Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 18 (1931)
- Issue
- 24 (12.6.1931)
- Date
- 1931-06-12
- Page
- Seite 357 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9072829-9103087-9176178--11775-9083846- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 24 Das Jüdische Echo 357 zu tragen, ohne selbst unter dieser dauernden Überbelastung finanziell zusammenzubrechen, da aber ferner Öhel Jakob aus prinzipiellen Erwägungen rechtlicher, ethischer und weltanschaulicher Natur die ihm vorgeschlagene Erhebung eines Schulgeldes von den Erziehungsberechtigten ablehnen mußte, wurde nunmehr auf Grund privater Initiative am 1. Juni 1931 der Verein „Freunde der israelitischen Volksschule München“ ins Leben gerufen mit dem Zweck der materiellen und ideellen Förderung dieser Schule. Der jährliche Mindestbeitrag zu diesem echt jüdischen Werke beträgt nur RM. 5.—, um jedermann die Dokumentierung seiner Sympathien für die Jüdische Volksschule München auf diese Weise zu ermöglichen; doch ist es natürlich notwendig und wird auch erwartet, daß nach Möglichkeit höhere Jahresbeiträge — die dann auch in Vs-, ’Ajährlichen oder monatlichen Teilbeträgen einbezahlt werden können — gezeichnet werden, insbesondere auch von denjenigen Erziehungsberechtigten und Angehörigen früherer, derzeitiger und künftiger Schüler dieser Schule, die dazu in der Lage sind. Schriftliche Beitrittserklärungen mit Angabe des Jahresbeitrages werden erbeten an den Kassern führer des neuen Vereins, Rechtsanwalt Dr. Fritz Silber, München, Frauenplatz 10/III. In der stark besuchten Gründungsversammlung selbst erklärten unter Genehmigung der vorgeschlagenen Vereinssatzungen erfreulicherweise bereits 49 Personen unter Zeichnung von insgesamt RM. 997.— Jahresbeiträgen ihren Beitritt zu dem Verein, der alsbald in das Vereinsregister eingetragen werden soll. Die erste Vorstandschaft,, die von der Gründungsversammlung sofort gewählt wurde, wird gebildet durch Herrn Rechtsanwalt Justizrat Dr. Emil Fraenkel, Vorstandsmitglied der Kultusgemeinde, 1. Vorstand, Elerrn Dr. med. M. J. Gutmann, prakt. Arzt, 2. Vorstand, Herrn Rechtsanwalt Dr. Karl Feust, Mitglied der Gemeindevertretung, Schriftführer, Herrn Rechtsanwalt Dr. Fritz Silber, Kassenführer, sowie aus weiteren 8 Beisitzern, darunter einem Lehrer der jüdischen Volksschule. Der Verein, der im engsten Einvernehmen mit der Schulpflegschaft und der Elternschaft der die Schule besuchenden Kinder sowie mit den jüdischen Lehrern arbeiten will, bittet nunmehr alle wirklichen Freunde der israelitischen Volksschule München, sich durch ihren Beitritt in ihm zusammenzuschließen zur materiellen und ideellen Förderung dieser Schule. Der Vorstand des Vereins: i. A. Dr. Silber. Ausstellung des Thora-Bildes von Zygmunt Menkes Zygmunt Menkes ist ein jüdischer Maler, der in den letzten Jahren in Paris gearbeitet hat und besonders durch die eigenartige Religiosität seiner Kunst bekannt geworden ist. Eines seiner stärksten Gemälde, ein Thora-Bild, wird vom Mittwoch,, 17. bis einschließlich Sonntag, den 21. Juni, von mittags 13 Uhr an bis Eintritt der Dunkelheit in den Räumen der „Concordia“ (Prannerstraße 4/0) unentgeltlich ausgestellt sein. Man rühmt die außerordentliche Wucht der Darstellung und die religiöse Eindringlichkeit dieses Werkes., das gerade dem jüdischen Betrachter ein besonderes Erlebnis zu bedeuten imstande ist. Gesellschaftsreise zum Basler Zionistenkongreß. Interessenten für eine verbilligte Reise zur Eröffnung des XVII. Zionistenkongresses sei die Be; achtung der Anzeige der Zionistischen Ortsgruppe im Anzeigenteil dieser Nummer besonders nahegeiegt. Nahezu 25 Prozent des Fahrpreises können erspart werden Verloren. Bei den Wahlen am Sonntag, den 7. Juni, wurde im Ortsgruppenbüro, Herzog-Rudolf- Straße 1, von einem Mitglied ein brauner Stoffmantel mit Lederhandschuhen verloren. Es ist anzunehmen, daß der Mantel von irgendeinem Herrn verwechselt und aus Versehen mitgenommen wurde. Angaben hierüber an das Ortsgruppenbüro, Herzog-Rudolf-Straße 1 (Tel. 2 97 4 49) erbeten. Wochenprogramm der V.J.St. „Jordania“ Samstag, 13. Juni, 2 Uhr c. t„ Hofgartentor, anschl. Fuxenkurs. Sonntag, 14. Juni, Gemeinsamer Ausflug. Dienstag, 16. Juni, 6.30 Uhr, SpoU. Donnerstag, 18. Juni, 8.30 Uhr. Burschenkurs. Jüdisches Jugendheim. Zu dem am Montag, 15. Juni, 8.30 Uhr, im Jüdischen Jugendheim, Herzog-Rudolf-Straße 1, stattfindenden Konzert des Jüdischen Kammerorchesters sind alle Mitglieder und Freunde herzlichst eingeladen. Der Arbeitsausschuß. Das Jüdische Kammerorchester München veranstaltet am Montag, dem 15. Juni 1931, um 20.15 Uhr, im Jüdischen Jugendheim, Herzog-RudolL Straße 1 (bei schönem Wetter im Hof, sonst im Lessingsaal) eine Abendmusik, zu der jedermann herzlich eingeladen ist. Vortragsfolge: W. A. Mozart, Serenata notturna für zwei kleine Orchester und Pauken: L. van Beethoven, Walzer und zwei Ländler aus den „Elf Wiener Tänzen“; Franz Schubert, Zwei Menuette aus den „Fünf Menuetten und sieben Trios“; W. A. Mozart, Sechs ländlerische Tänze; J. S. Bach, Kantate „Mer hahn en neue Oberkeet“ (Bauernkantate) für Sopran (Else Berger), Baß (Max Löwenstein) und Orchester. — Leitung: Heinrich Lamm. — Eintritt frei. Jüdisches Kammerorchester München. Die Mitwirkenden finden sich am Montag, dem 15. Juni, um 19.15 Uhr, pünktlich zu einer kurzen Probe im Lessingsaal ein. Der Leiter des Orchesters erwartet, daß alle Mitwirkenden um Punkt 19.15 Uhr versammelt sind und bittet, Pulte mitzubringen. Jüdischer Jugendverein München 18. Juni: Vortragsabend: Reiseeindrücke in Palästina. Referent: Herr Hugo Droller. 25. Juni: Vortragsabend: Jak. Wassermanns Roman „Etzel Andergast“. Referent: Herr Dr. Ludwig Feuchtwanger. Jüdischer Club „Kedem“ Samstag, 13. Juni, findet pünktlich 9.15 im Jugendheim ein Vortrag über „Zionismus und Religion“ (Referent Wrilly Felix) statt. Sonntag, 14. Juni, Tagestour Gräfelfing-Gauting. Treffpunkt: Starnberger Bahnhof, eine Viertelstunde vor Zugabgang (8.35). Sonntagskarte nach Gräfelfing —.70 RM. Badeanzug und Spielbälle mitbringen. Gäste herzlich willkommen. Nachzügler erhalten Sonntag ab 11.30 Uhr unter der Rufnummer 20 7 98 Auskunft betreffs Nachfahrt. Nähere Auskunft erteilt Leon Kolm. (Tel. 90 2 56).