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Das jüdische Echo · 1931-12-25 · 52 (25.12.1931) · p. Seite 700

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
18 (1931)
Issue
52 (25.12.1931)
Date
1931-12-25
Page
Seite 700 (sequence 8)
Language
German
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700 Das Jüdische Echo Nr. 52 gegen eine weitere Einwanderung von Juden nach Frankreich uild weist darauf hin, daß infolge der zunehmenden Arbeitslosigkeit im Zusammenhang mit der verschärften Industriekrise neue Einwanderer keine Arbeitsstätte finden werden. Einzig in der Landwirtschaft wäre für neue Kräfte noch Platz. Das Komitee fordert diejenigen Juden im Auslande, die in der Landwirtschaft Beschäftigung suchen, auf, sich mit ihm in Verbindung zu setzen. Nahum Sokolow bei Sir John Simon London, 18. Dezember. (JTA.) Der Präsident der Zionistischen Weltorganisation und der Jewish Agency, Herr Nah um Sokolow, der in diesen Tagen vom Premierminister Ramsay MacDonald empfangen wurde und sich mit ihm längere Zeit über Palästinafragen unterhalten hat, besuchte nunmehr auch den britischen Außenminister Sir John Simon. In einer lange dauernden Unterredung besprachen Nahum Sokolow und Sir John Simon die laufenden Angelegenheiten Palästinas und die Position Palästinas auf internationalem Felde und im Völkerbund, in dessen Rat Sir John Simon als Vertreter Englands sitzt. Lord Erleigh spricht auf einer Jewish-Agency- Veranstaltung L o n d o n , 17. Dezember. (JTA.) Im Rialto Pielure House zu Leeds fand unter dem Vorsitz von Sir Montague Burton eine von der britischen Sektion der Jewish Agency einberufene Versammlung statt, die sehr stark besucht war. Sir Montague Burton sagte, es sei tief zu beklagen, daß die Weltwirtschaftskrise auch das Werk der Jewish Agency in Palästina ungünstig beeinflußt. Das Palästinawerk sei keine „Butter-und-Brof-Idee“, sondern es steht über den Zeiten. Wir Juden wollen nichts anderes, als wieder ein natürliches Volksleben führen und unseren Kult urbeil rag an die Menschheit wieder entrichten. Lord Erleigh, der Sohn des früheren Außenministers Lord Raeding, war der Hauptredner des Abends. Auch auf zionistischem Felde, sagte er, hört man die Stimme der Extremen schärfer als die der Gemäßigten, wodurch die irrige Annahme entsteht, daß die Extremen die Gesamtrichtung repräsentieren. Ich selbst, fuhr Lord Erleigh fort, habe für einen Judenstaat in Palästina nichts übrig; ein Judenstaal würde allen Ländern der Welt, besonders aber den Juden, viel Sorge bereiten. Auch bin ich nicht für eine unbeschränkte Einwanderung von Juden nach Palästina ohne Rücksicht auf das wirtschaftliche Fassungsvermögen des Landes. Palästina soll ein Heim sein für jene Juden, die in vielen Ländern Europas noch unter mittelalterlicher Bedrückung leben; diesen Juden ist Palästina, die Wiege ihrer Rasse, Hoffnung und Zuflucht. Die Gestalt des Ewigen Juden, der ewige jüdische Wanderer, wird verschwinden, denn er ward in Palästina einen Ruheplatz finden. Ich wünsche, daß alle diejenigen, die das jüdische Werk in Palästina kritisieren, mit eigenen Augen das jüdische Volk Palästinas bei seiner Tagesarbeit sehen könnten. Levante-Messe Tel-Awiw 1932 Die Polnische Eisenbahndirekton meldet dem Ausstellungsbüro, daß eine Fahrpreisermäßigung von 25 Prozent für Messebesucher, die im Besitz der Dauereintrittskarten sind, bewilligt ist. Die Ausstellung hat also von den Eisenbahnverwaltungen der folgenden Länder bisher Ermäßigungen erhalten: Rumänien 50 Prozent, Italien 30 Prozent, Tschechoslowakei 25 Prozent, Syrien 40 Prozent, Polen 25 Prozent, ln den übrigen Ländern sind Verhandlungen mit den jsenbahnverwaltungen noch im Gange. \ Auch eine Reihe von h-iffahrtsgc Seilschaften haben bereits Preisermifungen gewährt; der „Service Maritime Roum; 40 Prozent für alle Klassen. Auch für die Lin des „Cunard Line“ und „American Export“ erden große Ermäßigungen erwartet. I Die Ausstellungsdauerkjen, die zu diesen Ermäßigungen berechtigen, jd erhältlich bei allen Palästina-Ämtern und gjeren Reisebüros, wie Thos. Cook & Son, AmJan Expreß, „Mer“ in Deutschland, „Cedok“ iäer Tschechoslowakei, „Git“ in Italien usw. In Iftstina ist der Palästine & Egypt Lloyd als offizfes Reisebüro der Ausstellung tätig. i Der I ÖOO-Familj-Siedlungsplan Jerusalem, 14. Detnber. (JTA.) Der Plan der Jewish Agency, tapid Familien auf dem Lande in Palästina überpn Rahmen der normalen Arbeit hinaus anzuJleln, ist bereits soweit vorgeschritten, daß ein bereinkommen über die Auswahl der S i el e r getroffen werden konnte. Das Übereinkojnen wurde von Julius Simon, Mohl und Dr. Hier im Namen der Palestine Economic Corpojion und der Palestine Plantation Company uj von Harzfeld, Kaplan und Remez im Namen pr Arbeiterschaft unterzeichnet. 200 Familienjverden schon jetzt als Vollsiedler auf dem Laje untergebracht. Gleichzeitig wird an den Bajvon 500 bis 600 Wohnhäusern für weitere Splungswillige geschritten. Wiederum Beduinen k Keren-Kafemeth-Boden Jerusalem, 17. Izember. (JTA.) Mehrere Beduinen besetzten da Jüdischen Nationalfonds gehörenden Boden ausWadi-Hawarith und hinderten die jüdischen Rüger an der Fortführung der Pflugarbeit. Sie lipen sich mit Frauen und Kindern auf dem Bodq nieder und stellten Zelte auf. Die Regierung buchte die jüdischen Behörden, dahin zu wirlm, daß die Kolonisten die Pflugarbeit bis zur feeudigung einer dringlich eingeleiteten Aktion d{ Regierung einstellen. Dr. Chäim Arlosoroff erklate sich im Namen der Jewish Agency bereit, [ne Einstellung der Pflugarbeiten unter der BjJingung zu erwirken, daß die Beduinen den Bocfn sofort räumen. Die Entscheidung der Regiering wird jeden Augenblick erwartet. Das Resultat des Keren-Kajemeth-Tages injNeuyork Neuyork, 17. Dfzember. (JTA.) Der öffentliche Sammeltag (Fkggentag) für den Keren Kajemeth in Neuyork erbrachte ein Ergebnis von 27 000 Dollar. Das Palästina-Airt der Zionistischen Organisation Amerikas gibt bekannt, daß sich über 150 amerikanische, Juden, in der Hauptsache Angehörige des Mittelstandes mit einem durchschnittlichen Kapitalbesitz von 8000 Dollar, zur Ü b ei r s i e d 1 u n g nach Palästina registriert haben. Erklärung Simpsons bei einem Interview Shanghai, 18. Dezember. (JTA.) Herr John Hope Simpson, das Oberhaupt der im Jahre 1930 von England nach Palästina entsandten Parlamentarischen Untersuchungskommission und Verfasser des im September 1930 erschienenen „Simpson- Berichtes“, auf dem das so viel bekämpfte und bereits durch weitere Regierungsakte weit

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