, bzw. der Zerstörung des 2. Tempels sich absplitterten. Nur zum Schluß erwähnte er die im ausgehenden Mittelalter durch Taufe erzwungene Absplitterung der Marannen in Spanien und Portugal und daß letztere jetzt sich wieder zum jüdischen Volke bekennen wollen, ln der Hauptsache galten seine Ausführungen den schwarzen Juden in Abessinien, den Falaschas, die vielleicht von den persischen Söldnern der Militärkolonie von der Nilinsel Elephantine in Oberägypten abstammen, die vor Esras Zeiten dort bestand. Ferner über jene kriegerischen kaukasischen Bergjuden, die wie die chinesischen Juden und die Juden in Tibet und Pamir, so wie den jemenitischen und indischen Juden von den Samaritanern abstammen bzw. von den 10 Stämmen. Allen gemeinsam ist, daß sie nur die 5 Bücher Moses kennen und deren Gebote, nicht aber die im Talmud zusammengefaßten Gesetze, ln Kürze noch einige Eigentümlichkeiten dieser einzelnen Gruppen. So feiern die Falaschas den Sabbat, kennen aber die Trennung von Milch und Fleisch nicht und der Versöhnungstag ist zwar ein Festtag, aber ein Freudentag, an dem getanzt wird. Die chinesischen Juden, deren Hauptsitz Haifongbti ist, heißen im chinesischen die Spannaderentferner. Ihre Synagoge bestand aus 4 umbauten Höfen. Im ersten wurden die Opfer und Schlachtungen vorgenommen, im vierten war der Raum für die Versammlung und in einem dahiuterliegenden Gebäude, das nur von den Priestern betreten werden durfte, standen 13 Tische, auf denen je eine Thorarolle lag, der Dreizehnte in der Mitte Kaffee-Konditorei Feldherrnhalle ".“.‘"’fr.r"'“1' Inhaber: ADOLF ZIMMER, früherer langjähriger Direktor Hotel Excelsior Fernruf 91447 Wiener Kaffee und nur erstklassige Getränke Feinste eigene Konditoreierzeugnisse mit garantiert reiner Butter!

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