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Das jüdische Echo · 1931-05-01 · 18 (1.5.1931) · p. Seite 275

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
18 (1931)
Issue
18 (1.5.1931)
Date
1931-05-01
Page
Seite 275 (sequence 11)
Language
German
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Nr 18 Das Jüdische Echo 275 blindenkonferenz mitteilte, gibt es auf der ganzen Welt 75 000 bis 80 000 jüdische Blinde. In New York allein leben 1050 jüdische Blinde. Beschwerden der arabischen Exekutive vor dem High Commissioner Jerusalem, 22. April. Das Präsidium der arabischen Exekutive hat am Mittwoch, dem 22. April, beim High Commissioner Sir John Chancellor vorgesprochen, um gegen eine nach Ansicht der arabischen Exekutive erfolgte Bevorzugung der Juden beim Erwerb von Staatsländereien im Beisan-Gebiet ' protestieren. Die arabische Presse Palästinas gegen Ansiedlung landloser Palästinenser 3n Transjordanien Jerusalem, 24. April. '(JTA.) Wie aus Amman berichtet wird, -besteht in den Kreisen der transjordanischen Regierung die Neigung, eine Anzahl landloser Palästinenser in Transjordanien anzusiedeln. Ein solcher t Plan wird von den transjordanischen Führern sowohl vom Standpunkt transjordanischer Interessen aus als auch auf Grund der Wünsche der palästinensichen Araber befürwortet. Es wird darauf hingewiesen, daß Transjordanien ungeheure''Gebiete brachliegenden Landes besitzt, die durch Kultivierung erschlossen werden könnten. Hierzu erklären die arabischen Zeitungen „Al Hayat“ und „Felestin“, die gute Absicht der transjordanischen Nationalisten sei zwar anzuerkennen, die Ansiedlung palästinensischer Araber in Transjordanien würde! aber den wichtigsten Interessen der Araber zuwiderlaufen, da hierdurch anerkannt würde, daß1 die von Dr. Weiztnann vorgeschlagene Lösung des Problems der palästinensischen Bodenknapph'eit den Arabern annehmbar erscheint. 1 ' ' Antisemitische Personalpolitik bei der Shell Company in Haifa Haifa, 24. April. (JTA.) Bei der Shell Company in Haifa findet seit einiger Zeit ein systematischer Abbau der jüdischen Angestellten statt. In den letzten Tagen wurden von den 50 jüdischen Angestellten, die neben 300 Arabern noch im Dienste der Gesellschaft standen, abermals 20 entlassen. Diese PerSönalpolitik der Shell Company erregt in jüdischen Kreisen um so mehr Befremden, als die Hälfte der Produktion der Gesellschaft bei der jüdischen Bevölkerung abgesetzt wird. , ||(, Eine Verhaftung im Zusammenhang mit dem Überfall bei Yadjur Jerusalem, 21. April. (JTA.) In dem Dorfe Sassa bei Safed wurde der Araber Ali Sassami verhaftet, der unter dein» Verdacht steht, an dem während der Pessachfeiertage auf eine aus dem Zementwerk Nesher in die jüdische Arbeitersiedlung Yadjur heimkehrende. Arbeitergruppe aus dem Hinterhalt verübten' Anschlag, bei dem zwei Arbeiter und eine Arbeiterin getötet wurden, teilgenommen zu haben. Die Polizei glaubt, daß Sassami ein Mitglied der Terrorbande ist, die nach den Massakres vom August.4929 im Safeder Distrikt unter der Führung » von Achmed Tapisch ihr Unwesen trieb. Achmed Tapisch ist ein berüchtigter Räuberhauphmähn'.,1 der nach den Augustunruhen des Jahres '192p nach Transjordanien entfloh und im Mai 19^0 mittels Aeroplans ausgeliefert wurde, um wegen Ermordung des. Leiters des Hadassan-Spitals in Safed, Dr. Isaac Mamaan, vor Gericht gestellt zu werden. Tapich M i | t I ‘ I ■i * p uln wurde zwar von der Anklage des Mordes an Mamaan freigesprochen, jedoch wegen Teilnahme an der Ermordung von Hanna Cohen während des Massakers von Safed zu 15 Jahren Kerker verurteilt. Colonel Kisch protestiert beim High Commissioner gegen Prügelstrafe in Palästina J e r u s a 1 e m , 24. April. (JTA.) In jüdischen Kreisen Jerusalems herrscht lebhafte Empörung über ein Urteil des jüdischen Polizeirichters Zuckermann. Der aus Kurdistan stammende Israel Esra, der mit Frau, Tochter und einem 12jährigen Knaben auf Grund eines Turistenvisums nach Palästina gekommen war, hatte die ihm bewilligte dreimonatige Aufenthaltsfrist überschritten. Vor dem Polizeirichter verantwortete sich Israel Esra damit, daß er ein Gesuch um dauernde Aufenthaltsbewilligung und Registrierung als Einwanderer eingebracht habe. Der Richter verurteilte Israel Esra, seine Frau Zilba und seine Tochter zu Geldstrafen von je einem Pfund, den 12jährigen Knaben, dem nichts zur Last gelegt werden konnte, als daß er bei seinen Eltern verblieb, zu drei Stockstreichen. Außerdem wurde in dem Urteil dem High Commissioner nahegelegt, gegenüber der Familie von seinem Ausweisungsrecht Gebrauch zu machen. Verurteilungen von Personen, die die Aufenthaltsfrist überschreiten, sind in Palästina keine seltene Erscheinung. Die Verhängung einer Prügelstrafe über den völlig unschuldigen Knaben aber hat, wie kaum ein anderes Ereignis in den letzten Jahren die Entrüstung der palästinensischen Judenheit hervorgerufen. Das Mitglied der Palästina-Exekutive der Jewish Agency., Colonel Kisch, hat beim Commissioner, Sir John Chancellor, energischen Protest gegen dieses empörende Urteil eingelegt. Austritt Mereminskis aus der Palästina-Immigrationskommission Jerusalem, 24. April. (JTA.) Das Mitglied der Exekutive der jüdischen Arbeiterorganisation Palästinas, Israel Mereminski, ist aus der Immigrationskommission, einer beratenden Körperschaft bei der Immigrationsabteilung der Exekutive der Jewish Agency, ausgetreten. In dem Schreiben, in dem Mereminski seine Demission bekannt gibt, erklärt er, er habe sich zu seinem Schritt infolge der vollständigen Verkennung des Wertes der Chaluzimeinwanderung durch die Jewish Agency veranlaßt gesehen. Im besonderen wirft Mereminski der Immigrationsabteilung der Exekutive vor, eine große Zahl der zuletzt zur Verfügung gestandenen 1030 Zertifikate an Stellen geleitet zu haben, wo sie aus politischen und praktischen Gründen nicht verwertet werden können. Die Absendung der Zertifikate sei viel zu spät erfolgt und außerdem seien die Palästinaämter im Auslande angewiesen worden, die Zertifikate nicht vor März auszugeben, obwohl dies der letzte Monat war, in dem die Visen noch Gültigkeit hatten. Schließlich protestiert Mereminski gegen die Weisung der Jewish Agency, die letzten 405 Zertifikate nicht an Chaluziin. die sich bereits seit drei Jahren zur Einwanderung nach Palästina vorbereiten, sondern an Verwandte in Palästina lebender Personen auszugeben. Der Zustand Harry Sachers besorgniserregend Jerusalem, 26. April. (JTA.) Der Zustand des an Lungen- und Rippenfellentzündung erkrankten Mitglieds der Zionistischen Exekutive,

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