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Das jüdische Echo · 1931-06-26 · 26 (26.6.1931) · p. Seite 381

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
18 (1931)
Issue
26 (26.6.1931)
Date
1931-06-26
Page
Seite 381 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 26 381 Das Jüdische Echo (ungeschlagen. Die Fensterscheiben, im Hause der Zionistischen Organisation und des jüdischen Gymnasiums wurden zum zweitenmal eingeworfen. Die Polizei war rechtzeitig zur Stelle, verhaftete einige Exzedenlen und stellte die Ruhe wieder her. Das Kuratorium des Lodzer Schuldistriktes hat-im Zusammenhang mit den antisemitischen Ausschreitungen in Radom, an denen sich in erster Reihe die Schuljugend beteiligt hat, eine Untersuchung eingeleitet. Die Direktoren der Radomer Schulen wurden aulgeforderl, zu berichten, was sie gegen die schuldigen Schüler veranlaßt haben. Vermehrung der jüdischen Mandate in der rumänischen Kammer R u k a r e s t , 21'. Juni. (JTA.) Nachdem die rumänische Kammer fünf kommunistische Mandate nicht bestätigt bat, wurden diese Mandate auf die anderen Listen aufgeteill. Eines dieser Mandate fiel der Liste der Jüdischen Reichspartei zu; darauf hat Dr. Manfred Reifer (Czernowitz) Anspruch. Er tritt somit in das Parlament ein und wird die Zahl der Mitglieder des Jüdischen Parlamentklubs auf fünf erhöht. Wie es heißt, wird auch Generaldirektor Frederic Miehelsohn, ein Jude, der auf der Regierungsliste kandidiert hat, an Stelle eines nicht bestätigten Kommunisten in das Parlament einziehen. Schändung eines jüdischen Friedhofs in Elsaß P a. r i s , 21. Juni. (JTA.) Unbekannte Täter haben auf dem historischen Judenfriedhof zu Rosenwiller im Elsaß zwanzig Grabsteine umgeworfen und zum Teil zertrümmert. Darunter befindet sich auch der Grabstein des berühmten Rabbiners Jochanan Levy aus Obernai und seiner Frau. Es ist dies der erste Fall einer Schändung eines jüdischen Friedhofs in Frankreich. Allen Lehrern an den palästinensischen Schulen der Jewish Agoncy gekündigt. — Die Frage der Übertragung des Schulwerks an den Jischuw Jerusalem, 18. Juni. (JTA.) Wie der Direktor des Unlerrichtsdepartemenls der Jewish Agency, Dr. ßerkson, der Jüdischen Telegraphen-Agentur mitteilt, haben sämtliche an den Schulen der Jewish Agency angestellten Lehrer die Verständigung erhalten, daß ihr Dienstverhältnis am 80. September d. J. zu Ende geht. Gleichzeitig wurde den Lehrern die Versicherung gegeben, daß die gegenwärtige Exekutive ihren Nachfolgern empfehlen werde, bei Neuengagements den jetzt in den Schulen beschäftigten Lehrern den Vorzug zu geben, so daß erwartet werden kann, daß der größte Teil von diesen wieder angestellt wird. Die Kündigung wurde ungefähr 450 ständigen Lehrern zugestellt. Sie dürfte die Entlassung von 50 ständigen und 50 zeitweiligen Lehrern zur Folge haben, falls der gegenwärtige Reitrag der Exekutive für Unterricblszwecke von 77 0i00 Pfund auf 50 000 Pfund ermäßigt werden wird. Für die Aufrechterhaltung des hebräischen Sch ul werks in seinem gegenwärtigen Umfang wären zumindest 65 000 Pfund erforderlich. Die palästinensische Pächterschutzverordnung im Widerspruch zum anglo-amerikanischen Palästinavertrag? Jerusalem, 17. Juni. (JTA.) Richter Bernard A. Rosenblatl aus Neuyork, der seinerzeit Mitglied des Wirlschafts- und Finanzkomitees der Zionistischen Weltorganisation war, hat in einem aus Haifa an die Regierung der Vereinigten Staaten gerichteten Brief, von dem eine Kopie auch dem High Commissioner Sir John Chancellor eingesandt wurde, die Frage der Verlässungsmäßigkeit der vor kurzem erlassenen Verordnung zur Verhinderung der Entsetzung von Pächtern von ihrem Grund und Boden aufgeworfen. ln seinem Schreiben erklärte Richter Rosenblatt, die Verfügung der Palästina-Regierung vom 29. Mai 1980/31 scheine ihm eine offenkundige Verletzung nicht nur der gemeinsamen angelsächsischen Traditionen der Rechtspflege, sondern auch der Bestimmungen des am 3. Dezember 1925 zwischen Emgland und den Vereinigten Staaten abgeschlossenen Vertrages bezüglich Palästinas darzustellen. Richter Rosenblatt ersucht, sein Schreiben dem amerikanischen Slaalsdepartement zu übermitteln. Zusammenstoß zwischen Polizei und jüdischen Arbeitern in Afuleh Jerusalem, 19. Juni. (JTA.) Am 17. Juni kam es in der jüdischen Kolonie Afuleh zu einem Zusammenstoß zwischen jüdischen Arbeitern und der Polizei. Die jüdischen Arbeiter hatten dagegen demonstriert, daß bei einem im Auftrag des Regierungsdepartements für öffentliche Arbeiten von einem arabischen Bauunternehmer durchgeführten Straßenbau durch Afuleh ausschließlich Araber aus der Gegend von Jerusalem beschäftigt werden. Als die jüdischen Arbeiter der Aufforderung, sich zu zerstreuen, nicht nachkamen, ging die Polizei mit dem Gummiknüppel vor und verhaftete zwölf Demonstranten. Bei dem Zusammenstoß wurden zehn Arbeiter verletzt, darunter zwei schwer. Drei Verletzte wurden ins Hospital eingeliefert. Der Polizeioberkommissar von Nazareth hat die Freilassung der verhafteten Arbeiter gegen Kaution verweigert. Gegen die Verhafteten wird eine Anklage wegen Auflaufs und Widerstand gegen die Polizei erhoben werden. Kampf zwischen Kolonisten und arabischen Hirten in Jessoth Hamaalah Jerusalem, 19. Juni. (JTA.) In der Kolonie Jessoth Hamaalah kam es zu einem Zusammenstoß zwischen jüdischen Kolonisten und Arabern, die ihr Vieh auf den Feldern der Juden weiden ließen. Es kam zu einem Kampf, in dem mehrere Personen auf beiden Seilen leicht verletzt wurden. Die Polizei verhaftete vier Araber und einen Juden. Überfall auf einen Kolonisten in Chederah J e r u s a 1 e m , 19. Juni. (JTA.) Am Donnerstag, den 18. Juni, abends, wurde in der jüdischen Kolonie Chederah der Kolonist Jefeth Ben Nathan auf dem Heimwege von einem Araber angeschossen. Ben Nathan wurde ins Hospital überführt Der Täter ist entkommen. Baubeginn der jüdischen Kadoorie-Ackerbauschule Jerusalem, 19. Juni. (JTA.) In Mescha wurde mit dem Bau der jüdischen Ackerbauschule aus den Mitteln der Kadoorie-Fonds begonnen. Bei dem Bau, der unter der Oberleitung des Regierungsdepartements für öffentliche Arbeiten durchgeführt wird, werden vorläufig 70 arabische und 6 jüdische Arbeiter beschäftigt. Gemeinden- und Vereins-Echo Jüdisches Jugendheim. Der nächste Jugendheim- Abend findet nicht Montag, sondern erst Mittwoch, den 1. Juli, abends 8.30 Uhr, im Jüdischen Jugendheim, Herzog-Rudolf-Straße 1, statt. Thema: Wie liest man den Handelsteil einer Tageszeitung? Leiter: Herr Doktor Hermann Baer. Wir laden alle Interessenten ein und bitten, die Münchener Neuesten Nachrichten vom 1. Juli mitzubringen. Der Arbeitsausschuß des Jüdischen Jugendheims. Jüdisches Kammerorchester, München. Das Konzert des Jüdischen Kammerorchesters am 15. Juni im Hof des Jüdischen Jugendheims, München,

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