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Das jüdische Echo · 1931-09-11 · 37 (11.9.1931) · p. Seite 519

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
18 (1931)
Issue
37 (11.9.1931)
Date
1931-09-11
Page
Seite 519 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 37 Das Jüdische Echo 519 Die Exekutive der Zionistischen Organisation ist sich der großen Verantwortlichkeit' bewußt, die sie übernommen hat, und sie kennt die Schwierigkeit der Aufgaben, die ihr bevorstehen. Die Exekutive tritt ihr Amt an, nach einer langen Periode historischer Entwicklung, die beginnt mit der Vision Herzls und endet mit dem politischen Genius und der praktischen Schaffenskraft Chaim Weizmanns. In der Überzeugung, daß die Judenheil den Willen und die Krall besitzt, ihr Werk in Palästina zu vollenden, erbittet die Exekutive Hilfe und Mitarbeit. Exekutive der Zionistischen Organisation Nahum Sokolow, Präsident der Zionistischen Organisation Dr. Chaim Arlosoroff, Prof. S. Brodetskv, H. Farbslein, Berl Locker, Emanuel Neumann London, Jerusalem, Elul 5691. Spaltung der Revisionistischen UnionI Berlin, 6. September. (JTA.) Ungeachtet der jüngsten Erklärung Meer Grossmans, wonach kein Mitglied der Executive der Union der Zionisten- Revisionisten die Führerschaft Wladimir Jabotinskys in Frage stellt, hält man, wie der JTA mitgeteilt wird, in den revisionistischen Kreisen von London und Paris die Spaltung der revisionistischen Weltunion als Folge der letzten politischen Entwicklungen für unvermeidlich. Die für Mitte September nach Brüssel einberufene Sitzung der revisionistischen Exekutive wird nicht stattfinden, da Jabotinsky und die seinen Standpunkt teilenden Pariser Mitglieder der Executive bereits endgültig erklärt haben, sich an dieser Beratung nicht beteiligen zu wollen, ln den letzten Tagen ist der Vorschlag aufgetaucht, an Stelle der Sitzung der Exekutive eine solche des Parteirates einzuberufen, der bindende Beschlüsse in der Frage des Austritts aus der Zionistischen Organisation fassen soll. Im Hinblick darauf, daß Jabotinsky auf einer vorherigen Klärung bezüglich der von ihm propagierten „Independant Zionist Organisation“ beharrt, hält man das Zustandekommen auch dieser Sitzung für sehr zweifelhaft. Der Führer der gemäßigten Richtung innerhalb der revisionistischen Partei, Herr Meer Grossman, ist entschlossen, die Weltkonferenz im Dezember auf jeden Fall, auch gegen den Willen der Opposition, einzuberufen, um eine Entscheidung über das künftige Verhältnis der Revisionisten zur Gesamtorganisation herbeizuführen. Es verlautet, daß Grossman sich demnächst auf eine Tournee durch eine Reihe europäischer Länder begibt, um seine Position in den revisionistischen Reihen zu stärken. Die „Jüdische Rundschau“ die sich in ihrer letzten Nummer mit den Vorgängen im Lager der Revisionisten befaßt, fügt hinzu, daß sich in zionistischen Kreisen hartnäckig Gerüchte erhalten, wonach die gegenwärtige revisionistische Mehrheit mit Persönlichkeiten aus anderen zionistischen Gruppen, die auf dem Kongreß mit den Revisionisten zusamrnengingen, also vor allem mit einzelnen Persönlichkeiten der Gruppe B der Allgemeinen Zionisten und der Radikalen, wegen Bildung einer neuen Partei verhandeln. Diese neue Partei, deren geistige Führung bei den Revisionisten liegt, soll organisatorisch eindeutig innerhalb der Zionistischen Organisation stehen, während man es dann der heutigen Minderheit mit Jabotinsky an der Spitze überlassen will, aus der Organisation auszutreten. L o n d o n, 7. September. (JTA.) Vom Pressebüro der Executive der Union der Zionisten-Revisionisten wird mitgeteilt, daß die für den 19. und 20. September nach Brüssel einberufene Sitzung der Executive der Union verschoben werden mußte. Die in der Presse erschienene Mitteilung über eine bevorstehende Übersiedlung des Herrn Meer Grossmann nach Palästina wird kategorisch dementiert, ebenso die Mitteilung über eine beaDsichtigte Verlegung des Zentralbüros. Im Einklang mit dem Beschluß der Revisionistenkonferenz in Basel werde das Zentralbüro in London bleiben. Austritt der deutschen Revisionisten aus der Z.V.f.D.? Londo n, 7. September. (JTA.) Vom Pressebüro der Executive der Union der Zionisten-Revisionisten wird mitgeteilt, daß in den Versammlungen der deutschen Revisionisten in Berlin, Breslau und Frankfurt die Frage des Austritts der revisionistischen Union aus der Zionistischen Weltorganisation lebhaft erörtert wurde. Der Landesvorstand unter Führung von Richard Lichtheim, hat beschlossen, vorläufig zu dieser Frage keine Stellung zu nehmen, sondern nur durch Förderung der Aussprache usw. die Entscheidung des deutschen Landesverbandes vorzubereiten, die auf einer Landesverbandskonferenz am 11. Oktober in Berlin getroffen werden soll. Ganz unabhängig von der Frage des Austritts aus der Zionistischen Organisation — heißt es in der Mitteilung weiter — wird in Deutschland die Frage des Austrittes aus der Zionistischen Vereinigung für Deutschland behandelt. Hierfür herrscht auch bei den Gegnern des Austritts aus der Zionistischen Organisation starke Stimmung, „hervorgerufen durch die Haltung der Jüdischen Rundschau4, die auch nach dem Kongreß fortfährt, im Sinne des Brith Schalom und noch darüber hinaus eine Politik zu betreiben, die dem Zionismus schädlich ist“. Auch die Frage des künftigen Verhältnisses zur Z.V.f.D. werde auf der Landeskonferenz am 11. Oktober entschieden werden. Im Falle des Austritts werden sich die deutschen Revisionisten nach Art eines zionistischen Sonderverbandes in Deutschland konstituieren. Neue Mitarbeiter in der englischen Regierung Ormsby-Gore Minister, Sir Robert Hamilton und Malcolm Macdonald Unterstaatssekretäre London, (j. September. (JTA.) Major N. Ormsby-Gore, der unter der konservativen Regierung Baldwin Unterstaatssekretär für die Kolonien gewesen war, ist in die neue Konzentrationsregierung Englands als Postmaster General eingetreten. Ormsby- Gore ist einer der Wortführer jener Gruppe der englischen Staatsmänner, die für strikte Durchführung der Balfour-Deklaration im Sinne der Förderung des Jüdischen Nationalheims eintreten. Als Unlerstaatssekretär hat er oft Angriffe antizionistischer Parlamentarier gegen das Nationalheini durch schlagende Antworten entkräftet. London, 5. September. (JTA.) Offiziell wird bekanntgegeben, daß Sir Robert Hamilton zum Parlaments-Unlerstaatssekretär für die Kolonien ernannt worden ist. Sir Robert Hamilton war eines jener acht Parlamentsmitglieder, die im Februar 1929 auf Anregung des Colonel Josiali Wedgwood die Seventh Dominion League gegründet hatten, deren Ziel es war, für die Eingliederung Palästinas in das British Empire als

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